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"Apropos, ich lege hier für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, daß ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwenglichen Dummheit verachte, und mich schäme, ihr anzugehören." Arthur Schopenhauer

William Bradley Roland, US-Journalist/Kameramann, von Oaxaca-Paramilitärs ermordet - Mörder identifiziert - Proteste in den USA geplant

Bradley Roland Will, alias Brad Will, ein US-Journalist und Kameramann, wurde gestern in Oaxaca, Mexiko, von Paramiltärs erschossen, die der PRI, der früheren mexikanischen Regierungspartei nahestehen.
Brad Will
Foto: Hinrich Schultze

Will war in Oaxaca und berichtete über den andauernden Widerstand von Lehrern und Arbeitern gegen die PRI-kontrollierte Regierung des Staats Oaxaca. Nach Berichten von IMC New York und von "La Jornada" (Mexico) wurde dem 36-jährigen Will aus einer Entfernung von 30-40 Metern von zivilen Paramilitärs in den Bauch geschossen. Er starb auf dem Weg zum Roten Kreuz.

Presseerklärung

28.10.2006, 12:40
Beka Economopoulos, (+1-917) 202-5479
Brandon Jourdan, (+1-646) 342-8169
Eric Laursen, (+1-917) 806-6452

An die Redaktionen

William Roland Bradley, US-Journalist/Kameramann, von Oaxaca-Paramilitärs ermordet - Mörder identifiziert - Proteste in den USA geplant

William Roland Bradley, alias Brad Will, ein US-Journalist und Kameraman, wurde gestern in Oaxaca, Mexiko, von Paramiltärs erschossen, der PRI, der früheren mexikanischen Regierungspartei nahestehen. Will war in Oaxaca und berichtete über den andauernden Widerstand von Lehrern und Arbeitern gegen die PRI-kontrollierte Regierung des Staats Oaxaca. Nach Berichten von IMC New York und von "La Jornada" (Mexico) wurde dem 36-jährigen Will aus einer Entfernung von 30-40 Metern von zivilen Paramilitärs in den Bauch geschossen. Er starb auf dem Weg zum Roten Kreuz.

"Centro de Medias Libres" ( http://vientos.info/cml) in Mexico-City berichtet, dass die Videos aus Will's Kamera seinen Mörder als den Paramilitär Pedro Carmona identifizieren; Ex-Präsident von Felipe Camillo Puerto de Santa Lucia del Camino, einer Stadt in Oaxaca.

Nach letzten Angaben von "Centro de Medias Libres" ist Will einer von fünf Toten und 17 Verwundeten des gestrigen Tages, an dem Paramilitärs und Bundespolizei die Stadt überfielen, um sie wieder einzunehmen. Die Stadt Oaxaca war in den letzten fünf Monaten unter Kontrolle der Arbeiter. Will ist der erste Nordamerikaner, der in der seit Monaten andauernden Auseinandersetzung getötet wurde. Er war langjähriger Aktivist und Journalist und berichtete über Landbesetzungen im Nordwesten der USA, über direkte Aktionen und Aufstände in Argentinien und Ekuador, Landbesetzungen in Brasililen und über die
Anti-Privatisierungskämpfen in Bolivien. Er war eine viel-geliebte Person in der Antiglobalisierungsbewegung in den USA und hinterlässt viele trauernde Freunde.

Brad's Freunde in den USA rufen für heute zu Aktionen auf, um zu fordern, dass das US-Außenministerium auf die mexikanische Regierung Druck ausübt, den Mord an Brad aufzuklären, und um das terroristische Regime zu thematisieren, das dies ermöglichte. Außerdem rufen sie zu Solidarität der US-amerikanischen mit mexikanischen Sozialen Bewegungen auf, für die Brad in Oaxaca gestorben ist.

------ Ende der Übersetzung -----------


Mehr Informationen:

http://de.indymedia.org/index.shtml
http://nyc.indymedia.org/en/
http://indybay.org/
http://portland.indymedia.org/
http://vientos.info/cml/
http://mexico.indymedia.org/BradWill
http://mexico.indymedia.org/oaxaca
Spanischer Bericht bei IndyMedia Chiapas

"Alles Gute zum Geburtstag, liebe Riots...!"

Genau ein Jahr nach dem Ausbruch der Unruhen in den französischen Trabantenstädten, die am Abend des 27. Oktober 2005 in Clichy-sous-Bois ihren Anfang nahmen, beherrscht eine angespannte Erwartung die französischen Medien. Wird es zum ersten Jahrestag - pünktlich - wieder losgehen? Am Ende könnten sie das Ereignis herbeischreiben oder durch äußerst geballtes Auftreten von Fernsehkameras herbeisuggerieren…


Clichy-sous-Bois (Bildquelle: all4all.org)

Zum Artikel von Bernard Schmid auf telepolis vom 27.10.2006

Anlässlich des Jahrestages erinnern wir an die umfangreiche Materialsammlung im LabourNet Germany „Frankreichs Ghettos in der Revolte“

Treffen des Göppinger "Netzwerkes GEGEN RECHTS"

Das Göppinger "Netzwerk gegen Rechts" lädt alle ein, die couragierte antifaschistische Arbeit leisten wollen, zum Treffen am Donnerstag, den 26. Oktober, 19:00 Uhr in der Vereinsgastätte des TV Jahn, Göppingen in der Hohenstaufenstrasse.

Weitere Berichte über die Arbeit des Bündnisses und mehr.

Medien als Beruf: Hänschen Müller als Reporter - »Bürgerjournalisten«

Schrecklich: Die Amateure kommen...” unter diesem Titel hatte ich am 7.10. in einem Blogbeitrag verschiedene Berichte zum Thema “Bürgerjournalismus” unter dem Blickwinkel der Haltung und der Frage der vielfgerühmten “Objektivitiät” der Medienschaffenden zusammengestellt. Mein Fazit war (und ist) daß die “Medienlandschaft eben nur nicht das Ergebnis der Arbeit von Medienschaffenden ist, sondern geprägt ist von Lobbyismus und weiteren Interessenskonflikten...”

Da das natürlich eine Binsenweisheit ist - die allerdings auch nicht von allen so gesehen wird - hier noch ein Verweis auf die Rubrik Branchen / Medien u. IT / Medien als Beruf, in der das Labournet zu diesem Thema neue Berichte zusammengestellt hat:

a) Sind Blogger Lohndrücker?

„Heute schon gebloggt? Die technischen Möglichkeiten des Internet und damit auch die Zahl der »Blogger« haben in den letzten Jahren enorm zugenommen. Die Tendenz ist weiterhin steigend. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sieht schon ein Heer von Billigjournalisten am Werk. Solche gewerkschaftlichen Sorgen sind nicht ganz unbegründet. Viele zu sogenannten Bürgerjournalisten« geadelte Blogger verlangen kein Honorar für ihre Fotos oder Texte – und fungieren so als Zulieferer für kostenfreies Rohmaterial. …“

Artikel von Peter Nowak im Neuen Deutschland vom 20.10.2006

b) Die Amateure kommen - Bürgerjournalismus ist unter Medienprofis umstritten und legt zugleich Mängel des Medienbetriebes offen

„Journalisten als vierte Säule der Demokratie - die klassische Rolle dieses Berufes verblasst auch hierzulande in dem Maße, wie neue Medien bisher unbekannte Informationskanäle schaffen und die etablierte Presselandschaft verändern. Neben den klassischen Medien werden Informationen immer stärker über Internetforen verbreitet, die dokumentieren und kontrollieren. Doch auch unabhängig von den Auswirkungen dieser technischen Entwicklung hat sich das Selbstverständnis von Journalisten verändert, was wiederum den Trend zu alternativen Medien befördert…“
Artikel von Harald Neuber auf telepolis vom 05.10.2006


c) Initiative Qualität: „Bürgerreporter“ - ein Qualitätsrisiko


Die Initiative Qualität im Journalismus (IQ) warnt vor den Gefahren eines so genannten Bürgerjournalismus. Die flächendeckende Aufforderung an Leser und Zuschauer, in ihrem persönlichen Umfeld systematisch Informationen in Text und Bild für Veröffentlichungen zu beschaffen, birgt Gefahren und Risiken für die „Bürgerreporter“ selbst, für die Bürger und für die Qualität der Medien.
Presserklärung der DJU vom 29.09.2006
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Last modified on 2006-10-26 09:51

Wievielerlei Maß?

So schnell und entschlossen die Behörden beispielsweise im Hakenkreuzskandal gegen öffentliches Kundtun antifaschistischer Gesinnung aktiv werden, so wenig juckt anscheinend das Prangen rechtsradikaler Symbolik in aller Öffentlichkeit. Im Falle der so genannten
Wolfsangel-Affäre

reibt man sich fassungslos die Augen.

Konzessionen und kein Ende? Neue & alte Arbeitskampfformen inner- und außerhalb der Betriebe

Alternativen zur ewigen Fortsetzung der Niederlagen: neue & alte Arbeitskampf- und Organisierungsformen inner- und außerhalb des Betriebs

Seminar von AFP/express-Redaktion in Kooperation mit Labournet Germany

Die Konkurrenz- und Wettbewerbslogik scheint nur ein Prinzip zuzulassen: „There is no Alternative“. Dem ökonomischen Druck auf der einen Seite entspricht dabei eine auch in Gewerkschaften und Belegschaften weit verbreitete Ratlosigkeit, wie diesem Druck begegnet werden kann – bis hin zu dessen Akzeptanz als unveränderlicher Rahmenbedingung gewerkschaftlicher und gesellschaftlicher Praxis. Doch es gab und gibt immer ein Ende der Fahnenstange, und es gibt auch in scheinbar aussichtsloser Lage Alternativen zur Konzessionslogik. Oft werden sie in Arbeitskämpfen ‚von unten’, aus den Belegschaften heraus bzw. mit ihnen entwickelt. In der Auseinandersetzung verbinden sich dabei demokratisierende Elemente, soziale Lernprozesse und die Verschiebung von Rahmenbedingungen zu neuen sozialen Erfahrungen und Kompetenzen. Und um die geht es uns! Erfolgreiche Arbeitskämpfe setzen nicht nur die Einbeziehung der Beschäftigten und die Suche nach neuen Bündnispartnern voraus, sie bedeuten auch mehr Selbstbewusstsein und Stärke für die Beschäftigten und letztlich mehr gewerkschaftlichen Einfluss gegen und auf die „Agenda der Unternehmen“. In dem Seminar sollen neue und alte Formen des Widerstands und phantasievoller Umgang mit diesen Problemen (wieder-) entdeckt sowie Erfahrungen aus dem Ausland fruchtbar gemacht und so Alternativen zur ewigen Fortsetzung der Geschichte der Niederlagen und zugleich Schritte zu einer emanzipatorischen Praxis diskutiert werden. Continue reading "Konzessionen und kein Ende? Neue & alte Arbeitskampfformen inner- und außerhalb der Betriebe"

IMI: Analyse und Sonderseite zum "Bundeswehr-Weißbuch"

Das IMI hat eine Sonderseite zur Analyse des Bundeswehrweißbuches und verschiedenen Seiten der Kriegspolitik und Militarisierung der Gesellschaft online gestellt:

Am heutigen 25. Oktober wird das Kabinett über eine überarbeitete Fassung eines Bundeswehr - Weißbuchs beraten und diese vermutlich in Kürze verabschieden. Da sich die aktuelle Version deutlich von der vorigen Variante unterscheidet, findet sich weiter unten eine Analyse die sich auf die Vorlage bezieht, die Morgen im Kabinett debattiert wird.

Das Weißbuch ist ein Grundlagendokument zur außen- und militärpolitischen Ausrichtung Deutschlands der kommenden Jahre (das letzte erschien 1994). Das Dokument spiegelt in erschreckender Weise den Grad der Militarisierung Deutschlands wieder und zeigt, wie weit die "Enttabuisierung des Militärischen" (Gerhard Schröder) inzwischen fortgeschritten ist. Aus diesem Grund haben wir eine Sonderseite eingerichtet auf der wir nicht nur Analysen zum Weißbuch selbst, sondern auch eine Auswahl unserer Texte zu den zahlreichen Facetten deutscher Kriegspolitik versammelt haben.

Die Seite findet sich unter: http://www.imi-online.de/seite.php3?id=10

Auf der Sonderseite finden sich zahlreiche Texte die nach folgenden Themenbereichen gegliedert sind:
•[Weißbuch]
•[Schwarz-Rote Kriegspolitik]
•[Überblickstexte zur Militarisierung Deutschlands]
•[Deutsche Kriegseinsätze]
•[Rüstungsexporte und Rüstungsetat]
•[Deutschland und die Europäische Union]
•[Bundeswehr im Inneren]
•[Zivil-militärische Zusammenarbeit]
•[Bundeswehr und Sozialabbau]
•[Deutsche Militärstandorte und ihre Bedeutung für die Kriegsführung]
•[Kommando Spezialkräfte (KSK)]
•[Parteien]
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Stuttgart: Ausstellung "45 Jahre Migration türkischer ArbeitnehmerInnen"

Am 3.November 2006 findet um 18:00 Uhr im DGB-Haus Stuttgart, Willi-Bleicher-Str.20 die Eröffnung der Ausstellung "45 Jahre Migration türkischer ArbeitnehmerInnen" statt.


Foto: DIDF Aktion auf dem Schlossplatz in Stuttgart (Quelle: Einladungsflyer)

Anhand von Einzelschicksalen wird die Epoche der Arbeitsmigration türkischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der letzten 45 Jahre dokumentiert.


Foto: “Konvoi” (Quelle: Einladungsflyer)

Für die Ausstellung wurde nur persönliches Bildmaterial verwendet. Die Ausstellung ist vom 04.11. bis 30.11.2006 täglich zwischen 10.00 Uhr und 19.oo Uhr geöffnet.

Redner:
• Werner Bossert (ver.di)
• Ali Çarman (DIDF)

Ver.di Bezirk Stuttgart
Freundschafts- und Solidaritätsverein Stuttgart e.V.
Handy: 0163-39 13 951 - 0176 / 67 503 177 Helfergasse 5, 70372 Stuttgart
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