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k9 - combatiente zeigt geschichtsbewußt: También La Lluvia - Und dann der Regen

Flyer zum FilmUnd dann der Regen - TambiÉn la lluvia: COCHABAMBA
Filmdrama der Regisseurin Icíar Bollaín aus dem Jahr 2010, Bolivien 104min.

Inhalt und Hintergrund: „Der junge spanische Regisseur Sebastián, idealistisch und filmbesessen, will den großen, wahrhaftigen Film über Kolumbus drehen: nicht den heroischen Entdecker zeigen, sondern die brutale Eroberung eines Kontinents, die Gier nach Gold, die Ermordung und Versklavung der indianischen Bevölkerung, ihren Widerstand.

Weil das Budget äußerst knapp ist, hat Sebastiáns Produzent Costa das bolivianische Cochabamba als Drehort ausgewählt, Produktionskosten sind äußerst günstig, sogar die Gagen der indianischen Statisten für die spektakulären Massenszenen kann man sich hier leisten. Die Dreharbeiten laufen ausgezeichnet, bis zum Guerra del Agua - WASSERKRIEG: „Ende der 90er Jahre verfolgte die Regierung des ehemaligen Militärdiktators Hugo Banzer auch auf Druck der Weltbank u. des IWF eine Politik der rigorosen Privatisierung. In Cochabamba betraf das die Wasserversorgung im Jahr 2000, die an ein Konsortium unter Führung des multinationalen Konzerns Bechtel veräußert wurde. Binnen weniger Monate verteuerte die neue Gesellschaft Aguas de Tunari das Wasser um mehr als 300% - für viele Familien, die mit weniger als 100 Dollar im Monat auskommen mussten, waren die Wasserpreise nicht mehr zu halten.

Massive Proteste der Bevölkerung und die Gründung der Coordinadora - ein breites Bündnis aus den oft dezentral organisierten Gewerkschaften, Stadtteilkomitees, Studenten und der gerade in den Vorjahren erstarkten Bauernorganisationen mit indianischem Hintergrund - waren die Folge.

Banzer reagierte auf die Demonstrationen mit massiver Polizeigewalt, die Hunderte von Verletzten forderte. Im April 2000 rief die Coordinadora daraufhin zur Blockade der wichtigsten Straßen und zum Generalstreik auf - Cochabamba war lahmgelegt. Der Einsatz von Polizei u. Militär forderte ein erstes Todesopfer, die Revolte drohte, sich aufs ganze Land auszuweiten. Es wurde das Kriegsrecht über die Stadt verhängt, insgesamt starben 7 Menschen und Hunderte wurden verletzt. Der massive Widerstand der Bevölkerung zwang Aguas de Turani und die bolivianische Regierung schließlich zur Rücknahme der Verträge - die Wasserversorgung Cochabambas ging wieder in die öffentliche Hand über.“

Sonntag 3. April 2022 19 Uhr

combatiente zeigt geschichtsbewußt: revolucion muß sein! filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen

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