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"Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat." Bruce Lee

Blogkino: Schatten der Engel (1976)

Heute zeigen wir in unserer beliebten Reihe Blogkino mit Schatten der Engel einen durch Daniel Schmid gedrehten Film nach einem Theaterstück von Rainer Werner Fassbinder. "Das Drama löste die wohl tiefgreifendste und spektakulärste Auseinandersetzung aus, die ein Theaterstück bislang in der Bundesrepublik hervorgerufen hat." Humanistischer Pressedienst

Zur Handlung: "Die Straßenprostituierte Roma B. wird von ihrem Zuhälter Franz B. regelmäßig misshandelt, weil sie erfolglos in ihrem Gewerbe ist. Das Mädchen ist zu zart für die Ansprüche der Freier. Weil der Zuhälter sie immer wieder auf den Straßenstrich schickt, ist sie krank geworden.

Eines Tages wird sie von einem Immobilienspekulanten engagiert, der sich selbst als der reiche Jude bezeichnet. Dieser erwartet von ihr nicht sexuelle Dienstleistungen, sondern nur, dass sie ihm zuhört. Dafür bezahlt er sie großzügig; sie wird selbst reich, zugleich aber einsam: Die anderen Strichmädchen wenden sich ebenso von ihr ab wie Raoul, der homosexuell wird.

Der Spekulant benutzt sie, um sich zu rächen; über Lily will er an deren Vater Müller kommen – der auch als Transvestit in einer Bar singt. Der reiche Jude macht Müller für den Tod seiner Eltern verantwortlich. Von der Tochter zur Rede gestellt, erweist sich der Vater als Prototyp des überzeugten nationalsozialistischen technokratischen Mörders, der von der Richtigkeit seines Handelns überzeugt bleibt.

Lily verzweifelt an dieser Situation; auf ihren Wunsch hin tötet der Immobilienmakler sie, für ihren Tod wird ihr ehemaliger Zuhälter Raoul verantwortlich gemacht.

Das Geschehen spielt in der düsteren Atmosphäre einer maroden, verrotteten Stadt, bei deren Sanierung sich Politiker und Immobilienspekulanten gegenseitig in die Taschen arbeiten, unterstützt vom korrupten Polizeipräsidenten." (WikiPedia)

Siehe auch "Rainer Werner Fassbinders "Der Müll, die Stadt und der Tod" - ein antisemitisches Stück?, Vortrag von Peter Menne vor der Kunstgesellschaft Frankfurt im Club Voltaire Frankfurt am Main, 15.04.2014

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