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»Die Flut sagte zum Fischer: Für das Toben meiner Wellen gibt es viele Gründe. Der wichtigste davon ist, dass ich für die Freiheit der Fische und gegen das Netz bin.« Sherko Bekas

135. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Murnau: Schloß Vogelöd (1921)

Heute vor 135 Jahren wurde Friedrich Wilhelm Murnau geboren. Heute ist er meist für seinen 1922 gedrehten Nosferatu, eine Symphonie des Grauens bekannt, der bei uns bereits mehrfach lief. Wir zeigen heute seinen ersten erhalten gebliebenen Horrorfilm, Schloß Vogelöd aus dem Jahr 1921: "Eine Männergesellschaft trifft sich zu einer mehrtägigen Jagd auf Schloss Vogelöd, wo Herr von Vogelschrey der Gastgeber ist, doch strömender Regen macht das Vergnügen zunichte und die Gäste vertreiben sich ihre Zeit im Inneren des Schlosses. Auch der nicht geladene Graf Johann Oetsch erscheint. Er wird von den anderen Jagdteilnehmern gemieden, da er im Rufe steht, vor einigen Jahren seinen Bruder Peter erschossen zu haben. Dieses Gerücht wird von einem ehemaligen Landgerichtsrat genährt.

Die Witwe des Bruders, die wiederverheiratete Baronin Safferstätt, wird ebenfalls erwartet - was die Situation unangenehm für den Gastgeber macht. Graf Oetsch ignoriert dies und bleibt. Die Baronin ist bei ihrem Eintreffen entsetzt und entschlossen wieder abzureisen. Die Kunde vom Eintreffen des mit ihrem früheren Mann verwandten Pater Faramund hält sie zurück; sie will bei ihm die Beichte ablegen.

In den folgenden Tagen bezichtigen sich Oetsch und die Baronin - sowie der Baron - gegenseitig des Mordes am Bruder des Grafen. Gleichzeitig, in Rückblenden, erfolgt eine etappenweise Beichte der Baronin, dass ihre Ehe alles andere als harmonisch verlaufen sei. Ihr Ehemann sei mehr und mehr an geistigen Dingen interessiert gewesen als an ihr, sodass sie sich im Beisein des Barons Safferstätt, eines Freundes ihres Mannes, etwas „Böses“ gewünscht habe - was dieser wiederum falsch verstanden und ihren Mann daraufhin erschossen habe. Die gemeinsame Schuld habe schließlich sie und den Baron heiraten lassen, ohne etwas anderes füreinander zu empfinden als Leere.

Der Pater nimmt seinen falschen Bart und seine Perücke ab und offenbart sich als Graf Oetsch, der nunmehr seine Unschuld beweisen kann. Baron Safferstätt erschießt sich. Der echte Pater Faramund erreicht schließlich das Schloss."



Zuletzt bearbeitet am 28.12.2023 16:43

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