trueten.de

»Vielleicht interessierst du dich nicht für den Krieg, aber der Krieg interessiert sich für dich.« Lew Dawidowitsch Bronstein aka Leo Trotzki

Arbeits- und Lebensbedingungen in den USA

Sehenswerte Fotoreportagen und lesenswerte Stories über die in den hiesigen Medien oft nur im Nachtprogramm gezeigten Arbeits- und Lebensbedingungen zur Kultur, aber auch zum Kampf um Frieden in den USA finden sich bei
Laundry worker
David Bacon.

An immigrant worker from India feeds napkins into an ironing machine in an industrial laundry in Oakland

(Indische ImmigrantInnen beim Beschicken einer Dampfbügelmaschine in einer Großreinigung in Oakland)

Fotos zum Fest zum 25 jährigen Bestehens der Föderation der demokratischen Arbeitervereine (DIDF)

Knapp 9.000 Besucher, zahlreiche kulturelle Beiträge mit Volkstänzen, traditoneller Musik ebenso wie Ethnorock und Hiphop, Reden von Hüseyin Avgan (DIDF), Oscar Lafontaine, Tobias Pflüger, Levent Tüzel (EMEP) und anderen, Ausstellungen, Filme zur Geschichte der DIDF, Infostände unter anderem der DIDF Jugend, PDS/Linke, WASG und MLPD sowie die Montagsdemobewegung prägten das internationalistische Fest zur Feier des 25 jährigen Bestehens der Föderation der demokratischen Arbeitervereine (DIDF) vom vergangenen Samstag den 13.5.2006

Die Tageszeitung Junge Welt schreibt dazu in ihrer morgigen Ausgabe:

Fest am 13. Mai in der Grugahalle in Essen.

Gemeinsam stark


Essen: Dachverband türkischer Arbeitervereine feierte sein 25jähriges Bestehen. 8500 besuchten das Festival

Alle zwei Jahre lädt die türkische Föderation der demokratischen Arbeitervereine (DIDF) ihre Mitglieder und Sympathisanten zu einem Fest ein. Das diesjährige Festival am Samstag in der Essener Gruga-Halle war dabei in mehrfacher Hinsicht eine Besonderheit. Wie nie zuvor stand das Großereignis im Zeichen der Zusammenarbeit von linken Kräften.

Die bedeutendsten linken Organisationen in Deutschland hatten ihre Informationsstände aufgebaut, viele weitere schickten Grußworte nach Essen. Gratulationen von Claudia Roth (Grüne), Ulla Jelpke (Linkspartei), der WASG NRW, der DKP und der Gewerkschaften ver.di und IG Metall wurden verlesen. Gemäß ihrem Selbstverständnis gestaltete die DIDF ein deutsch-türkisches Kulturprogramm. Den Höhepunkt des Abends bildeten "Kardes Türküler" mit ihren türkischen, kurdischen und arabischen Liedern.

Mehrere Redebeiträge begleiteten das achtstündige kulturelle Programm, das von sieben türkischen Fernsehteams in die Türkei und ganz Europa übertragen wurde. Die größte Zustimmung erhielt der Bundestagsfraktionsvorsitzende der Linken, Oskar Lafontaine. Er warnte vor einer Aggression im Iran und griff die falsche Außenpolitik Deutschlands an. Auch innenpolitische Fragen sprach er an: "Wir haben uns in Deutschland viele Jahre lang eine unsinnige Debatte geleistet: die Debatte darüber, ob wir ein Einwanderungsland seien oder nicht", sagte Lafontaine und fuhr fort: "Seit vielen Jahren haben wir Migrantinnen und Migranten in Deutschland, die unser Leben und unsere Kultur bereichert haben". "Gemeinsam sind wir stark!" rief er den Zuhörern zu. Immer wieder wurde er während der Rede von Sprechchören und tosendem Applaus unterbrochen. Der Fraktionsvorsitzende, dem in der Vergangenheit von Bürgerlichen Fremdenfeindlichkeit vorgeworfen worden war, äußerte sich zum ersten Mal in dieser Deutlichkeit zur Migration.

Der linke Europaabgeordnete Tobias Pflüger betonte, daß die Grenzen nicht zwischen den Menschen unterschiedlicher Herkunft, sondern zwischen Arm und Reich verlaufen. "Wir brauchen eine internationale Zusammenarbeit gegen Sozialabbau und Kriegspolitik, wir brauchen alle Kräfte", rief er die DIDF zu weiterer Zusammenarbeit auf. Der DIDF-Vorsitzende Hüseyin Avgan erklärte, die Föderation werde weiter an der Einheit der werktätigen Menschen arbeiten. Das Linksbündnis sieht er als wichtige Möglichkeit, den gemeinsamen Kampf zu stärken.


Herzlichen Dank nochmal für die herzliche Aufnahme! Weitere Info unter:



Natürlich ließen sich ein paar Bilder nicht vermeiden, verschiedene Bildereinstellungen kommen in den nächsten Tagen ins Archiv.

Klick auf das Bild für die Fotoserie

Hinweis:

Freunde von Åživan Perwer finden die Bilder

hier



Via
entdinglichung findet sich auch folgendes Video zum 25jährigen Jubiläum:

25 Jahre DIDF

Die Föderation der demokratischen Arbeitervereine (DIDF) feiert am kommenden Samstag, den 13. Mai in Essen ihr 25jähriges Bestehen




Im Aufruf zum Fest heißt es:


25 Jahre DIDF - Ein Fest der Freundschaft

Wir, die Föderation der demokratischen Arbeitervereine (DIDF), feiern am 13. Mai in Essen unser 25jähriges Bestehen. Seit nun mehr 25 Jahren setzen wir uns für ein friedliches und solidarisches Zusammenleben von Migranten und Deutschen ein. Und das wollen wir gemeinsam feiern.
Zusammenhalt ist heute nötiger denn je. Denn wir beobachten tagtäglich, wie die Unterschiede in der Lebensweise dazu ausgenutzt werden, um Nachbarn, Kollegen, Freunde und Mitschüler gegeneinander auszuspielen. Mal ist es die Religion, mal die Nationalität, die für die Spaltung der Menschen ausgenutzt wird.
Erinnern wir uns einmal an die jüngsten Entwicklungen: Der Karikaturenstreit, der Loyalitätstest in Baden-Württemberg und dann die 100 Fragen in Hessen... All diese Dinge sind ein Versuch, das Miteinander der Kulturen zu schädigen. Und das geht nicht nur in Deutschland so. Spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wird weltweit eine paranoide Vorstellung vom “Kampf der Kulturen- verbreitet. Rassisten, Fundementalisten und andere reaktionäre Politiker und Prediger reiten seitdem auf dieser Welle. Wir dagegen wollen denen mit unserem Fest eine klare Absage erteilen.

Für Arbeit und Bildung
Unser Fest findet in einer Zeit statt, in der Tausende Arbeiter für ihre Rechte kämpfen. Fünf Millionen Arbeitslose, Hart IV, Kürzungen im Gesundheitsbereich und Studiengebühren betreffen Migranten und Deutsche gleichermaßen. Mit jedem Tag verschlechtert sich die Lage für die Mehrheit der Menschen, während einige wenige Unternehmer immer reicher werden. Wehren wir uns gemeinsam gegen Arbeitslosigkeit und Sozialabbau, gegen die Verteilung des Reichtums von unten nach oben, fordern wir eine sichere Zukunft.

Für Frieden und Verständigung
Wir können durch Fernsehbilder nur erahnen, welches Elend und Leid der Irak-Krieg über die Menschen in der Region gebracht hat. Tausende Menschen mussten sterben, Bevölkerungsgruppen wurden aufeinander gehetzt. Schon bald wollen die USA mit ihren Verbündeten Iran angreifen, um ihre Gier nach Öl und Profit zu stillen.
Stärken wir die Friedensbewegung! Lassen wir nicht zu, dass weitere Verbrechen in unserem Namen begangen werden.

Sozialraub und Krieg sind kein Schicksal

Trotz aller Angriffe auf unsere Rechte: unsere Zukunft haben wir selbst in der Hand. Wenn wir alleine sind, können wir wenig erreichen. Doch wenn wir Schulter an Schulter, ohne nationale und religiöse Grenzen, für unsere Zukunft kämpfen, werden wir etwas verändern können. Die Arbeitskämpfe im öffentlichen Dienst und die Streiks in Frankreich sind beste Beispiele dafür.

Zusammen sind wir stark
Unser Festival ist ein Zeichen gegen Spaltung und Sozialraub. Unsere Stärke ist die Vielfalt unserer Kulturen und unser Zusammenhalt. Kommt nach Essen! Gemeinsam werden wir unseren Forderung nach einer gerechten Gesellschaft und einer Welt ohne Kriege Ausdruck verleihen.


KONTAKT UND TICKETS:
Berlin 0170 / 314 22 73
Bielefeld 0177 / 720 51 74
Bochum 0177 / 788 89 55
Braunschweig 0163 / 159 69 78
Bonn 0178 / 749 08 25
Darmstadt 0162 / 676 89 43
Dortmund 0178 / 808 91 21
Düsseldorf 0177 / 236 63 82
Duisburg 0162 / 159 67 63
Essen 0179 / 238 20 25
Frankfurt 0177 / 318 68 17
Gelsenkirschen 0176 / 244 98 632
Geislingen 0176 / 251 94 520
Hamburg 0172 / 469 50 56
Hamm 0177 / 654 53 50
Hanau 0172 / 657 75 31
Karlsruhe 0171 / 247 27 60
Kassel 0178 / 811 30 39
Kiel 0172 / 424 93 01
Köln 0177 / 168 76 86
Krefeld 0177 / 370 88 89
Lüdenscheit 0173 / 511 51 69
Mannheim 0176 / 238 22 712
Münih 0151 / 155 06 658
Nürnberg 0176 / 228 71 340
Stuttgart 0162 / 968 56 80
Siegen 0173 / 699 38 90
Ulm 0171 / 144 55 34

300 Teilnehmer bei 1. Mai Kundgebung in Esslingen

Ungefähr 300 Kolleginnen und Kollegen nahmen an der 1. Mai Kundgebung auf dem Marktplatz in Esslingen teil. Besonders die Panasonic Kollegen prägten mit vielen Transparenten und Sandwiches die Kundgebung, auf der Gerhard Frank, Vorsitzender des DGB-Ortsverbands Esslingen und Sieghard Bender (IG Metall) sprachen.

In ihren Reden wendeten sie sich insbesondere gegen die Profitgier der Konzerne, gegen die Pläne der Regierung für Rente ab 67. Besonders wurde die Verantwortung für die Jugend hervorgehoben, aus der sich Unternehmen und Regierung weitgehend verabschiedet hätten. In einem Klima der Perspektivelosigkeit würden auch Faschisten und andere Reaktionäre Zulauf bekommen. Das muss unterbunden werden.

Fragen einer positiven gesellschaftlichen Perspektive und eines notwendigen gesamtgesellschaftlichen Kampfes gegen diese Probleme waren allerdings eher unkonkret und diffus.

Die Ergebnisse der Tarifrunden bei ver.di und IG Metall wurden als positiv bewertet, die Gewerkschaften haben positve Mitgliederzuwächse zu verzeichnen.

Zu Kritik verschiedener Gruppen wie die Alternative bei Daimler - Chrysler in Untertürkheim und Mettingen wurde sich nicht geäußert.

Die "Esslinger Zeitung" schreibt in ihrem Bericht:


"... Bender wehrt sich gegen das Gespenst der Globalisierung. Warnend verweist er auf Frankreich. Wenn die Große Koalition den Kündigungsschutz angreife, könne das Nachbarland ein Beispiel liefern, wie man eine Regierung in die Knie zwingt. Auf lokaler Ebene kündigt er Unternehmern an, dass sie an den Pranger gestellt werden, wenn sie ihre Belegschaften erpressen.
Panasonic-Belegschaft kämpft
Die Panasonic-Belegschaft aus Oberesslingen ist stark vertreten. Mit Transparenten protestieren Mitarbeiter gegen den Beschluss, den Standort zu schließen. Bender nimmt den Konzern in die Pflicht, der Belegschaft eine berufliche Zukunft zu eröffnen. Ein Konzern, der abholzt, muss auch wieder aufforsten, ruft er. Sollten die Verantwortlichen nicht einlenken, werde man während der Fußball-WM die Aktionen vor das Daimler-Stadion verlegen und die Weltöffentlichkeit mit dem Problem konfrontieren.
Deine Würde ist unser Maß, lautet das bundesweite Motto dieser Maikundgebung. Mit Sorge verfolgen Gewerkschafter, dass dieses Recht in einer Gesellschaft mit fünf Millionen Arbeitslosen antastbar geworden ist. Sie fordern ein geregeltes Einkommen, wozu für sie ein gesetzlicher Mindestlohn gehört. Nur so kann gewährleistet werden, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können, erklärt Bender, der sich dafür einsetzt, endlich Schluss mit der Angst vor der dem sozialen Absturz zu machen.
In Deutschland gibt es genügend Geld, um eine bessere Politik zu finanzieren, meint der Redner. Das Problem liege in der Verteilung. Wenn die jährlichen Erträge aus einem Privatvermögen von vier Billionen Euro nur zur Hälfte an den Staat abgeführt würden, so rechnet er vor, seien zusätzliche Einnahmen in Höhe von 100 Milliarden Euro möglich. Gleichzeitig bläst Bender zur europaweiten Fahndung nach Steuerflüchtlingen, wobei er Michael Schumacher als prominentesten Übeltäter einstuft."



Für die musikalische Umrahmung sorgte "Kehrwoch". Im Anschluss an die Kundgebung riefen Kollegen von Panasonic und der Montagsdemo zu einer Demo zum DGB Haus und anschließendem Besuch der Mahnwache bei Panasonic auf.

Klick auf das Bild für die Fotoserie zum 1. Mai in Esslingen

25-jähriges Jubiläum der DIDF - Für Arbeit, Bildung und Frieden

Am 13.05.2006 feiert ab 16:00 in der Grugahalle in Essen die Föderation der demokratischen Arbeitervereine e. V. DIDF ihr 25-jähriges Jubiläum unter dem Motto:

Gemeinsam sind wir stark



Redner u.a. : Oskar Lafontaine, Tobias Pflüger, Wolfgang Rhode, Levent Tüzel, Hüseyin Avgan und weitere...

Programm: Diether Dehm & Band, Kardes Türküler, HIPHOP Constellation u.a...

Weiteres in diesem Infoblatt
cronjob