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"Ich fürchte mich vor dem Tag, an dem die Technologie unsere Menschlichkeit übertrifft. Auf der Welt wird es nur noch eine Generation aus Idioten geben." Albert Einstein

Weltweiter Aktionstag für Kobanê

Seit Wochen konzentrieren sich die brutalen Angriffe des IS auf die größtenteils von KurdInnen bewohnte Stadt Kobanê an der türkisch-syrischen Grenze. Die Bevölkerung Kobanês leistet erbitterten Widerstand – bis jetzt konnte die Stadt gehalten werden. Wenn die Verteidigung zusammenbricht, droht nach Şengal ein neues Massaker. Weltweit wollen am 1. November Menschen auf die Ereignisse in Kobanê hinweisen und sich mit der dortigen Bevölkerung solidarisch zeigen.

Stuttgart, 30.10.2014: Für den 1. November rufen verschiedene Organisationen zu einer großen Solidaritätsdemonstration für Kobanê in Stuttgart auf. Beginn der Demonstration ist um 16 Uhr in der Lautenschlagerstraße (Stuttgart Hbf).

Kobanê ist einer von drei Kantonen der Region Rojava im Norden Syriens. Seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien hat die dortige Bevölkerung, unabhängig von der Regierung unter al-Assad und islamistischen Milizen wie der Al-Nusra, eigene demokratische Selbstverwaltungsstrukturen aufgebaut.

Im Rahmen der Angriffe auf Kobanê kam es weltweit zu Solidaritätsbekundungen an denen sich hunderttausende Menschen beteiligten. Am 1.11.2014 wird in Stuttgart eine zentrale Großdemonstration stattfinden. Dort soll auch die Beihilfe der Türkei für den IS und die fortlaufenden Waffenlieferungen Deutschlands an Saudi-Arabien und Katar thematisiert werden, die den IS jahrelang finanziell und logistisch unterstützt haben.

Weltweiter Aktionstag für Kobanê – für Menschenwürde Solidaritätsdemonstration in der Stuttgarter Innenstadt am 1. November 2014

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nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

BOLIVIEN
Der Staatshaushalt Boliviens wird durch den ersten eigenen Kommunikationssatelliten “Túpac Katari” im laufenden Jahr ein Plus von etwa 40 Millionen US-Dollar verzeichnen können. Dies teilte die bolivianische Raumfahrtbehörde (ABE) Anfang der Woche mit.

BRASILIEN
Zum vierten Mal in Folge konnte am Sonntag die brasilianische Arbeiterpartei PT eine Präsidentschaftswahl für sich entscheiden. Staats- und damit auch Regierungschefin bleibt für weitere vier Jahre Dilma Rousseff, in Brasilien meist einfach nur Dilma genannt, die 51,6 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen erhielt.

Der US-Bananenriese Chiquita hat das Übernahmeangebot des brasilianischen Fruchtsaftmultis Cutrale angenommen. Der US-Agrokonzern mit miesem Image als »Arbeitgeber« und blutiger Geschichte tritt damit eine Art Flucht nach vorn an.

CHILE
Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet ist zu einem Staatsbesuch in Berlin eingetroffen. Dort traf sie am Montag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck zusammen. Bachelet nahm außerdem an der dritten Unternehmertagung des Forums Chile-Deutschland teil.

KUBA
Erneut klares Votum der UN-Vollversammlung gegen Washingtons Wirtschaftskrieg: Mit 188 Stimmen für die von Havanna eingebrachte Resolution, zwei Stimmen dagegen und drei Enthaltungen hat die UN-Vollversammlung am Dienstag in New York erneut die Blockade der USA gegen Kuba verurteilt.

Die kubanische Tageszeitung “Granma” hat jüngst über das Eintreffen der zweiten Ärztebrigade informiert, die das Land im Kampf gegen Ebola nach Afrika entsandte. Sie besteht aus 39 Ärzten und 48 Krankenschwestern, die in Liberia und Guinea arbeiten werden.

URUGUAY
Bei den Präsidentschaftswahlen in Uruguay am gestrigen Sonntag hat Ex- Präsident Tabaré Vázquez vom Mittelinks-Bündnis Frente Amplio die meisten Stimmen erreicht. Nachwahlumfragen zufolge kann er rund 46 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich verbuchen. Zweitplatzierter und damit Vázquez` Konkurrent in einer Stichwahl am 30.November ist Luis Lacalle Pou von der NationalenPartei (PN) mit rund 35 Prozent.

VENEZUELA
Der Präsident Venezuelas hat sich angesichts zuletzt gefallener Erdölpreise zuversichtlich gezeigt, dass dies die venezolanische Wirtschaft nicht gefährde. “Es wird weder eine Katastrophe noch einen Kollaps geben”, erklärte Nicolás Maduro gegenüber Medien.

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat Innen- und Justizminister Míguel Rodríguez Torres am vergangenen Freitag entlassen. Zu seiner Nachfolgerin wurde die bisherige Verteidigungsministerin Carmen Meléndez ernannt. Rodríguez Torres ist verstärkt in die Kritik geraten, seit bei einem Polizeieinsatz in Caracas am 7. September fünf Angehörige sogenannter Kollektive erschossen wurden.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 31. Oktober 2014