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»Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren.« Paul Valéry

"Um zu sein, muß der Mensch revoltieren, doch muß seine Revolte die Grenzen wahren, die sie in sich selbst findet und wo die Menschen, wenn sie sich zusammenschließen, zu sein beginnen." A. Camus

Heute vor 58 Jahren starb Albert Camus mit nur 46 Jahren bei einem Autounfall. 1957 erhielt das ehemalige Mitglied der Rèsistance Gruppe Combat und maßgebliche Mitarbeiter der gleichnamigen Zeitschrift den Literaturnobelpreis. "Camus wandte sich in seinen Reden und Schriften gegen alle autoritären Staatsformen, insbesondere gegen den stalinistischen Sozialismus. Es ist jedoch keineswegs so, dass er Befürworter einer parlamentarischen Demokratie war. Vielmehr vertrat Camus einen Anarchosyndikalismus, bei dem die Produktionsmittel in den Händen der Gewerkschaften liegen. Bereits 1944 wünschte er sich eine „internationalistische Ökonomie, in der die Rohstoffe verstaatlicht werden, der Handel kooperativ organisiert und die kolonialen Absatzmärkte allen zugänglich gemacht werden und das Geld selbst Kollektivstatus erhält.“ Wenig später forderte er die „Vereinigten Staaten der Welt“, die „Abschaffung der Lohnarbeit“ und, „die Gewerkschaften an der Verwaltung des Volkseinkommens zu beteiligen“. 1951 betonte er zusammenfassend: „Meine Sympathien gelten den libertären Formen des Syndikalismus.“[19]"



Über den idealisierten Arbeiter

Eric Arthur Blair aka George Orwell (1943)
"Ich mache mir nichts Besonderes aus dem idealisierten -ºArbeiter-¹, wie er sich in den Gedanken des bürgerlichen Kommunismus spiegelt. Wenn ich aber einen lebendigen Arbeiter aus Fleisch und Blut im Kampf mit seinem natürlichen Feind, dem Polizisten sehe, brauche ich mich nicht zu fragen, auf wessen Seite ich stehe."

George Orwell [1938]: Mein Katalonien. Bericht über den Spanischen Bürgerkrieg, Diogenes 1975, S. 155

Blogkino: Il mio nome è Shanghai Joe (1973)

Heute zeigen wir in der Westernserie unserer Reihe Blogkino den 1973 mit Eastern Elementen erschienenen "Spagetti Western" "Il mio nome è Shanghai Joe". Zu diesem auf seltsame Weise auch heute noch politisch durchaus aktuellen Mix schreibt Wikipedia: "Shanghai Joe, ein in fernöstlicher Kampfkunst bewanderter Chinese, kommt 1882 in San Francisco an und sucht eine Arbeit. Selbstbewusst bewirbt er sich um eine Anstellung auf einer Ranch; die dort schon beschäftigten Arbeiter lassen den dürren, offenbar schwächlichen Joe ihren Rassismus und ihre Überheblichkeit spüren, während sie versuchen, ihn in seine Schranken zu weisen. Mit seinen Karatekünsten besiegt er jedoch alle Gegner und wird von Kay, dem Vormann des reichen Spencer, als Cowboy engagiert, der den Treck der Rinder nach Mexiko begleiten soll. Auf der Reise entdeckt Joe bald, dass die eigentliche Ware des Trecks mexikanische Arbeiter sind, die über die Grenze geschmuggelt werden sollen. Als der Sheriff und seine Leute den Treck anhalten, können Kay und seine Leute die Peons töten und fliehen. (...)"



Januar

Erich Mühsam kurz vor seinem 50. Geburtstag.
Quelle: Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 146-1981-003-08

Anno 1913 schuf Erich Mühsam einen im Grunde noch heute gültigen Kalender. Die Tage, in denen diese Zustände auf dem Müllhaufen der Geschichte landen werden, rücken näher. Anlässlich dessen 105. Jahrestages beginnen wir jeden Monat in diesem Jahr mit dem entsprechenden Text.

Januar:

Der Reiche klappt den Pelz empor,
und mollig glüht das Ofenrohr.
Der Arme klebt, daß er nicht frier,
sein Fenster zu mit Packpapier.

Erich Mühsam, 1878-1934

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