
Foto FAU Berlin
Dazu erklärt Enrico S., der den Konflikt für die FAU Berlin als Gewerkschaftssekretär betreut:
„Dass wir von den bis heute offenen 6000 Euro keinen Cent gesehen haben deuten wir so, dass sich die Geschäftsführung über Vereinbarungen und geltendes Recht hinwegsetzt, nicht nur unseren Mitgliedern sondern auch uns als Gewerkschaft gegenüber.“
Die Kommunikation der Verantwortlichen der Superfoods UG bezeichnet die FAU Berlin als Hinhaltetaktik. Paral lel zum öffentlichen Druck hat die Gewerkschaft rechtliche Schritte eingeleitet.
Dazu erklärt Cosmo B., eines der betroffenen Mitglieder:
„Unsere Forderungen sind nicht nur eine rechtliche Frage, sondern auch eine Frage der Gerechtigkeit. Wir sind alle drei Immigrant*innen und sind es leid, ignoriert zu werden, weil wir nicht deutsch und nicht reich sind. Wir brauchen das Geld zum Leben. Wie Superfoods seine Beschäftigten behandelt darf nicht unwidersprochen bleiben.“
Croma R., ein weiteres betroffenes Mitglied, fügt hinzu:
„Da wir alle drei betroffenen Kolleg*innen Migrant*innen sind, wenig Deutsch sprechen und nicht so viel Ahnung von deutschem Arbeitsrecht haben, ging das Unternehmen wahrscheinlich davon aus, dass wir nicht lange für unsere ausstehenden Löhne kämpfen würden.“
Die FAU Berlin fordert im Sinne ihrer Mitglieder Superfoods auf, die offenen Ansprüche unverzüglich zu zahlen.
Am 23. Februar ruft die FAU Berlin zu 12.30 Uhr erneut zu einer Kundgebung vor dem Café in der Schlüterstraße 37 in Berlin-Charlottenburg auf.
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