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"Das "Vaterland" ist der Alpdruck der Heimat." Kurt Tucholsky

Geduldspiele...

Horkheimer (links) mit Theodor W. Adorno (vorne rechts) und Jürgen Habermas (hinten rechts) in Heidelberg, 1964
Foto: Jeremy J. Shapiro / CC-BY-SA-3.0

"Das Studium der Philosophie erfordert also eine besondere Art von Geduld: sie öffnet sich nur einem Verständnis, das nicht in jedem Augenblick alles schon zu verstehen beansprucht. Praktisch heißt das nichts anderes, als daß man am besten einmal einen philosophischen Text sich aussucht, zu dem man sich hingezogen fühlt, und ihn liest, auch wenn man zunächst darin nicht alles versteht. Manches erklärt sich durch Insistenz. Wo man liebt, versteht man. Intelligenz ist kein abgespaltenes Vermögen der Seele, sondern verflochten mit dem, was einen bewegt, was man will. Die Kraft des Beharrens vor dem Gedanken geht weit hinaus über das, was die sogenannte Bildung beistellt."

Theodor W. Adorno

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Comments

    • Posted byJue.So Jürgen Sojka
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    Philosophie – Ohje, ohje! Was steht denn da geschrieben, von Theodor W. Adorno?? – dem deutschen Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und auch Komponist, der am 11.09.1903 in Frankfurt geboren wurde.
    "Das Studium der Philosophie erfordert also eine besondere Art von Geduld: ..."
    Tatsächlich erfordert das, was die Grundlage für philosophisches Denken, und damit der gesprochenen Worte, bedingt, etwas völlig anderes!! Das, im Übrigen, was jedem 3jährigen Kind zugesprochen werden kann, vorhanden und abrufbar ist:
    Gesunder Menschenverstand und gesundes Rechtsempfinden mit
    psychosozialer Intelligenz und emotionaler Intelligenz
    vorgeburtlich ausgestattet und jederzeit anwendbar!
    Wow! Tatsächlich?!
    Kinder, bis zu ihrem 4ten Geburtstag, sich selbst wohl erziehend!!
    So sie den dies beibehalten – bis ins hohe Alter sich also _nicht_ "zum lieb Kind erziehend" – so ist das eigenständige Denken und Handeln jederzeit gegeben |:-))

    Nehmen wir nun, aus der nicht mehr existenten Wochenzeitschrift SONNTAG AKTUELL (26.07.2009), einen Sinnspruch:
    Diktatur: Wenn sich alle an Spielregeln halten, die keiner billigt.
    Ron Kritzfeld (Pseudonym) dt. Chemiekaufmann
    Der deutsche Aphoristiker, Frei-Denker, Humorist und Humanist J. Eichelhaeher wandelt diesen Sinnspruch in eine plausible Wortzusammenstellung, die dem Tatsächlichen entspricht – doch dieses im folgenden Antwort-Kommentar auf diesen Kommentar |;-)

    Also an dieser Stelle zwei weitere Zitate von Theodor W. Adorno:
    „Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in
    der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der
    Faschisten in der Maske der Demokraten.“
    Erziehung nach Auschwitz, Erziehung zur Mündigkeit. Suhrkamp, 1. Auflage 1971, ISBN 3-518-36511-8, S. 88

    „Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von
    der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich
    dumm machen zu lassen.“
    Minima Moralia. Suhrkamp, 22. Auflage 1994, ISBN 3-518-01236-3, S. 67
    Comments (2)
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    • Posted byJue.So Jürgen Sojka
    • on
    Theodor W. Adorno
    Seine Arbeiten als Philosoph und Soziologe stehen in der Tradition von Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Karl Marx und Sigmund Freud. Mit seiner Gesellschaftskritik war er neben Max Horkheimer einer der Begründer und Hauptvertreter der als Frankfurter Schule oder Kritische Theorie bekannten Denkrichtung.
    „Nur am Widerspruch zwischen dem, was etwas zu sein
    beansprucht, und dem, was es wirklich ist, läßt sich das
    Wesen einer Sache erkennen.“
    WIDERSPRÜCHE Heft 29: Politische Bildung 1988
    Kritische Theorie und Pädagogik | Eine Begegnung und ihre Folgen von Andreas Gruschka

    Zum Sinnspruch Diktatur: Wenn sich alle an Spielregeln halten, die keiner billigt.
    von Ron Kritzfeld (Pseudonym) dt. Chemiekaufmann
    2010.07.03 07:29 Uhr etwas abgewandelt – denn es halten sich ja nicht
    alle an diese Spielregeln – jene, die diese Spielregeln aufgestellt haben,
    taten dies nur zur Anwendung für Andere / Andersdenkende – zudem muss
    es ja solche geben, die zu leiden haben; sonst macht es ja keinen Spaß –
    jenen die ihren Spaß am Leid anderer haben wollen.

    die plausible Wortwahl
    „Diktatur: Wenn sich diejenigen, die unterdrückt werden,
    an Spielregeln halten,
    die von ihnen nicht gebilligt werden!“
    von J. Eichelhaeher (?-?) deutscher Aphoristiker,
    Frei-Denker, Humorist und Humanist<
    im Juli 2010 + 09.04. 2011

    Im Wissen liegt das Verständnis für das Sein,
    das Sein dessen, das uns umgibt
    und das eigene Sein!
    von J. Eichelhaeher (?-?) deutscher Aphoristiker,
    Frei-Denker, Humorist und Humanist


    2010.11.14 05:20 Uhr Reformation – Gegenbewegung
    Martin Luther
    Thesen an’s Kirchentor geschlagen;
    die 10 Gebote hätten genügt!
    Ist das eine Reformation? Nein, es ist eine
    Rückbesinnung auf bestandenes, schon mal
    da gewesenes, jedoch missachtet und vergessen!

    von J. Eichelhaeher (?-?) deutscher Aphoristiker,
    Frei-Denker, Humorist und Humanist <
    14.11. 2010 + 09.04. + 12.07. + 05.10.2011


    2010.10.19 15:52 Uhr in Beziehungsgemeinschaft sinkt Niveau

    Wenn Kinder sich, den Bezugspersonen unterordnend,
    "Lieb Kind sein" wollend verhalten, so geben sie damit
    ihre Eigenständigkeit, ihr Frei-Denken auf!
    Damit sinkt, in einer Beziehungsgemeinschaft,
    von Generation zu Generation, das Niveau und
    die Anzahl der eigenständigen Persönlichkeiten
    und Frei-Denker, stetig weiter ab.


    So wie dies, eindrücklich, in der BRD zu betrachten ist.
    Hier ist das Niveau der Interessengruppen, der Politiker,
    der Richter, der Staatsanwälte, der Polizisten, der Lehrer/
    Lehrenden und aller sich in Staatsdiensten befindenden,
    derart tief gesunken, dass nicht einmal mehr Ansätze von
    e i g e n s t ä n d i g e m _Denken_ zu erkennen sind!

    von J. Eichelhaeher (?-?) deutscher Aphoristiker,
    Frei-Denker, Humorist und Humanist
    und Supervisor der Supervisoren<
    19.10. + 02+06.+23.11.2010 + 15.04. + 08.+09.+21.05. +
    12.06.2011 + 05.05.2012


    2010.08.01 10:20 Uhr dm-Journal
    Jeanne Hersch
    Geb. 13.07. 1910 in Genf, Philosophin (+ 05.06. 2000)

    "Wer nicht sieht, dass man - wie schwer es auch ist -
    selbst dafür verantwortlich ist, aus sich einen freien
    Menschen zu machen, hat noch niemand erzogen ..."
    Comments (2)
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