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"Apropos, ich lege hier für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, daß ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwenglichen Dummheit verachte, und mich schäme, ihr anzugehören." Arthur Schopenhauer

Gedenken an die Novemberpogrome

Foto: © MiKa / Umbruch Bildarchiv Berlin
„Es ist geschehen und folglich kann es wieder geschehen.“

(Primo Levi)

Diesem Gedanken verpflichtet folgten am 9. November 2019 über 700 Menschen dem Aufruf zur Gedenkveranstaltung am ehemaligen Güterbahnhof Levetzowstraße in Moabit. Auch 81 Jahre nach den Pogromen auf jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger und deren Geschäfte und Wohnungen scheint heute das Erinnern wichtiger denn je.

Der Zeitzeuge Peter Neuhof sprach auf der Veranstaltung über seine Geschichte. Er wurde 1925 geboren und überlebte als Sohn eines jüdischen Vaters durch, wie er selbst sagt, »unwahrscheinliche Glücksumstände« den Faschismus.

Mit einer Trauerminute wurde an Vera Friedländer und ihre Verdienste um den Antifaschismus erinnert. „Wir trauern zutiefst um unser Mitglied, unsere Freundin Vera Friedländer. Sie ist am 25. Oktober im Alter von 91 Jahren gestorben. Auch sie hat vor einigen Jahren auf unserer Kundgebung zum 9. November gesprochen und uns auf zahlreichen Veranstaltungen unterstützt und begleitet. Sie wird uns sehr, sehr fehlen.“

Nach weiteren Redebeiträgen von Ken Berlin der Hashomer Hatzair und Musik der Gruppe Zhetwa startete die alljährliche Gedenkdemonstration zum Deportationsmahnmal an der Putlitzbrücke.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv

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