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»Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren.« Paul Valéry

50. Todestag: Holger Meins - Starbuck

Heute ist der 50. Todestag von Holger Meins. Um der Verdrängung der Erinnerung an diesen Teil linker Geschichte - nicht nur von Staats wegen, sondern gerade auch in Teilen der Linken selbst - entgegenzuwirken, sie vielmehr zu bewahren und die richtigen Lehren zu ziehen zeigen wir den Film "Starbuck - Holger Meins" von Gerd Conradt und fügen weitere Links und Informationen bei. Der Film wird auch am Montag, 11.11.24, 19:30 im Regenbogenkino, Berlin Kreuzberg gezeigt, im Anschluss gibt es ein Gespräch mit dem Regisseur. Siehe dazu seinen aktuellen Beitrag.

Heute Abend gibt es eine Infoveranstaltung und Diskussion zum 50. Todestag von Holger Meins mit Karl-Heinz Dellwo und Gabrielle Rollnik in der Politbibliothek in Bern (Holligerhof 8) um 19.30 Uhr.


  • Bilder von Holger Meins, gemalt Mitte der 60er, als Student an der Filmakademie Berlin sowie Fotos.

  • Rekonstruktion eines Films von Holger Meins "Wie baue ich einen Molotow-Cocktail?".

  • Oskar Langenfeld - Film von Holger Meins über einen TB-kranken obdachlosen Lumpensammler aus Berlin-Kreuzberg. Holger Meins lebte einige Wochen mit diesem Mann und durchlief mit ihm seine taeglichen Stationen bis hin zum Männerwohnheim, wo Oskar Langenfeld, kurz nachdem der Film fertig war, starb. Während der Arbeit an dem Film und im Film selbst ist jene Konsequenz und Kompromisslosigkeit spübar, die sich durch Holgers ganzes Leben bis hin zu seinem Tod zog. Das Portrait dieses alten Mannes ist eindringlich und genau. Er kann sich durch Sprache fast nicht mehr verständigen. Jedes Wort wird von einem trockenen, nicht enden wollenden Husten unterdrückt. Der Husten wird zur Sprache, in ihm erschöpft sich die ganze Lebenskraft des alten Mannes." Siehe auch Deutsche Film-  und Fernsehakademie Berlin (DFFB) zum Film.

  • Holger Meins auf der Website der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb)

  • Holger Meins Gespräche mit seinem Vater und Biographisches sowie kurze Impressionen aus der RAF.

  • Margrit Schiller über Holger Meins.

  • Gespräch mit Harun Farocki über den Filmstudenten Holger Meins und seinen Weg in die RAF.

  • Haftstatut von Holger Meins

  • Am 10. November 1974, einen Tag nach dem Tod von Holger Meins wurde Kammergerichtspräsident Günter von Drenkmann (Der höchste Richter Westberlins)  bei einem Entführungsversuch durch die Bewegung 2. Juni erschossen. Dazu deren 2. Flugblatt. Am darauf folgenden 11. November beteiligen sich an einer Großdemonstration zur Unterstützung der Hungerstreikenden und aus Protest gegen die Ermordung von Holger Meins in Westberlin über 15 000 Menschen.

  • „Wir werden in den Durststreik treten“ "SPIEGEL" - Fragen an Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin, und Jan-Carl Raspe.

  • Rudi Dutschke am Grab von Holger Meins: "Holger, der Kampf geht weiter". Deswegen angegriffen, schrieb er bald darauf in einem Leserbrief im Spiegel (PDF), er habe sich damit keineswegs mit den Aktionen von RAF und Bewegung 2. Juni solidarisieren wollen. Den einen Tag nach dem Tod von Holger Meins von der Bewegung 2. Juni verübten Mord am Präsidenten des Berliner Kammergerichts, Günter von Drenkmann, bezeichnete Dutschke als „in der reaktionären deutschen Tradition“ stehend. Es sei ihm vielmehr um den Kampf für menschenwürdige Haftbedingungen gegangen: "das heißt für mich, dass der Kampf der Ausgebeuteten und Beleidigten um ihre soziale Befreiung die alleinige Grundlage unseres politischen Handelns als revolutionäre Sozialisten und Kommunisten ausmacht."

  • Brief von Renato Curcio – Gefangener der Brigate Rosse zum Mord an Holger Meins, Drenkmann und zur RAF.

  • Kommando Holger Meins: Besetzung der Westdeutschen Botschaft in Stockholm. Erklärung der RAF vom 24. April 1975.

  • Materialien im Archiv Schwarzer Stern.

Vielen Dank an H. für die Hinweise.


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