trueten.de

"Das Leben der Vornehmen ist ein langer Sonntag: sie wohnen in schönen Häusern, sie tragen zierliche Kleider, sie haben feiste Gesichter und reden eine eigene Sprache; das Volk aber liegt vor ihnen wie Dünger auf einem Acker." Georg Büchner

Prozessauftakt gegen den „NSU“ - Lokale antifaschistische Interventionen

Stuttgart/Ludwigsburg - Das Antifaschistische Aktionsbündnis Stuttgart und Region veranstaltet am 30.03.2013 zwei Kundgebungen anlässlich des Prozessauftaktes gegen den „Nationalsozialistischen Untergrund“ in Ludwigsburg und Stuttgart. Die Kundgebungen beginnen um 12:00 in Ludwigsburg am Marktplatz und um 15:00 am Stuttgarter Nordbahnhof.

Anton Huber, Pressesprecher des Antifaschistischen Aktionsbündnis Stuttgart und Region, erklärt: „Wir wollen den Prozessauftakt gegen Beate Zschäpe und weitere Unterstützer der terroristischen Organisation zum Anlass nehmen, um die Einwohner in Stuttgart und Ludwigsburg über die Schnittpunkte mit der lokalen Neonaziszene und die Anschlagspläne des „NSU“ in der Region aufzuklären.“

Für die beiden Kundgebungen wurde ein interessantes Programm auf die Beine gestellt. Neben mehrere Redebeiträgen und Stellwänden, die über den „Nationalsozialistischen Untergrund“ informieren, sind Flashmob-Aktionen geplant. Das Programm wird durch einen Infotisch abgerundet, welcher weiterführende Flugblätter und Broschüren zum den Thema NSU und antifaschistische Arbeit bereitstellt.

Zur bundesweiten Großdemonstration am 13. April fährt aus Stuttgart ein Bus. Unter dem Motto „Gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus – Verfassungsschutz abschaffen“ wollen antirassistische Initiativen, Gruppen und Parteien aus dem gesamten Bundesgebiet in München auf die Straße gehen.

Busfahrkarten für die Demonstration können im Infoladen Stuttgart, Böblingerstraße 105, 70199 Stuttgart-Heslach, von Montag bis Donnerstag zwischen 17:00 und 19:00 Uhr gekauft werden.

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
Das Verteidigungsministerium der USA hat die Militärausgaben in und für Lateinamerika deutlich erhöht. Zugleich setzen die Pentagonstrategen auf die Zusammenarbeit mit rechten Regierungen. Vor allem Kolumbien, Guatemala und Honduras - verstärkt seit dem Putsch 2009 - dienen als Aktionsbasen.

BOLIVIEN
Bolivien schützt größtes Feuchtgebiet: Das mit einer Fläche von mehr als sieben Millionen Hektar größte Feuchtgebiet der Erde - die »Llanos de Moxos« in Bolivien - steht seit kurzem unter Schutz.

KOLUMBIEN
Nach langen Jahren der Verfolgung und des Niedergangs haben Kolumbiens Gewerkschaften erstmals wieder Zuwächse zu verzeichnen. Das ist auch ein Erfolg der nationalen Gewerkschafts­schule Escuela Nacional Sindical in Medellín. Dort bilden sich die erfolgreichen Gewerkschafter/innen von heute fort.

KUBA
Wie hierzuland auch, kann der größte Teil der kubanischen Arbeiterschaft sich heute nochmal umdrehen und ausschlafen: Seit diesem Jahr ist der Karfreitag arbeitsfrei.

Die Aktualisierung des kubanischen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells soll nach einer Ankündigung von Vizepräsident Miguel Díaz-Canel »demnächst« in eine entscheidende Phase eintreten.

VENEZUELA
Die venezolanische Regierung hat am Mittwoch eine erneute Reform des Devisenhandels bekanntgegeben. Ein Zweitpreisauktionsverfahren soll dabei das bisherige Preisbandwechselsystem SITME ablösen.

Venezuelas geschäftsführender Präsident Nicolás Maduro hat die Opposition aufgefordert, in ihrer Kampagne gegen die Regierung des südamerikanischen Landes nicht zu weit zu gehen.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog. Ausgabe vom 29. März 2013