Göppingen: Ein erster Erfahrungsbericht

In Göppingen nahmen heute ca. 4000 Menschen zwischen 9:00 und 16:00 an antifaschistischen Aktivitäten gegen den Aufmarsch der NPD/JN teil. Sowohl ein breites Aktionsbündnis wie auch IG Metall und der DGB hatten zu einer Gegenkundgebung aufgerufen. Allein diese Kundgebung auf dem Marktplatz wurde von ca. 1200 bis 1500 Teilnehmern besucht. Wieviele Bürger darüber hinaus an den durch örtliche Vereine, Organisationen und Parteien organisierten Veranstaltungen teilnahmen ist uns momentan noch nicht bekannt.

Bilderserien : Widerstand gegen den Aufmarsch von NPD und JN am 23.09.2006 - Leni Breymeier DGB

Bei der Kundgebung sprachen sich neben Bernd Rattay, 1. Bevollmächtigter der IGM Göppingen - Geislingen auch Leni Breymeier, stellvertretende DGB Landesvorsitzende, Jugendvertretern von WMF in Geislingen und Allgaier, Uhingen auch der Bürgermeister Guido Till gegen den faschistischen Aufmarsch aus, wenn auch mit unterschiedlicher Gewichtung von Gegenaktivitäten und zum Teil deutlicher Unterschiede bei der Sicht der Ursachen.

Bilderserien : Widerstand gegen den Aufmarsch von NPD und JN am 23.09.2006 - Guido Till - OB von Göppingen - rechtfertigte die Politik der Stadt: "Zeigen wir den Rechten die kalte Schulter, ignorieren wir ihre dumpfen, ewiggestrigen Parolen und feiern wir zusammen ein Fest"

An dieser Auffassung gab es von Anfang an die Kritik, den Widerstand nicht auf das Schockenseegelände zu verlagern in Form eines Volksfestes (Und das am Starttag vom Cannstatter Wasen und eine Woche vor den Göppinger "interkulturellen Wochen" - als ob es keine Feste zu diesem Zeitpunkt gäbe) und den Faschisten damit die Stadt überlassen...

Bilderserien : Widerstand gegen den Aufmarsch von NPD und JN am 23.09.2006 - "Incredible Syndicate"

Eine beeindruckende Breakdance Show von "Incredible Syndicate" war der Schlusspunkt der Kundgebung, der sich dann das örtliche Programm unter anderem auf dem Schockenseegelände anschloss.

Bilderserien : Widerstand gegen den Aufmarsch von NPD und JN am 23.09.2006 - Erfahrungen mit dem Staatsapparat...

Im Anschluß an die angemeldete Kundgebung war allerdings ein wachsender Teil der Bevölkerung auf den Beinen, um mit verschiedenen spontanen Aktivitäten ein Zeichen zu setzen gegen den menschenverachtenden Aufzug der NPD/JN. Dieser wurde denen bekanntlich vom Gericht genehmigt, obwohl die Stadt Göppingen diesen Aufmarsch zuerst verboten hatte.

Bilderserien : Widerstand gegen den Aufmarsch von NPD und JN am 23.09.2006 - Polizeimacht am Bahnhof - Ausnahmezustand. Zur Verteidigung der demokratischen Rechte der Faschisten fährt die Polizei Wasserwerfer auf!!!

Die Stadt befand sich wie bereits vermutet, in einem regelrechten Ausnahmezustand: Ungefähr 1300 durchweg martialisch gekleidete Polizisten wurden aufgeboten, um einen Aufmarsch von bis zu 200 Faschisten durchzusetzen und zu schützen und das mit “äußerster Brutalität und Kaltschnäuzigkeit”, so ein Vertreter des Aktionsbündnisses gegen den Aufmarsch. Ständige Provokationen der Polizei führten mehrfach zu unnötigen Eskalationen und Festnahmen, zum Teil weit auch nach Ende der spontanen Demonstrationen und Blockaden. Wurden hier Sündenböcke für eine spätere Verunglimpfung der Gegenaktivitäten gesucht? Nicht zu aktzeptieren ist unserer Ansicht nach, daß sich einige Leute auf diese Provokationen eingelassen haben und versuchten, die Polizei mittels Eiern und Flaschen zu bekämpfen. Damit wurde wiederum der Polizei ein Anlass gegeben, gegen die ganze Demonstration einzuschreiten. Überhaupt kein Verständnis bringen wir für die abstoßende Sauferei einiger Punks auf. Alkohol hat grundsätzlich auf Demonstrationen nichts verloren! Das verführte wohl auch einige zu der Fehleinschätzung, man müsse hier und jetzt mittels eines Bauzauns auf die Polizei losgehen. Damit stellten sich diese Leute jedoch selbst über die spontane Demonstration und lieferten andere Demonstrationsteilnehmer einem unnötigen Risiko aus. Solche “Heldentaten” einzelner waren es allerdings, die von vorneherein der Stadt Göppingen dazu diente, den antifaschistischen Widerstand und die für den 23.9. geplanten Aktionen zu diskreditieren.

Bilderserien : Widerstand gegen den Aufmarsch von NPD und JN am 23.09.2006 - Die Polizei macht die Straße für die Faschisten frei - mit doppelten Reihen! Sieht so eine "erfolgreiche Demonstration" für die Faschisten aus??

Bereits am Bahnhof wurde mit 2 Wasserwerfern deutlich, daß die Polizei bereit war, den Faschisten die Straße frei zu machen. Im weiteren Verlauf wurden die Faschisten zum Teil auf Schleichpfaden, zum Teil auf der angemeldeten Route durch Göppingen geschleust. Dieser Aufzug war nur möglich, indem die Polizei zum Teil gleich 3 Straßen abriegelte, um die Faschos auf der mittleren Straße marschieren zu lassen.

Nichts kennzeichnet die Niederlage der Faschisten deutlicher!


Es kam laut Medienberichten (SWR3 usw.) zu ca. 26 Festnahmen auf Seiten der Gegendemonstranten. Von "Deeskalation" gab es aus unserer Sicht nichts zu sehen, im Gegenteil, es wurden unbescholtene Bürger und Demokraten z.T. mit Pfefferspray / Tränengas verletzt, diese mussten von Demosanitätern behandelt werden, Anwohner auf der Demostrecke konnten nicht in ihre Wohnungen hinein oder diese verlassen, Reisende konnten nicht vom bzw. zum Bahnhof usw.

Bilderserien : Widerstand gegen den Aufmarsch von NPD und JN am 23.09.2006 - Erschüttert über das Aufgebot

Vielen Bürgern wurde so das herrschende Demokratieverständnis vor Augen geführt: Während es den Faschisten erlaubt wird, am heutigen ersten Tag des jüdischen Neujahrs durch Göppingen zu marschieren, wurden die Göppinger Bürger in ihrer Bewegungsfreiheit drastisch eingeschränkt. Über Stunden war die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen, da der Bahnhof zugunsten der Nazis abgeriegelt war.

Nach Auswertung und Bearbeitung des Bildmaterials stellen wir in den nächsten Tagen weitere Fotos online, eine Dokumentation ist für arbeiterfotografie.de geplant.

In Kürze ist ebenso eine Erklärung des Aktionsbündnisses zu den gestrigen Ereignissen rund um den Naziaufmarsch zu erwarten.

Eine Einladung zum Auswertungstreffen erfolgt in den nächsten Tagen, der Termin dafür ist am 28.9.2006, voraussichtlich ab 18 Uhr.

Weitere Berichte:
Dieser Bericht auf IndyMedia - inclusive Auseinandersetzung um die Teilnehmerzahlen - sowie weitere Fotoreportagen anderer User auf IndyMedia: Teil 1 und Teil 2 und Teil 3

Bericht der IG Metall Esslingen vom 27.9.2006

Der SWR hat andere Zahlen und dokumentiert die offizielle Sicht der Dinge.

Korrekturen:Änderung der Zahl der Teilnehmer der Nazidemo, anfangs geschätzt auf 50 -80.
Begründung: Fotobeweise.

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Klischeepunk on :

Ahoi, ich seh mich gezwungen mich mal zu wort zu melden, nach der Scheisse die ich in diesem Artikel teils zu lesen bekommen hab. Ich bin einer von den widerlich saufenden Punks und wenn ich die Antifaaktivisten so gesehn hab muss ich sagen, stolz darauf zu sein.
Um ma einige Punkte anzumerken:
1. Die Demonstration war mehr als Planlos. Liebe Göppinger, wenn ihr versucht spontane Aktionen vom Zaun zu brechen, eine spontane Versammlung als Gegenaktivität anzubringen oder was auch immer, dann informiert die Leute. Ich kenn mich in Göppingen nicht aus. Ich war allein 2 Stunden auf der Suche nach irgendjemand der mir Tatsächlich helfen konnte mich durch die Stadt zu bewegen ohne mich zu verlaufen.
2. Liebe Antifa Kinder: Müll auf die Strasse schmeissen und dabei in 300 Meter entfernung vom Aufmarsch zu krähen, dass ihr was gegen rechte habt ist kein Widerstand sondern lächerlich
3. Wer schon unbedingt Flaschen und Steine werfen muss, soll das bitte nicht ganz mutig aus der 15 Reihe tun und den eigenen Leuten selbiges ins Gesicht dreschen.
4. Die "ach so besoffenen"Punks und Skinheads, waren neben einigen erwachsenen vom schwarzen Block die einzigen die ich gesehn hab, die gelegentlich mal ne Kreuzung gehalten haben, obwohl man keine Chance hatte, sie länger als 30 Sekunden zu halten.

Nächstes mal:
1. Infos
2. Regt euch mal nicht über "widerliche saufende Punks" auf, sondern organisiert Ernstzunehmende Gegenaktivitäten. Mehr als wegjagen lassen und dann mal n Bier zu trinken war gestern nicht.
3. Eine niederlage für die Faschos ja... Aber was "wir" uns geleistet haben war ein absolutes Armutszeugnis an "unser" organisationstalent. Wenn ihr keine Ahnung habt wie man ne Demo organisiert, wendet euch doch an erfahrene Leute und lassts nicht auf Chaos ankommen, das ist gefährlich für die Demonstranten, das löst unnötige Gewalt aus und es sorgt dafür, das man untereinander wesentlich mehr streit bekommt als mit Faschos. Hiermit Grüße von einem der widerlichen Punks, der sich sicher unterstützt ob er jemals wieder mit 40 Leuten durch Deutschland reist um für seine überzeugung einzustehn und sich dafür dann von den "eigenen" beleidigen zu lassen. Geht zurück in die Schule kinder.
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Dev@Null on :

Infos gab es mehr als genug auf den einschlägigen Seiten. Wenn ich mich nicht irre, unter anderem auch hier. Die Aktionen nach Kundgebungsende waren spontan.

Zum Alk: Die Ansage in dem Bericht ist ok. Es gab eine ganze Reihe Leute, die so zu waren, dass sie nicht mehr wußten, wo sie sind. Damit setzen sie sich selbst und andere einem unkalkulierbaren Riskio aus. Es gab z.B. Festnahmen wo sich die Betroffenen nicht mal bemerkbar machen konnten, geschweige denn dass ihre Kumpels wussten, wie die genau hiessen. Da kann einem auch kein Ermittlungsauschuss mehr helfen.

Den Erfolg kann man auch nach den Aktionen begiessen, während ist ein klarer Kopf angesagt.

Dass zukünftige Aktionen vor grösseren Herausforderungen stehen sehe ich auch so, aber Samstag konnten die Nasen kein Land gewinnen.

Grüsse!
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Klischeepunk on :

Es gab genug Infos? Dann frag ich mich wo diese am Samstag waren. Keiner konnte sagen wo die Strasse nu am Sinnvollsten zugemacht wird. Die Göppinger mit denen ich mich unterhalten hab, hatten keinerlei demoerfahrung. Direkt am Bahnhof abzuwarten war purer Irrsinn, die Strassen waren perfekt zum Kesseln. Sammelpunkte waren vllt einigen wenigen bekannt, aber die meisten wussten nichtmal wo sie gerade sind. Und ich sag nur die (Sitz)blockade versuche oberhalb des Marktplatzes... die Leute waren auf 4-5 (!) Kreuzungen verteilt, es hat sich nicht ein einziges mal eine gemeinsame Front gebildet.
Soviel zum Thema ausreichend Infos.

Zum Alk: Ja sich gnadenlos abzuschiessen ist bei ner Demo mehr als fehl am Platz, aber wenn ich mich beleidigen lassen muss, weil ich da nich absolut nüchtern und mit nem Logo gegen Bier aufkreuz, weiss ich auch nich.
1. Die Punks waren nicht die einzigen die getrunken ham.
2. Der großteil war maximal in nem Zustand wo schmerz nicht mehr viel ausmacht. Wir durften uns anfangs auch mit den netten Parteipropagandisten der MLPD rumärgern, weil wirs gewagt ham n Bierchen in der hand zu ham.
Das es einige übertrieben ham - keine Frage, aber das wird sich nie verhindern lassen, dann ists halt wichtig die von der Front zu drängen und zu versuchen sie rauszuhalten.

zum Punkt "die nasen konnten kein Land gewinnen" - das stimmt wohl, das ham die Bullen für sie erledigt. Und bei unseren ach so organisierten gegenaktivitäten waren sogar die WaWes nur Zierde. Den Tag als Sieg zu feiern seh ich als Selbstbetrug an.
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Dev@Null on :

Naja, organisatorische Probleme haben spontane Demonstrationen meist so an sich. Die Berichte hier belegen zumindest, daß man relativ froh sein konnte, _überhaupt_ eine angemeldete Kundgebung durchgesetzt zu bekommen:

http://www.trueten.de/plugin/tag/npd

Zudem wurden hier - meiner Kenntnis nach - bei weitem die meisten Informationen (Stadtpläne, Auflagen usw.) gepostet und zu Vorbereitungstreffen eingeladen.

Warst Du mit Deinen Vorschlägen bei diesen Treffen? Ich habe den Eindruck, daß die beteiligten Kräfte einiges darangesetzt haben, einen antifaschistischen Widerstand zu organisieren. Das, was Deiner Ansicht nach - wenn ich Dich richtig verstehe - darüber hinaus notwendig gewesen wäre, überstieg vielleicht auch die Möglichkeiten und den Charakter dieses Bündnisses und mit Sicherheit auch dieser Homepage. Aber wie man liest, gibt es ein Auswertungstreffen, vielleicht bringst Du Dich da ein.

Zum Alk nochmal: Ich bin auch kein Abstinenzler ;*) Aber erst kommt die Aktion, das Bier oder was auch immer am Feierabend. Demos sind eine ernste Sache, zumal gegen die Faschisten. Wie soll ich mit jemandem ernsthaft Action machen, der den Alk über die Demo stellt?

Die Polizei hat den Faschisten die Straße frei gemacht. Das kennzeichnet die Machtverhältnisse hier und natürlich auch die Kräfteverhältnisse vor Ort. Ich denke der politische Preis, der dafür bezahlt wird steigt in dem Maße, wie wir das aufzeigen.

Geht es nach der gleichgeschalteten dpa Berichterstattung hat der Widerstand in Göppingen keine Rolle gespielt. _Ich frage mich dann aber, wozu dann bloß soviel Polizeitruppen anwesend waren..._
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Klischeepunk on :

Naja eine letzte Antwort hier, bevor ich mit meiner Negativen Haltung zum Tag noch alle deprimier, aber wir können das auch gern per mail weiterführen, hab ich kein problem damit.
Nein ich war weder bei Vorbereitungstreffen noch werde ich zum Nachtreffen gehen - können. Ich - und da bin ich sicher nicht der einzige - muss mir die Kohle einteilen und überlegen wann ich wohin fahr. Es sind von hier bis Göppingen zwar nur knappe 70 km, aber auch die Kosten 20 Eur, welche ich erstmal haben muss. Natürlich wäre es wunderbar wenn ich einfach hin und her eiern könnt wie ich bock hätte, aber leider klappt das nicht.
Von daher ist es gerade bei spontanen Aktionen wichtig, dass es Leute gibt die gegenüber auswärtigen gezielt auskunft geben können und das irgendjemand der aus der Stadt kommt und sich auskennt vorhanden ist und einem den Weg zeigen kann.
Bspw. waren wir irgendwann mit nem Antifamenschen unterwegs der uns zwar in Richtung des Faschozuges gebracht hat, allerdings in ner Strasse die nen Bogen macht - hinter uns Bullen und am ende der Strasse ne von Bullen blockierte Kreuzung. Klar man kann durchbrechen wenn man genug Leute hat aber in ner gruppe von 10 bis max. 25 man hat das eher was mit Selbstmord als mit Aktion zu tun. Oder noch ein Beispiel, auch ne ältere Frau mit nem Antifa Plakat aufm Rücken zeigt uns auf nem Stadtplan ne Route, die die Faschos gehen sollen, wir drehen uns um, steht n Typ vor uns und meint falsche Infos, nimmt den Stadtplan und zeigt uns ne völlig andere Route (gegenrichtung), kommt n dritter dazu und faselt was von Marktplatz dicht machen ... Das sind keine "organisatorischen Probleme" das sind einfach Fehlinformationen die nicht sein müssten. Organisatorische Probleme warens, dass man's nie geschafft hat eine Front zu bilden, weil jeder meinte woanders stehn zu müssen.
Wie gesagt, ich werte den Tag als Niederlage auch wenn wir den Faschos n Teil der Route geklaut haben.
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DerRabe on :

joa ich denke das die strasen Blockaden so weit hinten kein erfolg verfhoft haben.

(...)


aber die härte wie sie durch gegangen sind is abscheulich ich hab festnamen gesehn wo sie nicht mal respect vor ner frau hatten es war wiederlich sobald man versucht hatte was dagegen zu machen bekamm man ne schlag stock drüber

(...)

und die polizei sollte menschen nicht 4 stunden festhalten

(...)

einer wurde mittags gegen 14 uhr rum fest genommen weil er auf der strase stand kamm aber erst mit mir abends gegen 20 uhr raus

sie ham mich zwar nicht hard angefasst aber mich soo abgeführt das ich keinem was sagen konnte aber mich bei denn braune vorbei füren konnten sie und mein gesicht ihn die menge halten



grüssle


Rabe
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HB on :

Der Bericht klammert wichtige Fragen des antifaschistischen Widerstands aus und verzichtet auf das Aufwerfen kritischer Fragen, wie den der antifaschistische Widerstand erfolgreich geführt werden kann.

Sicher war es ein Erfolg, dass viele Menschen sich trotz einer regelrechten Medienkampagne im Vorfeld, man solle die Innenstadt verlassen und die Demonstration der Jugendorganisation der NPD nicht beachten, bereit fanden dagegen zu protestieren. Der Wunsch den Faschistenmarsch zu verhindern, wurde jedoch nicht wahr. Im Internet verkündeten diese Faschisten: „Göppingen – unsere Stadt“. Unter dem Motto „Rückflüge kosten 19 Euro – Integration Millionen“ entfachten sie eine Völkerhetze mit der Kernaussage: „Die beschauliche Stauferstadt Göppingen im Filstal darf NICHT zu einer Kloake der Misch- und Fremdkulturen werden“.

Dies forderte viele Menschen heraus zu demonstrieren, auch wenn die Angaben von 1200 bis 1500 Teilnehmer der IGM Kundgebung wohl eine wohlwollende Verdoppelung der tatsächlichen Beteiligung war. Hingegen kann man bei „indymedia“ auf dort veröffentlichten Fotos, deutlich mehr als 150 Nazidemonstranten zählen, statt der im ersten Bericht erwähnten 50-80. Mit solchen Wunschteilnehmerzahl-Angaben verharmlost man das tatsächliche Problem.

Gar keine Erwähnung in diesem Bericht findet das unübersehbare Auftreten der MLPD, das die Forderung nach „Verbot aller faschistischen Organisationen“ in den Mittelpunkt stellte. Der Verbotsantrag der MLPD fand viele interessierte Käufer. Transparente und MLPD-Sandwiches waren beliebtes Motiv vieler Fotografen. Mit Hilfe einer Mobilanlage und immer wieder durchgeführtem „Offenen Mikrophon“ gelang es eine regelrechte Dauer- und Massendiskussion über das notwendige Verbot zu entfachen.

Das Auftreten der MLPD mit einer ansprechenden Demonstrationskultur, dem Singen antifaschistischer Lieder und dem Öffnen für vielfältige Beiträge, zum Beispiel dem Singen eines jüdischen Friedenslied durch Vertreter der jüdischen Gemeinde, stand in einem deutlichen Kontrast zu einem sektiererischen Auftreten einer doch stattlichen Anzahl sogenannter „autonomer“ Kräfte.

Gerade Teilnehmer aus dem gewerkschaftlichen Spektrum kritisierten deren Randale-lustiges Verhalten, das schon mit einem Outfit zum Ausdruck kam, das sich kaum von dem der Nazis unterschied. Sinnlose Flaschen- und Steinwürfe, sowie öffentliches Besaufen trugen mit dazu bei, das antifaschistische Bürger Göppingens das Treiben lieber mit großem Sicherheitsabstand verfolgten. Wären tatsächlich 4000 Menschen auf den Straßen gewesen, wäre das Durchknüppeln des Nazizugs nicht so einfach gewesen.

Sicher hat das provokative Auftreten eines hochmilitärisch auftretenden 1200 Mann starken Polizeiaufgebots die Gemüter erst recht erhitzt. Es war ein Skandal, das statt dem Unterbinden des verbrecherischen Naziauftritts die Situation genutzt wurde für ein Großmanöver, der in Göppingen stationierten Bereitschaftspolizei. Mit bestialischer Brutalität wurden immer wieder einzelne aus den Gegendemonstranten herausgerissen und verhaftet. Ein geordnetes und diszipliniertes Auftreten der gesamten Gegendemonstranten hätte da vieles verhindern können.

Um den Aufbau der Faschisten als Reservearmee der Herrschenden für Zeiten künftiger Klassenauseinandersetzungen zu bekämpfen, braucht es einen sehr breiten Volkswiderstand in einer antifaschistischen Volksfront. In Göppingen erlebten wir am Wochenende einen Vorgeschmack auf Zeiten, auf die das theoretische Organ der MLPD, der „Revolutionäre Weg 20“ gab bereits 1981 aufmerksam machte: „Wenn sich der Klassenkampf zuspitzt, eine revolutionäre Situation entsteht, dann werden sie (die Monopolkapitalisten) immer stärker zu Mitteln des Terrors greifen, Polizeieinsätze bei Streiks und Demonstrationen, Urteile der Klassenjustiz gegen kämpfende Arbeiter usw.“ Die in diesem RW 20 gegebene Anleitung zum Aufbau einer antifaschistischen Volksfront gilt es ernst zu nehmen. Unterm Strich war der größte Erfolg in Göppingen das Vertreter der Arbeiterbewegung sich diesem Auftrag annahmen, auch wenn sich die taktische Niederlage der Faschisten leider noch in Grenzen hielt, die nur durch brutale Polizeigewalt ihre Hetze verbreiten konnten.
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RaceTheBreeze! on :

Wie der Titel bereits sagt, es ging um einen "_ersten Erfahrungsbericht_", der zudem von persönlicher Natur ist. Es war zu diesem Zeitpunkt weder beabsichtigt und auch nicht möglich, einen Grundsatzartikel zu veröffentlichen.

Eine Erklärung des Aktionsbündnisses steht noch aus, sie wird wohl beim morgigen Treffen erarbeitet werden.

Du kannst dort - wie jeder andere auch - Deinen Standpunkt einbringen.
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Klischeepunk on :

"Das Auftreten der MLPD mit einer ansprechenden Demonstrationskultur, dem Singen antifaschistischer Lieder und dem Öffnen für vielfältige Beiträge, zum Beispiel dem Singen eines jüdischen Friedenslied durch Vertreter der jüdischen Gemeinde, stand in einem deutlichen Kontrast zu einem sektiererischen Auftreten einer doch stattlichen Anzahl sogenannter „autonomer“ Kräfte."

Zum Thema auftreten der MLPD kann ich nur sagen: Kommt auf Demos wenn ihr Präsenz zeigen wollt aber macht eure SCHEISS PARTEIWERBUNG sonst wo. Desweiteren halte ich es für Ironisch, dass eine Partei hinter Lenin - und dessen Massenmorden steht - sich auf nem Faschoaufmarsch blicken lässt, für mich sind die keinen Deut besser. Die Diskussion hab ich persönlich auch öfter mitbekommen und die halte ich auch für angebracht. Die Antwort "aber Lenin hatte gute Ideen" lass ich nicht Zählen, auch Hitler hatte nicht nur schlechte Ideen, trotzdem war er ein Massenmörder und ein Arschloch, dessen Hirn zurecht im Gemüse verteilt wurde. Ich sehs mal als nicht korrekt an zwischen Massenmördern zu differenzieren, und schon gleich gar nicht hinter einer Idee die für ein besseres Leben für ALLE steht. Ich find diese Jungs standen auf der falschen Seite der Bullenkette, aber das ist wohl meine persönliche Einschätzung. Und das hat auch nichts mit nem Hass auf linke oder Politik zu tun sondern mit der Geschichte Lenins.
Was die "autonomen Kräfte" angeht, die z.T. wie die Nazis aussahen - zu denen muss ich fairer Weise anmerken, dass die Nazis wie sie aussahen, nicht umgekehrt, die Autonome Bewegung ist seit Jahrzenten in der linken verwurzelt, wohingegen die "autonomen Nationalisten" samt "Nationalem" Black Block ne relativ Junge erscheinung sind. Dass die Autonomen und der Black Block eher kämpferisch und auch Aggressiver auftreten liegt wohl in dessen Natur. Desweiteren denke ich hätten mehr Kämpfen und nicht nur rennen sollen, nicht alles was schwarz ist, ist scheisse oder so. - Und dass die Autonome Bewegung keine Bürgerliche ist - und der Black Block auch keine Bürgerliche Front sollte selbstverständlich sein, aber selbst ohne BB/autonome gabs genug platz für Bürger und einige ham auch was getan (ich sag nur wasser verteilt, Klo benutzen lassen, ähnliches) wohingegen andere schon beim puren anblick ausgerastet sind und die leute beschimpft haben.
Dann noch zum Thema Provokationen - da war auch von den Grünen, grad die nette dunkelgrüne BFE, einiges zu sehn und wenn dann mal steine, Flasche und Bauzäune fliegen müssen sie sich ehrlich gesagt nicht wundern. Hast du vllt das mädel gesehn, dass bei der Sitzblokade über den Haufen geritten wurde? Den Punk der gestolpert ist und erstma von 5 BFElern auf die Fresse kassiert hat? Nein? Nun dann empfehle ich nächstes mal genauer hinzuschaun und dir zu überlegen ob du nicht froh wärst, wenn du in der situation bist, wenn n Stapel leute dir den Weg freihaun, dass du dich in Sicherheit bringen kannst.
Provokation ist relativ.

Mal wieder meine 2 cent ^^
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HB on :

Logisch?

So zwischen Hitler und Lenin sollte kein Unterschied in der Betrachtung gemacht werden?

Aber dafür zwischen "autonomen Nationalisten" und dem schwarzen Block, die alle in gleichem Outfit auftreten? Das ist ja wohl etwas arg krass?

Mir ist schnuppe, wer sich als erstes wie angezogen hat, die Inhalte sollten eigentlich wichtiger sein wie ein schickes Outfit? Wenigstens konnte man MLPD und NPD an diesem Samstag in GP gut auseinanderhalten.
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Klischeepunk on :

Ich geh bei meiner Einteilung nicht vom auftreten und insb. aussehen aus sondern durchaus von den Zielen. Allerdings auch vom Weg diese zu erreichen. Und da denke ich eben, dass sich 2 Massenmörder nichts schenken. Man kann Gewalt bis zu einem Gewissen grad vertreten in meinen Augen, aber Massen- oder Völkermord ist sicher nicht vertretbar.
Und egal welchem Massenmörder nachgerannt wird - lasst die scheisse sein und denkt nach.
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RaceTheBreeze! on :

@klischeepunk:
Zu den "Lehren" gibt es auch noch andere Meinungen - Diese hier gingen über den Verteiler des Bündnisses. Im Gegensatz zum Herumhacken auf "den Autonomen" stellte dieser Beitrag völlig richtig den Hauptfeind ins Zentrum der Debatte und unterscheidet richtig zwischen uns Antifaschisten und den Nasen. Das Hauptproblem in Göppingen waren auch nicht "die Autonomen" sondern die Verweigerungshaltung der bürgerlichen Kräfte. Welches Spiel diese getrieben haben macht der unten zitierte Beitrag deutlich.

Und die beteiligten MLPD Leute haben dafür jetzt auch einiges an Ärger am Hals, siehe die Presserklärung auf:

http://www.trueten.de/archives/450-Pressesprecherin-der-MLPD-Ortsgruppe-Goeppingen-von-Neonazis-bedroht.html

Die [...] Meinung des Kommentators @HB allerdings: 'weil "die Autonomen" genau so rumlaufen wie die "Autonomen Nationalisten" ist das sowieso das gleiche' ist eine seltsame Variante des bürgerlichen Rechts=Links Strickmusters. [...]

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Redebeitrag auf der Veranstaltung der MLPD Ortsgruppe Göppingen „Faschismus heute - zusehen oder aktiver Widerstand“ am 29.09.06 in Göppingen

Lehren für den antifaschistischen Kampf aus dem 23.9.06 in Göppingen

So etwas hat Göppingen noch nicht gesehen! Tausende von Menschen beteiligten sich an den verschiedenen Aktivitäten und brachten damit ihren antifaschistischen Willen zum Ausdruck.

Der aktive Widerstand wurde am 23.9. gegen den Auftritt der JN ganz praktisch gelebt:
- 1200 – 1500 Menschen nahmen an der Kundgebung teil, zu der ein örtliches Aktionsbündniss aufgerufen hatte und die von der IGM angemeldet worden war.
an dem sich anschließenden Widerstand in der Innenstadt beteiligten sich ca. 4000 Menschen
- an der Hohenstaufenhalle fand ein buntes interkulturelles Miteinander mit ca. 50 Teilnehmern statt,
- im Vorfeld wurden vor und in Betrieben, Schulen und in Wohngebieten mit dem gemeinsamen Aufruf der Aktionseinheit geworben
- Transparente wurden gemalt
- Leserbriefe geschrieben
- jeder mobilisierte auf seine Art und Weise, dort wo er arbeitet und lebt.

Die Stadtverwaltung lies durch ihre Vollzugsbeamten Ladenbesitzer in der Innenstadt ausrichten, sie sollen ihre Läden zu machen oder erst nachmittags öffnen. Es gebe am Samstagmorgen Randale in der Stadt. Dies hätte für die Ladenbesitzer finanzielle Einbußen bedeutet. Die meisten Läden oder Cafes hatten jedoch geöffnet.

Der 23.September 2006 war ein Erfolg eines breiten Spektrums von Antifaschisten aus verschiedensten Bevölkerungsschichten, Organisationen uns Parteien. Er war geprägt von einem kämpferischen Auftreten unter der Losung: Keinen Millimeter den Faschisten!

Ohne den Schutz durch den bürgerlichen Staatsapparat hätten die Faschisten von vorneherein keine Chance. 50 – 80 Faschisten wurden durch ein massives Polizeiaufgebot von 1200 Polizisten geschützt. So musste sich die Polizei eine neue Marschroute für die Demo der Faschisten regelrecht erkämpfen. Der Einsatz der Polizei diente zur Einschüchterung und zur Provokation: Auf Pferden und vermummt griffen sie sich immer wieder einzelne Antifaschisten heraus und nahmen sie fest. Viele Passanten schilderten, dass immer Antifaschisten gejagt, niedergerissen und festgenommen wurden. Sie seien unmittelbar daneben gestanden und hätten keine Straftat bemerkt. Diese Provokation dauert sogar noch an, als die Faschisten bereits Göppingen verlassen hatten.
Der antifaschistische Kampf ist untrennbar verbunden mit dem Kampf um die Verteidigung und Erweiterung der bürgerlich-demokratischen Rechte und Freiheiten- und mit dem Kampf gegen die Faschisierung des Staatsapparates.

In der Vorbereitung wurden viele Menschen für den aktiven Widerstand mobilisiert. Dabei stand die Aufklärungsarbeit im Mittelpunkt. So fanden sich zum Beispiel beim Verteilen des Aufrufes vor dem Freihofgymnasium sofort weitere Jugendliche bereit, die den Aufruf selbst weiterverbreiteten Dieses Vorgehen war genau richtig.

War doch das Anliegen der NWZ und einzelner Vertreter bürgerlicher Parteien in Göppingen die Polizeitaktik umzusetzen, die kämpferischen Antifaschisten zu isolieren.
Dieser Versuch ging nicht auf.
Der antifaschistische Kampf ist ganz besonders ein Kampf um die Jugend.
Am Samstag waren insbesondere Jugendliche und Kinder aktiv und beteiligten sich am Parolen rufen und Lieder singen. So musste das Lied „Bella ciao“ mehrmals gesungen werden, es hatte viele Fans gewonnen.

Eine breite kämpferische Aktionseinheit kann nur aufgebaut werden, wenn gleichberechtigt und demokratisch zusammengearbeitet wird.
Deswegen hat sich das antifaschistische Aktionsbündnis folgende Spielregeln gegeben:

Wir fühlen uns anderen demokratischen und gewaltfreien Kräften und Veranstaltungen am 23.9.06 in Göppingen verbunden, suchen die Zusammenarbeit und entwickeln unser eigenes kämpferisches Profil.
Wir arbeiten demokratisch und auf gleicher Augenhöhe zusammen!
Jeder hat das Recht, auf der Kundgebung seine Standpunkte auf antifaschistischer Grundlage zu vertreten, ohne andere herabzusetzen oder zu dominieren.
Wir sind finanziell unabhängig und bitten um Unterstützung.

Wenn es allerdings eine gemeinsame Veranstaltung aller Antifaschisten in Göppingen gegeben hätte, wäre die Beteiligung noch erheblich höher gewesen.
Nachdem alle anwesenden Demokraten und Antifaschisten am ersten „Runden Tisch“ das Verbot des Aufmarschs der JN durch die Stadt Göppingen begrüßt hatten, wurde am zweiten „Runden Tisch“ von der Stadt Göppingen die Antifa als das „Problem“ dargestellt. Die Junge Union versuchte mit dem modernen Antikommunismus, die sich in „wir sind gegen Rechts und Linksextremismus“ ausdrückt, zu spalten. Damit werden die Lehren aus der Geschichte mit Füßen getreten, als sich Kommunisten, Sozialdemokraten und andere Antifaschisten erst in den faschistischen KZs zusammenfanden. In vielen Redebeiträgen wurde dies zurückgewiesen.
Um eine breite antifaschistische Aktionseinheit aufzubauen, muss eine aktive Auseinandersetzung mit dem modernen Antikommunismus geführt werden.

Die Marxisten-Leninisten haben entgegen aller Hetze auch am 23.9. in Göppingen bewiesen, dass sie in der Aktionseinheit eine unverzichtbare und vorwärtstreibende Rolle spielen.
Das Auftreten der MLPD in der Innenstadt wurde durchweg angenommen. Die Kultur spielte dabei eine wichtige Rolle. Am offenen Mikrofon wurden Parolen gerufen, Lieder gesungen und Argumente für das Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda verbreitet. Der Kommentar einer Kollegin: “ Ihr seid überzeugend, vielseitig, ansprechend und kämpferisch aufgetreten“.

Der antifaschistische Kampf ist mit dem 23.9. nicht vorbei. Im Gegenteil - er ist zu einer Tagesaufgabe geworden.
Die presserechtlich Verantwortliche des gemeinsamen Aufrufes, Christel Beck, die auch Kontaktadresse der MLPD Göppingen ist, erhielt einen Drohbrief. Dem muss entschieden entgegen getreten werden. Wer einen von uns angreift- greift uns alle an!

Die Anstrengungen für eine breite politische Aktionseinheit über Parteigrenzen, religiöse und weltanschauliche Unterschiede hinweg müssen verstärkt werden.
Die MLPD setzt sich dafür ein, dass er untrennbar verbunden wird mit den gesamten Kämpfen der Arbeiter- und Volksbewegung gegen die volksfeindliche Regierungspolitik, und sie verkörpert darin die sozialistische Alternative.
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schön + gut on :

@ race
ich kann mich an demos in den 90ern erinnern (z.b. nach solingen), bei denen von der mlpd versucht wurde punks und antifas zu instrumentalisieren. konkret heißt das, dass punks und antifa von den bullen fett eins auffe fresse bekommen haben und sich die mlpd fein rausgehalten hat. auch in den nachbereitungstreffen war von der mlpd nicht viel bzw. nichts zu sehen.
als kanonenfutter gegen die pigs + nazis waren wir gut genug, danach war aber schluß mit der vielbeschworenen solidarität. ähnliche erfahrungen durften wir auch mit der fau (freie arbeiterInnen union = anarchosyndikalistInnen) machen.
also...wenn wir solidarisch miteinander umgehen, auf derselben augenhöhe agieren und gemeinsam uns den nazis in den weg stellen, geht die sache okay. was nicht okay geht ist, dass die mlpd unsere autonomie angreift und versucht uns für ihre zwecke zu missbrauchen.
wenn's schnittstellen mit euch gibt..okay.
ansonsten machen wir unser eigenes ding!
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