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Syrien: Im Lügen vereint bis zum Ende

Kampagne „Syrien-TagX“
Dass vor allem die USA und England sich finden in einer ausgedehnten Lügenkonstruktion zu den Urhebern des syrischen Gasangriffes ist unbestreitbar. Schon die Grundbehauptung, man wolle Assad nicht stürzen, sondern ihm nur eine kräftige Kopfnuss erteilen, ist in sich unlogisch. Man kann einem Feind 1 anders nicht strafmäßig beikommen, wenn man nicht gleichtzeitig Feind 2 unterstützt. Jeder Schlag gegen Assad bedeutet zwangsweise Förderung der diversen muslimischen Gruppen. Die doch ebenfalls zu Feinden der Freiheit erklärt werden.

Zum weiteren hat selbst in Kosovo noch das verlogene Prinzip gegolten, es handle sich um den Schutz der Muslime vor weiteren Angriffen. Wer soll aber in Syrien geschützt werden, wenn nachträglich die Strafe erfolgt?

Die Rakete fährt hin über Gerechte und Ungerechte. Gleichviel. Dass in Amerika offenbar Obama selbst fähig ist, die Ergebnisse der UN-Inspektoren im Lande vorwegzunehmen, zeigt, dass es gerade nicht mehr geht um die Wahrheit der Tatsachen. Sondern allein um die Wahrheit der Macht. Genau das gleiche gilt für Camerons Manifest an die Vereinten Nationen. Es dient nicht etwa der Erlangung einer Zustimmung Putins oder der Chinesen, sondern allein der Vorspiegelung einer Einigung mit dem Sicherheitsrat. Ohne jede Aussicht auf den erwarteten Erfolg.

Alles deutet auf die Wiederholung des allertraurigsten Tricks von Bush hin, des Vorvorgängers von Obama. Niemand konnte nach der Niederlage des Irak irgendetwas finden von den Massenvernichtungsmitteln, die im Irak zu finden sein sollten.

Nur ein Unterschied: dieses Mal wollen die Verantwortlichen fest bleiben in der Lüge. Bis zum Ende. Natürlich wird die Wahrheit sich nicht unterdrücken lassen. Aber es muss möglich sein, dass alle, die dann noch der obrigkeitlichen Versison widersprechen, als linke Spinner dastehen werden, die sich der allgemeinen Meinung widersetzen. Dazu ist nur eines nötig: dieses Mal angesichts aller Beweise hart bleiben. Keinen Widerspruch dulden. Nachdem auch NATO und die arabischen Staaten sich der Einheitsmeinung angeschlossen haben, sind die Vertreter der versammelten Nationen zum Schweigen verurteilt. Und dass zum Beispiel der Iran seit jeher als Lügenpatronage gilt, sollte ja bekannt sein.

Es wird also um ein bis zum Ende durchgeführtes Experiment gehen: Lügen bis zum Ende. Solange die Sache noch im allgemeinen Bewußtsein ist, wird es nötig sein, an allen möglichen Ecken zu demonstrieren. Um der Wahrheit ein letztes Mal den Schrei zu erlauben.

Gegen die Macht der Herrschenden.

McGurk's Bar Bombing: Loss of Innocence

Am frühen Samstagabend, den 4. Dezember 1971 deponierten die von der der britischen Militärregierung kontrollierten Loyalisten der Ulster Volunteer Force (UVF), eine Bombe vor der Haustür einer familiär geführten Bar im Norden von Belfast. Sie entkamen unbehelligt in die Nacht und verursachten durch die ohne Warnung gezündete Bombe ein Massaker, das die bis dahin meisten zivilen Todesopfer forderte und nur noch durch die Omagh Morde im Jahr 1998 übertroffen wurde. Dennoch wurden die in dieser Nacht in der McGurk Bar umgekommenenen Menschen die vergessenen Opfer in einem sehr schmutzigen Krieges.

Der Zeuge
Ein 8-jähriger Junge namens Joseph McClory sah drei Männer in einem geparkten Auto in der Nähe der McGurk Bar warten. Der Junge war so aufmerksam, dass er eine kleine Union Jack-Flagge auf dem Rückfenster des Wagens  bemerkte. Einer dieser Männer stieg aus dem Fahrzeug aus und Joseph sah seine schattenhafte Gestalt in der Tür der Bar. Der Fremde, in einem langen, dunklen Mantel bekleidet und getarnt mit einer Maske, setz ein Paket ab und flüchtete zurück zu seinen Kumpanen. Er zeigte dabei bemerkenswert wenig Interesse für das jungen Kind, an dem er vorbei ging, so wie für irgendeinen Hund auf der Straße.

Die Verwüstung
50 Pfund Sprengstoff explodierten in der kleinen Kneipe und brachte seine Wände und das Dach zum Einsturz, wodurch die Menschen innerhalb des Gebäudes begraben wurden. Diejenigen, die nicht durch die Bombe in Stücke gerissen wurden oder unter den Trümmer erstickten, verbrannten, als die Gasleitungen in dem zerstörten Gebäude barsten.

Nachwirkungen
Unmittelbar nach der Explosion strömten die Menschen aus der Nachbarschaft an den Ort, wo sich zuvor die Bar befand. Ungeachtet der eigenen Sicherheit versuchten sie mit bloßen Händen in den Trümmern mit bloßen Händen nach Überlebenden zu suchen. Dank dieser Anstrenungen gelang es, ein knappes Dutzend Menschen aus den Trümmern zu befreien.

Dennoch wurden die leblosen Körper von fünfzehn unschuldigen Männern, Frauenn und Kindern aus den Trümmern gezogen.

Britische Regierung, Armee und die nordirische Polizei RUC begannen sofort nach dem Attentat eine Kampagne, mit der sie das Attentat als "IRA-Eigentor" darstellten und die Opfer zu Terroristen erklärten. Zeugen wurden ignoriert, die Selbstbezichtigung eines der Täter stieß auf taube Ohren, Unterlagen verschwanden. Der Film "McGurk's Bar Bombing: Loss of Innocence" wurde unter Mitwirkung der seit zwei Generationen für die Aufklärung des Attentats kämpfenden Angehörigen gedreht. Die Freunde Nordirlands planen, den Film mit deutschen Untertiteln zu versehen und freuen sich über Unterstützung.




Siehe auch:

Webseite der Angehörigen der Opfer
McGurk's Bar bombing WikiPedia, (engl.)
Bobby Sands Trust