Am 17.-‹02.-‹2012 wird eine Gerichtsverhandlung gegen einen Antifaschisten beim Stuttgarter Amtsgericht stattfinden. Ihm wird vorgeworfen auf eine Gruppe Skinheads eingeschlagen und sie dadurch leicht verletzt zu haben. Offenbar ging der Auseinandersetzung eine Beleidigung und ein versuchter Angriff der Skinheads voraus.Neben diesem Ereignis soll in dem Verfahren zusätzlich eine Sachbeschädigung verhan-‹delt, werden, die dem Angeklagten angelastet wird. Eine Personenkontrolle in der Nähe eines mit Parolen besprühten Polizeiwagens reichte dabei aus, um den für sein politisches Engagement bekannten Beschuldigten als Verantwortlichen für die Sprühereien hinzustellen.
Das schreibt die RASH Stuttgart: "Der kommende Prozess könnte drastische Folgen für den Antifaschisten haben, dessen Bewährungsstrafe wegen diesen Vorwürfen nun widerrufen und in eine Haftstrafe umgewandelt werden könnte. Gerade in eigentlich alternativen Subkulturen, die immer mehr von rechtsoffenen und rechten Tendenzen unterwandert werden, braucht es Menschen, die aufrichtig und entschlossen Stellung gegen Rassismus, Nationalismus und der Ausgrenzung von Minderheiten beziehen. Dieses Engagement muss gefördert und ausgebaut werden! Wir können nicht hinnehmen, dass politische AktivistInnen zunehmend mit konstruierten oder aufgebauschten Anschuldigungen überhäuft werden, um sie und ihr Umfeld einzuschüchtern und politisches Engagement zu lähmen.-‹Gerade wenn es, wie in diesem Fall, um mögliche Haftstrafen geht, ist es unsere Aufgabe, die Betroffenen bestmöglich zu unterstützen."
Am 8. Februar wurde der Antifaschist am frühen Morgen von der Polizei in seiner Wohnung festgenommen. Dabei wurde die Tür aufgebrochen und SEK Beamten und Hunde stürmten die Wohnung. Beschlagnahmt wurde ein PC. Trotz festem Wohnsitz wurde der Haftbefehl wegen angeblicher Verdunklungsgefahr aufrecht erhalten, weshalb der Angeklagte bis zu seiner Verhandlung in der JVA Stuttgart--‹Stammheim in Untersuchungshaft sitzt.
Solidarität mit dem angeklagten Antifaschisten!
Kommt zur antifaschistischen Kundgebung und Prozessbeobachtung am 17. Februar ab 8:00 Uhr vor dem Stuttgarter Amtsgericht, Hauffstr.5! Beginn der Gerichtsverhandlung: 09:00 Uhr.
Gegen den vor einigen Monaten im Rahmen antirassistischer Protestaktionen gegen ein Aktionswochenende der rechtspopulistischen Zusammenhänge „Bürgerbewegung Pax Europa e.V.“ und „PI – Politically Incorrect News“ Anfang Juni diesen Jahres in Stuttgart wegen einfacher Körperverletzungsdelikte verhafteten und erst kürzlich aus der Untersuchungshaft entlassenen Antifaschisten Chris finden am 29. Februar, 7. März und 15. März die Verhandlung vor dem Landgericht, Urbanstr. 20 statt. Die Verhandlungen beginnen um 09:00, zuvor sind ab 08:00 Kundgebungen angekündigt.
Dazu wird es am 21. Februar eine von der ver.di Jugend Stuttgart organisierte Infoveranstaltung im alten Feuerwehrhaus, Erwin-Schöttle-Platz, Stuttgart-Heslach geben. Beginn der Veranstaltung ist 19 Uhr.
Informationen zur Repression gegen Antifaschisten in der Region Stuttgart unter:
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