Heute ist der 24. Todestag von Rio Reiser.
Sechs Monate nach Hanau: Kundgebung in Stuttgart

Blogkino: La Libertad Según L@s Zapatistas - "Freiheit, die wir meinen…" (2013/2014)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den Dokumentarfilm La Libertad Según L@s Zapatistas. Der Film ist Teil des Materials der Escuelita Zapatista, der "kleinen zapatistischen Schule" in Chiapas, Mexiko -“ an der 2013 und 2014 etwa 6.000 Internacionalistas teilnehmen konnten. In diesem Film -“ von den Zapatistas selbst produziert -“ erzählen die Compañeras und Compañeros aus allen fünf zapatistischen Gebieten, wie sie seit 1994 ihre Autonomie aufgebaut haben und weiterhin aufbauen -“ in den Bereichen Selbstregierung, Gesundheit, Bildung, biologische Landwirtschaft, kollektive Arbeiten sowie die eigenständige Organisierung der Compañeras.
Este documental está producido por los cinco Caracoles Zapatistas en Chiapas, México. Es parte del material de la Escuelita Zapatista en 2013 y 2014. Aquà hablan l@s compañer@s sobre la organización de su autonomÃa en las áreas de salud, educación, trabajos colectivos, autogobierno y la organización de las compañeras.
Chiapas März 2013, Produktion: Los 5 Caracoles Zapatistas, Color, 35 min., Spanisch mit dt. UT
Quelle: Material der Escuelita Zapatista 2013/2014
https://radiozapatista.org/?page_id=20294
Sammlung zapatistischer Filme mit deutschen Untertiteln
Im Blog tresgatas.blackblogs.org werden vom gleichnamigen Produktionskollektiv aktuelle zapatistische Filme übersetzt und untertitelt in deutsch zur Verfügung gestellt. Das Kollektiv schreibt dazu:
"(...) Es sprechen die Compañeras, die Compañeros der Unterstützungsbasis des EZLN, wie sie ihre Autonomie aufbauen. Es erzählen die Compañeras Zapatistas in zwei Beiträgen, wie ihre Situation als Frauen vor dem zapatistischen Aufstand von 1994 aussah -“ und wie sie jetzt ist. Der SupGaleano übt dabei die notwendige Selbstkritik der zapatistischen Compañeros. Ja, und die zapatistischen Abuelit@s, die Alten, sprechen von ihrer Ausbeutung auf den Fincas -“ und warum es notwendig ist, im gegenwärtigen Kampf nicht nachzulassen. Last but not least wird hier eines der wenigen Interviews mit dem SupMoy, dem Sprecher des EZLN, dokumentiert -“ sowie ein weiterer Beitrag der Comisión Sexta des EZLN, in dem sie schildern, wie sie sich organisiert haben, um den Kampf der Migrant*innen in den USA zu unterstützen.
Vier kleine Filme zur Geschichte des Congreso Nacional IndÃgena (CNI), zu seiner Sprecherin MarÃa de Jesús Patricio MartÃnez, Marichuy -“ und über die beiden "Internationalen Treffen der Frauen, die kämpfen" 2018 und 2019 in Tierra Zapatista -“ geben Euch weitere notwendige Informationen und kleine Eindrücke von zapatistischer Organisierung und die der Pueblos originarios in Mexiko. (...)"
Wir hoffen ebenfalls auf Verbreitung positiver gesellschaftlicher Perspektiven und zeigen die Filme in den kommenden Wochen im Rahmen unserer Reihe von Dokumentationen zum Thema Ⓐnarchismus im Blogkino - wie immer Dienstags ab 20:15.
Über 100 Verletzte bei Protesten gegen Naziaufmarsch
Am heutigen Samstag hatte die ultra rechte Partei “Die Rechte- zur Demonstration in Ingelheim aufgerufen. Nur eine Hand voll folgte dieser Einladung.
Die Sanitätsgruppe Süd-West e.V. sicherte die Gegenproteste ab, an denen deutlich mehr Menschen teilnahmen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot um den Bahnhof Ingelheim im Einsatz. Bereits kurz nach Ankunft der gemeinsamen Zuganreise gingen die Beamtinnen mit Pfefferspray gegen Teilnehmende der Gegenproteste vor um diese zur Kundgebung in der Nähe des Bahnhofs zu treiben und sie dort geschlossen über den ganzen Nachmittag festzusetzen. Der Kundgebungsort war dafür bereits vorher mit Absperrungen präpariert worden. Im Verlauf dieser in Gewahrsamnahme setzte die Polizei mehrfach Pfefferspray und Schlagstock gegen Versammlungsteilnehmerinnen ein. Dabei überrannte die Polizei auch eine deutlich erkennbare Verletztenablage des Sanitätsdienstes, trat medizinisches Material durch die Gegend und bedrohte unsere Sanitätskräfte mit dem Schlagstock. Auch wenn sich die Polizei ansonsten unseren Einsatzkräften gegenüber weitgehend kooperativ zeigte, kritisieren wir diesen Angriff auf uns aufs Schärfste.
Insgesamt mussten unsere Sanitäterinnen heute 116 Verletzte versorgen, die Meisten aufgrund des Einsatzes von Pfefferspray (90 Versorgungen). Bemerkenswert ist die hohe Zahl von Panikattakten. Während eine LED Anzeige am Polizeifahrzeug dazu aufforderte 1,5 Meter Abstand zu halten, wurden der Raum für die Demonstrantinnen immer enger und die Brutalität der Polizeimaßnahmen trug zu Traumatisierungen bei, die von unserem Team für Psychosoziale Notfallversorgung behandelt werden mussten (12 Behandlungen). Wir zählten insgesamt 13 chirurgische Patientinnen und eine internistische Versorgung. Von einer hohen Dunkelziffer ist auszugehen.
Wir bedanken uns beim Deutschen Roten Kreuz, die mit mehreren Rettungswägen und einer Einsatzleitung vor Ort waren, für die gute Zusammenarbeit. Wir sind begeistert von der großen Solidarität und gegenseitigen Hilfsbereitschaft, die wir heute unter den Versammlungsteilnehmer*innen erfahren durften und ohne die die Verletztenversorgung deutlich schwieger geworden wäre.
Quelle: Pressemitteilung Demosanitäter, Ingelheim, 15. August 2020
Hanau: Sechs Monate nach dem 19. Februar: Erinnerung - Gerechtigkeit - Aufklärung - Konsequenzen!
nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick
LATEINAMERIKA
Tag der indigenen Völker: Zwischen Pandemie und Gewalt. UNO mahnt prekäre Situation autochthoner Völker in Lateinamerika an. In Peru sterben drei Indigene bei Auseinandersetzungen mit der Polizei
BOLIVIEN
In Bolivien spitzt sich der innenpolitische Konflikt zwischen der De-facto-Regierung und den Anhängern des gestürzten Präsidenten Evo Morales wieder zu. Seit zehn Tagen halten Gegner der Führung von Interimspräsidentin Jeanine Ãñez Blockaden von Überlandstraßen aufrecht, um den politischen Druck zu erhöhen und eine rasche Neuwahl zu erzwingen.
Repression und Lügen: Boliviens Putschistenregime geht brutal gegen Protestierende vor. Morales und weitere MAS-Politiker wegen "Terrorismus" und "Genozids" angeklagt
Boliviens selbsternannte "Interimspräsidentin" Jeanine Ãñez hat zwei Wochen nach Beginn eines Generalstreiks, der von landesweiten Protesten und umfassenden Straßenblockaden begleitet wird, zu einem "nationalen politischen Dialog" aufgerufen.
BRASILIEN
Profit vor Gesundheit: Gouverneure genehmigten trotz erster Coronafälle Karnevalsumzüge
CHILE
Neue Stufe im Konflikt um Land und Ressourcen: In Chile wurden Rathäuser gestürmt, die von Angehörigen der indigenen Mapuche besetzt waren.
ECUADOR
Ein neuer Report enthüllt: Die Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS finanzieren mit Hunderten Millionen den Handel mit Öl aus Ecuador. Die Ölförderung im Amazonasgebiet verursacht schwere Schäden an Menschen und Umwelt.
Die Corona-Pandemie, die Ecuador wie viele andere südamerikanische Länder schwer getroffen hat, hat auch enorme Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Arbeitsminister Andrés Isch veröffentlichte vergangene Woche aktuelle Arbeitsmarktzahlen. Demnach haben seit Beginn der Corona-Pandemie 289.000 Angestellte ihre Arbeit verloren.
KOLUMBIEN
Zurück zu den "Todesschichten": Gewerkschafter Igor Kareld DÃaz aus Kolumbien über Sozialabbaupläne in Lateinamerikas größer Kohlemine
KUBA
Der Harvard-Historiker Rainer Schultz über die Blockade der USA, einen Appell an die EU und die Akzeptanz staatlicher Maßnahmen in Kuba
Im Rahmen der neuen Wirtschaftsstrategie hat das Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit (MTSS) in Kuba Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt angekündigt. So soll die Liste der 123 erlaubten Berufskategorien für den Privatsektor entfallen.
PUERTO RICO
Wer sich für die Unabhängigkeit Puerto Ricos einsetzt, gilt den USA als Staatsfeind. Ein neu aufgedeckter Fall zeigt, wie das FBI versucht, linke Exilkreise zu bekämpfen
TRINIDAD UND TOBAGO
Ministerpräsident Keith Rowley hat die Parlamentswahl in Trinidad und Tobago am Montag gewonnen und darf sich auf eine zweite Amtszeit freuen. Seine liberale "Nationale Bewegung des Volkes" (PNM) erhielt 22 der 41 Sitze. Der mit 19 Sitzen unterlegene sozialdemokratische Vereinigte Nationalkongress (UNC) fordert eine Nachzählung in fünf Wahlkreisen
VENEZUELA
20 Jahre Haft für US-Söldner: Sie wollten Nicolás Maduro in die USA verschleppen, doch die Aktion scheiterte. Jetzt sind Luke Denman und Airan Berry zu langen Gefängnisstrafen verurteilt worden.
Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 14. August 2020
Syndikat geräumt!
„Es klingt jetzt vielleicht pathetisch, aber es ist ein bisschen so, als wäre hier das Herz aus dem Schillerquartier herausgerissen worden. Und das halt nur, weil man aus Geld noch mehr Geld machen muss. Ich kann das eigentlich immer noch nicht fassen.“
Elsa Marlene H, Nachbarin (in: Interview mit Madlen Haarbach, Tsp Leute)
Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv
Weitere Ereignisse zu diesem Thema
- Schillerkiez sagt: Räumung is nich! - Syndikat Bleibt!
- syndikat bleibt
- Wütende Demo für bedrohte Projekte
Weitere Fotos im alten Bildarchiv (1980 - 2018)
Links
Revolution an der Tanzbar: MACHINE HEAD - Bulletproof
Nach dem Statement von Robb Flynn zum Thema Rassimus im Metal aus dem Jahre 2016 heute mal das gestern erschienene "Bulletproof" von der B - Seite der Machine "fucking" Head EP Civil Unrest zu den Aufständen in den USA.
Blogkino: Themroc (1973)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus die Groteske Themroc. "Jeden Tag der gleiche Trott: Schlecht gelaunt aufstehen, mit dem Fahrrad zur Métro, umgeben von Menschenmassen mit der Métro zur Arbeit und dort ein öder Job. Nachdem er von seinem Chef zusammengestaucht worden ist, reißt dem Anstreicher Themroc schließlich der Geduldsfaden. Er mauert die Tür seiner Pariser Wohnung zu, zerlegt mit dem Vorschlaghammer die Außenwand, zerrt sich die Klamotten vom Leib, wirft das Mobiliar auf die Straße und beginnt seine nächste Lebensphase als kannibalistischer Höhlenmensch, für den auch Inzest mit der eigenen Schwester kein Tabu mehr ist.
Es dauert nicht lange, bis sein Beispiel auf immer zahlreicher werdende Bewohner der umliegenden Wohnblocks abfärbt. In kürzester Zeit gähnen überall Löcher in den Wänden, und es wird ein triebhafter Anarchismus gelebt. Irgendwann rückt wegen dieser Verhältnisse die Polizei an. Doch selbst Staatsgewalt und Tränengas können dem Treiben keinen Einhalt gebieten. Zwei Polizisten landen auf dem Bratspieß und werden anschließend verspeist. Schließlich stöhnt und grunzt es überall in Paris.
Auch zuvor war bereits kein einziges artikuliertes Wort gesprochen worden. Stattdessen waren ausschließlich Laute zu vernehmen gewesen, die entfernt an die Französische Sprache erinnern." (WikiPedia)
