trueten.de

"Die Deutschen sind ein Volk, das im hohem Maße von der staatlichen Idee durchdrungen ist, dieser Geist war schließlich stärker als alle anderen Leidenschaften und hat in ihnen buchstäblich den Freiheitsdrang erstickt." Michail Bakunin

Jetzt schlägt's 13!!

Anklicken für mehr Fotos
Am Mittwoch, den 5. April 2006 führte die IG Metall Esslingen gemeinsam mit ver.di eine Demonstration und Kundgebung durch, um den Forderungen nach 5% mehr Lohn und Gehalt Nachdruck zu verleihen.

Ab 12.00 Uhr ging es bei strömendem Regen los von DaimlerChrysler, Werk Mettingen, Tor 1 und um 12.30 Uhr ab Index, Plochinger Straße. Beide Züge trafen sich auf dem Rathausplatz in Esslingen.

Unterstrichen wurde auf vielen von den Kollegen selbstgemachten Transparenten auch ebenfalls die Forderung nach dem Erhalt der Akkordpausen, die Bestandteil des Lohnrahmentarifvertrages II im Tarifbezirk sind, ebenso, wie der Ruf nach Streik, nach der 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich, und dem Erhalt der Arbeitsplätze bei dem Esslinger Bildröhrenwerk von Panasonic.

Um 13.00 Uhr begann die Kundgebung. Trotz des sehr schlechten Wetters fanden über 2500 Kollegen aus 25 Betrieben und von den streikenden ver.di Kollegen auf den Rathausplatz.

Hauptredner war Jürgen Peters, 1. Vorsitzender der IG Metall. Daneben sprachen sich unter dem Motto "Gemeinsam kämpfen! Gemeinsam sind wir stärker!" auch Martin Gross (ver.di) und Sieghard Bender (IG Metall Esslingen) für die Forderungen der Gewerkschaften aus.

Man sei nicht länger bereit, sich von den Unternehmern hinhalten zu lassen, erklärte Peters (...) an der sich trotz strömenden Regens laut IG Metall rund 2 500 Beschäftigte beteiligten - darunter nicht nur Metaller, sondern auch Streikende aus dem öffentlichen Dienst. Die IG Metall wolle keinen Arbeitskampf, »aber irgendwann reißt der Geduldsfaden«, betonte der Gewerkschaftschef. »Wenn wir bis Ostern kein Land sehen, dann werden wir die Segel setzen.« Erneut rechtfertigte Peters die Forderung nach fünf Prozent mehr Einkommen. »Man will uns weismachen, eine Kostensteigerung von unter einem Prozent sei nicht verkraftbar.«


Quelle: Junge Welt

(...) Insgesamt traten 13 000 Beschäftigte aus 26 Esslinger Betrieben in den Ausstand. Allein 8 500 Mitarbeiter aus drei Schichten legten im Mettinger DaimlerChrysler Werk die Arbeit kurzzeitig nieder. (...)


Quelle: IGM Pressemitteilung

(...)Peters kündigte zugleich harten Widerstand gegen die Streichung der so genannten Steinkühlerpause in Baden-Württemberg an. Er warne die Arbeitgeber davor, den Streit um die Erholzeiten für Fließband- und Akkordarbeit lediglich als regionales Problem anzusehen. In allen anderen Bezirken gebe es ähnliche Regelungen. Die Arbeitgeber müssten daher mit dem Widerstand der gesamten IG Metall bei der Auseinandersetzung rechnen.

Den Arbeitgebern warf Peters vor, mit der Kündigung des Lohnrahmen-Tarifvertrags II, einen "Frontalangriff auf die tarifpolitischen Errungenschaften und die Humanisierungserfolge der Vergangenheit" zu starten. Es habe sich ein Denken breit gemacht, das alle sozialen Errungenschaften in Frage stelle, kritisierte Peters. "Alles was heute noch zählt sind die Renditen der Aktionäre", sagte der IG Metall-Chef und rügte die "neue Kaltschnäuzigkeit" der Arbeitgeber. Peters kritisierte ferner die einseitige Ausrichtung der deutschen Wirtschaft auf den Export. Der Aufschwung brauche die Binnenkonjunktur als zweiten Motor. Es habe sich gezeigt, dass sinkende Reallöhne nicht zu mehr Beschäftigung geführt hätten. "Mehr Geld für die Menschen ist das Gebot der Stunde", sagte der Gewerkschaftsführer unter dem Beifall der 1500 Demonstranten. Laut Peters bedeutet die von der IG Metall geforderte Lohnerhöhung von fünf Prozent eine Kostenbelastung der Unternehmen von 0,88 Prozent. "Noch nie haben die Arbeitgeber gemessen am Umsatz so wenig für Löhne ausgegeben", versicherte er und erteilte längeren Arbeitszeiten eine Absage. Die IG Metall wolle einen Tarifvertrag für mehr Innovation und Qualifikation: "Wir wollen nicht länger, sondern qualifizierter und besser arbeiten".

Quelle: Esslinger Zeitung

Festo: Wieder Warnstreik für Akkordpause

Zitiert aus dem Bericht der IG Metall Esslingen zum Warnstreik bei Festo
"Am gestrigen Freitag (17.3.) haben die knapp 100 Beschäftigten der Spätschicht bei Festo erneut fast komplett die Arbeit niedergelegt und 3,5 Stunden früher Feierabend gemacht.

Bilderserie
Nachdem bereits in der Woche zuvor die Spätschicht bis auf drei Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall gefolgt war, war die Beteiligung auch gestern wieder sehr hoch. Bis auf eine Handvoll Beschäftigte, insbesondere von Leiharbeitsfirmen, waren die Hallen leer.

Bei einer kurzen Kundgebung vor dem Werkstor machten die Warnstreikenden ihren Unmut über die von Festo seit Anfang Januar bereits praktizierte Streichung der "Steinkühler-Pause" deutlich. Festo spielt hier den Vorreiter für den Arbeitgeberverband SÜDWESTMETALL.

Besonderen Unmut hatte der Auftritt des Festo-Vorstandsprechers,
Dr. Veit auf der Betriebsversammlung zu Beginn der Woche hervorgerufen. Er hatte den Beschäftigten vorgeworfen, sie seien von der IG Metall fremdgesteuert. Betriebsratsmitglied Hubert Bauer: "Festo macht den Rambo für SÜDWESTMETALL, und wenn sich die Betroffenen wehren, dann versucht man, sie als fremdgesteuert zu diffamieren."

Unter großem Beifall der Kundgebung wurde der gestrige Warnstreik deshalb zum "Dr. Veit-Gedächtnis-Warnstreik" erklärt."

IGM: Regionaler Aktionstag bei Festo

Regionaler Aktionstag bei Festo in Esslingen gegen die Streichung der Akkordpausen. Über 900 Kollegen von Porsche, Bosch, Eberspächer und von Verdi kamen zu dieser Kundgebung, die von den Festo Kollegen auch als Warnstreik durchgeführt wurde.


Mit 2 verschiedenen Zügen hunderter KollegInnen unter anderem durch Produktion, Montage und das "Technologie Center" wurde auf die Aktion aufmerksam gemacht. Bei Festo wurde von der Geschäftsleitung der Lohnrahmentarifvertrag II ohne Nachwirkung zum 31.12.2005 gekündigt. Die Festo KollegInnen befürchten neben der allgemeinen Verschärfung des Arbeitsdrucks auch den Verlust von Arbeitsplätzen.
Bei der Kundgebung sprachen sich unter anderem
- Uwe Hück (BR Vorsitzender Porsche)
- Sieghard Bender (1. Bevollmächtigter IG Metall Esslingen)
- Hubert Bauer (Betriebsrat bei Festo)
- Hans-Jürgen Drung (Betriebsratsvorsitzender bei Festo)
für die Fortführung der Bestimmungen des LRTV II aus. (Siehe genaueren Bericht auf der Seite der IGM Esslingen) Dafür erhielten sie von den anwesenden KollegInnen viel Beifall. Viele selbergemachte Transparente prägten die Kundgebung.

Fotostrecke

Bericht auf der Seite der IGM Esslingen

Bericht der Esslinger Zeitung

IndyMedia Bericht
Report auf arbeiterfotografie.de

500 Kollegen von DC Mettingen im Warnstreik

500 Kollegen bei DC Esslingen / Mettingen haben heute Nacht mit ihrem Warnstreik ihren Protest gegen die Streichung der Akkordpausen gezeigt und sich damit nach dem Ende der Friedenspflicht für die Fortführung des Lohnrahmentarifvertrages II eingesetzt.

Weitere Aktionen laut IG Metall Esslingen:
02.03.2006 20.30 Uhr Daimler Mettingen Tor 3
03.03.2006 11.00 Uhr Daimler Mettingen Tor 3
03.03.2006 12.00 Uhr Hirschmann Neckartenzlingen, Treffpunkt vor dem Haupteingang
06.03.2006 09.00 Uhr Festo Berkheim vor dem Haupteingang