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»Ich vergesse nie ein Gesicht. Aber in Ihrem Fall mache ich gerne eine Ausnahme.« Julius Henry "Groucho" Marx

Buchtipp: Freiheitsschiffe. Die unbekannte Geschichte der Flucht aus der Sklaverei auf dem Seeweg

Das Cover ezigt den Einband des Buches mit Titel und Autorenangabe sowie einem Stich eines Segelschifffes

Buchcover

»Freiheitsschiffe« beschreibt die dramatische Geschichte versklavter Afroamerikaner, die sich auf Schiffen versteckten, die sie in die Freiheit brachten. Bis zu 100.000 versklavten Menschen gelang die Flucht aus der Knechtschaft in den Südstaaten. Sie entkamen entlang eines Netzwerks von Fluchtwegen, das heute als Underground Railroad bekannt ist. Eine immens große Zahl von Fluchtversuchen fand jedoch nicht zu Lande, sondern auf dem Seeweg statt. Die dramatischen Berichte der Entkommenen von heimlichen Verschwörungen und wehenden Segeln machen das Buch zu einer fesselnden Lektüre.

Marcus Rediker vermittelt mit seiner detailgenauen Recherche einen tiefen Einblick in die geheime Welt der blinden Passagiere und der Schiffe, die sie in die Freiheit brachten. Er beleuchtet die wenig bekannten Geschichten von Freiheitssuchenden, die ihren Blick aufs Meer richteten. Er berichtet von den Tausenden, die sich heimlich unter Deck versteckten, zum Teil entdeckt wurden und erneut flohen. Er erzählt die Geschichte von Frederick Douglass, der als Matrose verkleidet auf einem Schiff entkam und nach seiner Flucht zu einem der bekanntesten Abolitionisten wurde, und von Harriet Tubman, einer ehemaligen Sklavin, die zu einer der Architektinnen der Underground Railroad wurde.

Marcus Rediker beweist erneut seine überragende Kompetenz in der Geschichtsforschung von unten und begibt sich auf eine spannende Reise entlang der Küsten des Atlantiks, auf den Spuren derer, die bei ihrer Suche nach Freiheit alles riskierten.

Freiheitsschiffe
Die unbekannte Geschichte der Flucht aus der Sklaverei auf dem Seeweg
26,00 €
Aus dem Englischen von Emma Hill, 400 Seiten, broschiert, mit Illustrationen 
SBN 978-3-86241-519-9
Erschienen 09/2026

 


 

k9 » größenwahn » politischer filmabend: „Soundtrack to a Coup d’Etat“ - „Soundtrack zu einem Staatsstreich“

Flyer mit den Angaben aus dem Textbeitrag
Flyer zum Film
Der Film thematisiert die Ermordung Lumumbas, den Kalten Krieg, Dekolonisierung Afrikas, die Rolle der UN

Doku über Imperialismus: franko-belgisch-niederländisch — Regie:
Johan Grimonprez 2024 - 157 Min. mit vielen Jazzkünstlern: Louis Armstrong, Nina Simone, Duke Ellington, Dizzy Gillespie, Melba Liston, Miles Davis, John Coltrane


Patrice Lumumba befreite den Kongo 1960. Die CIA organisierte zusammen mit belgischen Stellen und speziell angeheuerten Söldnern, die Ermordung Patrice Lumumbas, weil dieser zum Vorkämpfer für die gesamtafrikanische Unabhängigkeit geworden war.

SONNTAG 18. JANUAR 2026 - 19 uhr

combatiente zeigt geschichtsbewußt:
revolucion muß sein!
filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen

kinzigstraße 9 « 10247 berlin + Us samariterstraße + S frankfurter allee

k9 » größenwahn » politischer fiimabend: „Amandla!“ a Revolution in Four Part Harmony

Der Flyer zum Film zeigt die grafisch aufbereiteten Angaben aus dem Textbeitrag sowie eine geballte Faust, die eine Notenzeile umfasst. Unten rechts ist ein Krieger, der einen Speer zum Wurf erhoben hält und einen Schild trägt, abgebildet.
Flyer zum Film
Dokumentation, Musikfilm-Südafrika, Regie: Lee Hirsch - 2002

Film-Sprachfassung: Zulu-englische-OmdU - 103min.

Der Film blickt zurück auf 40 Jahre Kampf gegen die Rassentrennung in Südafrika, erzählt hier Geschichte des Widerstands über die Musik. Von Hugh Masekela, Miriam makeba, Abdullah Ibrahim und Vusi Mahhlasela, Sibongile Khumalo und andere.

Die Musik bewegt, der Film macht wieder einmal deutlich, wie elementar wichtig die Kultur für alle Menschen ist. Ohne sie läuft nichts, über Musik geschieht eine Auseinandersetzung mit dem, was ist.

Die Musikerinnen und Musiker, die im Film zu Wort kommen, haben sich und ihre Arbeit teils unter Lebensgefahr in den Kampf fürs Menschenrecht gestellt, einzelne sind umgebracht worden, weil sie gesungen haben. «Amandla!» reißt mit, macht Mut!

SONNTAG 14. DEZEMBER 2025 19 Uhr

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k9 » größenwahn » politische fiimabende November - Februar 2025

Text auf der Flyerrückseite: kg größenwahn politische filmabende  SONNTAG 16. NOVEMBER 2025 - 19uhr ‚Finding Fela!“ Film über Fela Kuti Er gilt als Begründer des Afrobeat Die Geschichte von Felas Leben - 2014 — 119 min. Fela Kuti war engagierter Künstler, Unbeugsamer Freiheitskämpfer+Politaktivist der sich selbst als „antikolonialistischen Panafrikaner“ verstand  SONNTAG 14. DEZEMBER 2025-19 uhr „AMANDLA! A Revolution in Four-Part Harmony“ südafrikanischen Musik, Geschichte des Widerstands gegen die Apartheid mit Miriam Makeba, Abdullah Ibrahim, Masekela u.a. Der Film blickt zurück auf 40 Jahre Kampf gegen die Rassentrennung in Südafrika, erzählt hier Geschichte des Widerstands über die Musik  SONNTAG 18. JANUAR 2026 - 19 uhr „Soundtrack zu einem Staatsstreich“ Der Film thematisiert die Ermordung Lumumbas, den Kalten Krieg, Dekolonisierung Afrikas, die Rolle der UN, „US-Präsident Eisenhower habe den Mord an Lumumba in Auftrag gegeben. Der erste frei gewählte Premier Kongos“  SONNTAG 22. FEBRUAR 2026 - 19 uhr „MALCOLM X“ -Leben, Kampf, Ideen eines Revolutionärs - Er verband radikalen Einsatz für Bürgerrechte mit Antiimperialismus und Internationalismus  kinzigstraße 9 + 10247 berlin « U5 samariterstraße + S frankfurter allee
Flyer zu den Filmabenden
Sonntag 16. November 2025 - 19 Uhr:

"Finding Fela"
Sonntag 14. Dezember 2025 - 19 Uhr:

"Amandala! A Revolution in four-part Harmony"
Südafrikanische Musik, Geschichte des Widerstands gegen die Apartheid mit Miriam Makeba, Abdulla Ibrahim, Masekala u.a.

Sonntag 18. Januar 2026 - 19 Uhr:
"Soundtrack zu einem Staatsstreich"
Der Film thematisiert die Ermordung Lumumbas, den kalten Krieg, Dekolonisierung Afrikas, die Rolle der UN

Sonntag 22. Februar 2026 - 19 Uhr:
"Malcolm X"
Leben, Kampf und Ideen eines Revolutionärs

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Vor 291 Jahren: Breffu: eine Sklavin, eine Rebellin, eine Kämpferin - und eine Frau, die in der Geschichte fast unsichtbar ist

Die Zeichnung von Andrea Blumör zeigt den in eine helle Bluse gekleideten Oberkörper und das Gesicht von Breffu als schlanke Frau mit einem um den Kopf gewickelten hellen Tuch, die mit einem skeptischen Blick den / die Betrachter:In ansieht. Der Hintergrund des Bildes ist in Avocadogrünen Pastelltönen gemalt, das Porträt von Breffu selbst ist schwarz weiß.
Breffu
Mit freundlicher Genehmigung © Andrea Blumör
Breffu, genannt „Königin von St. John“, war eine Anführerin des Aufstands der Sklaven von 1733 auf St. John, einer kleinen Karibikinsel, die bereits 1718 von den Dänen kolonisiert wurde. Breffu stammte ursprünglich aus dem Königreich Akwamu (heutiges Ghana) und wurde auf einer Plantage versklavt, die Pieter Krøyer gehörte. Am 23. November 1733 führte Breffu zusammen mit König Claes, König  Juni und Kanta (alle ethnisch zu Akwamu gehörend) einen der frühesten  dokumentierten Fälle eines koordinierten Aufstands unter versklavten Personen an. Viele Gelehrte führen den Mut, einen solchen Aufstand zu initiieren, auf die stolzen Natur der Akwamu-Völker zurück, die die afrikanische Guineaküste beherrschten, die Handelsrouten im Landesinneren kontrollierten und Menschen aus den umliegenden Städten gefangen nahmen, um sie an europäische Sklavenhändler zu verkaufen. Der Tod des Akwamu-Königs im Jahr 1730 störte diese Kontrolle und das Volk der Akwamu wurde bald zur Mehrheit der versklavten Bevölkerung, die in die Karibik exportiert wurde.

Nur drei Jahre nach dem Tod ihres Königs initiierten Breffu und andere Akwamu aus dem untergegangenen Volk einen der längsten Sklavenaufstände in der Geschichte Nordamerikas. Der St.-John-Aufstand dauerte sechs Monate, von November 1733 bis Mai 1734. Interessanterweise bestand das Ziel des Aufstands nicht darin, die Menschen der Kolonie zu befreien oder nach Afrika zurückzukehren, sondern die weißen (hauptsächlich dänischen, aber auch einige französische) Plantagenbesitzer durch Anführer der Akwamu zu ersetzen. Die Anführer der Akwamu des Aufstands planten, die Plantagen und die Bevölkerung der Kolonie auf unbestimmte Zeit zu übernehmen und im Wesentlichen die früheren Versklavungspraktiken ihres Heimatlandes auf St. John wieder einzuführen.

Naturkatastrophen, Nahrungsmittelknappheit und strenge Sklavengesetze prägten das Klima auf St. John zur Zeit des Aufstands. Im Jahr des Aufstands wurde die Insel von Hurrikanen und Dürre heimgesucht, was es für die versklavten Menschen schwierig machte, sich selbst mit Nahrung zu versorgen. Dies und die Gefahren bei der Arbeit lösten unter der versklavten Bevölkerung eine Welle der Marronage aus. Als Reaktion auf die hohe Zahl der Maroons erließ Gouverneur Phillip Gardelin im Mai 1733 Maroon-Verordnungen, die spezifische Verfahren für das Einfangen und Bestrafen von Ausreißern vorsahen - Verfahren, die Auspeitschen, Amputation von Gliedmaßen, Folter und Tod umfassten.

Sechs Monate nach der Einführung der Maroon Verordnungen durch Gardelin begannen Breffu und andere Anführer in den frühen Morgenstunden des 23. November 1733 mit ihrem geplanten Aufstand. König Juni und andere Anführer eroberten Fort Fredericksvaern und sandten ein Signal an die Insel, indem sie die Kanone des Forts abfeuerten. Die Kanone war das Signal dafür, dass das Fort erfolgreich erobert worden war, erhielten andere Anführer des Aufstands das Signal, mit ihren Angriffen zu beginnen. Als Breffu die Kanone hörte, ermordete sie ihren Besitzer und seine Frau im Haus der Familie Krøyer. Nachdem sie Schießpulver und Munition von Krøyer erbeutet hatten, begaben sich Breffu und ihr Mitverschwörer Christian zum Haus von Gabriel van Stell und richteten die gesamte Familie hin: Ehemann, Ehefrau und Kind.

Über Breffus Rolle bei dem Aufstand in den verbleibenden sechs Monaten ist nicht viel mehr bekannt. Den Dänen fehlten die Ressourcen, um den Aufstand sofort niederzuschlagen, und sie wandten sich schließlich an die Franzosen, um Hilfe zu erhalten. Im Mai 1734 wendete sich das Blatt des Aufstands und die verbliebenen Rebellen (andere hatten sich ergeben oder waren von französischen und dänischen Streitkräften vernichtet worden) begingen Gruppenselbstmord. Breffus Leiche und die von 23 weiteren Rebellen wurden in der Browns Bay gefunden. Bei der Entdeckung der Leichen erfuhren dänische Beamte mit großem Schock, dass Breffu eine Frau war. Obwohl zu Beginn des Aufstands bekannt war, dass Breffu daran beteiligt war, wurde ihr Geschlecht nie explizit diskutiert – vielleicht aus der Annahme heraus, dass die Führung einer Rebellion eher für Männer charakteristisch sei.

Während Wissenschaftler darüber debattieren, ob Breffu (in einigen Quellen auch Prinzessin Breffu genannt) wirklich aus der königlichen Gesellschaft in Akwamu stammte, brachte ihr die Führungsrolle in der Rebellion den posthumen Titel „Königin von St. John“ unter späteren Generationen von Bewohnern der Jungferninseln ein. In Cruz Bay und anderen Gebieten von St. John wird Breffu bei Festivals und Paraden zum Unabhängigkeitstag gefeiert.

1848, mehr als 100 Jahre später, wurden auf den Dänischen Jungferninseln alle versklavten Menschen befreit.

Online-Ressourcen

Norton, Holly. „Breffu: eine Sklavin, eine Rebellin, eine Kämpferin – und eine Frau, die in der Geschichte fast unsichtbar ist.“ guardian.com. The Guardian, 20. März 2018. (Siehe unten)

Nielsen, Euell A. „Breffu (?-1734)“ blackpast.org, 23. Februar 2020.

KESSE. „Die Geschichte von Breffu, einer Sklavin aus Ghana, die 1733 einen großen Sklavenaufstand anführte, um die Westindischen Inseln zu übernehmen.“ Ghanaian Museum, 23. Dezember 2019.

KESSE. „Queen Akua, ghanaische Sklavin, die in Jamaika zur Königin wurde.“ Ghanaian Museum, 7. April 2020.

„Nanny.“ via Slavery and Rememberance

Literaturverzeichnis
Norton, Holly Kathryn. ‚Estate by Estate: The Landscape of the 1733 St. Jan Slave Rebellion.‘ PhD diss., Syracuse University, 2013.

Richelsen , Carolina Augusta, und Katherine Faust Larsen. „The 1733 Uprising on St. John.“ ArcGIS StoryMaps. Esri, 25. Juni 2020.

„The 1733 Slave Insurrection“ National Parks Service. US-Innenministerium. Zugriff am 23. September 2022. [Oiginallink ist defekt, hier die archivierte Seite via archive.org]

Quelle
Breffu via Journal of Slavery and Data Preservation

Autorin
Jada Similton

Bearbeitet von
Sophie Alegi

Beitragende Institutionen
Michigan State University

Übersetzung, Korrekturen und Ergänzungen
Thomas Trueten [Nicht authorisiert]

Weitere Quellen

Vielen Dank an H. für den Hinweis auf das Thema und an die Künstlerin Andrea Blumör für die Erlaubnis, ihr Bild von Breffu verwenden zu dürfen.


Neuauflage der politischen Schriften von Frantz Fanon erschienen: Für eine afrikanische Revolution.

Buchcover Frantz Fanon: Für eine afrikanische Revolution. Politische SchriftenZu Frantz Fanon hatte ich nur hier mal etwas kurz gebloggt. Das wird seiner Bedeutung für die antiimperialistischen und antikolonialen Befreiungskämpfe der Jahre nach dem 2. Weltkrieg - vor allem für den afrikanischen Kontinent - natürlich in keiner Weise gerecht. Umso mehr hatte mich die Mail eines Lesers mit dem Hinweis auf die Neuveröffentlichung der politischen Schriften des antikolonialen Revolutionärs gefreut, bietet diese Ausgae doch die Möglichkeit, das Werk Fanons in seiner ganzen Bandbreite kennenzulernen. Das Buch ist - ebenso wie die günstigere ebook Ausgabe in jeder Buchhandlung erhältlich, auf die Besprechung von Lutz Taufer im nd sei an dieser Stelle hingewiesen.

Diese Sammlung enthält 28 der politischen Aufsätze Frantz Fanons. Sie stammen aus seiner aktivsten Periode und reichen von der Erstveröffentlichung von Schwarze Haut, weiße Masken im Jahr 1952 bis zu Die Verdammten dieser Erde im Jahre 1961. Seiner Diagnose nach gibt es am Rassismus nichts Zufälliges. Vielmehr fügt er "sich in ein charakteristisches Ganzes ein, das die Ausbeutung einer Gruppe Menschen durch eine andere" impliziert. Für Fanon konnte es daher nur eine einzige Lösung geben: "Das logische Ende dieses Kampfwillens ist die totale Befreiung des nationalen Territoriums" und "der Kampf ist von Anfang an total".

Die hier versammelten Aufsätze erlauben einen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken eines der spannendsten und produktivsten Denker des 20. Jahrhunderts.

Frantz Fanon, geboren 1925 in Martinique, kämpfte als junger Mann im Zweiten Weltkrieg gegen die Achsenmächte und studierte anschließend Medizin und Philosophie in Lyon. Im Anschluss arbeitete er erst als Leiter einer Psychiatrie, danach für die Nationale Befreiungsfront in Algerien. Von der Négritude-Bewegung, der er zunächst anhing, trennte er sich, da ihm deren Forderungen nicht weit genug gingen. 1961 starb er an Leukämie und gilt heute als einer der einflussreichsten Philosophen und Politiker des 20. Jahrhunderts.
(Verlagstext)

Für eine afrikanische Revolution. Politische Schriften

Aus dem Französischen von Einar Schlereth, hrsg. von Barbara Kalender und mit einem Vorwort von François Maspero

259 Seiten, gebunden, €22,00

14. Antikolonialer Gedenkmarsch in Berlin

Foto: © Bernd Sauer-Diete via Umbruch Bildarchiv Berlin
Das Komitee für ein afrikanisches Denkmal in Berlin organisierte am 29. Februar 2020 zum 14. Mal einen Gedenkmarsch für die afrikanischen Opfer von Versklavung, Kolonialismus und rassistischer Gewalt. Das Gedenken soll der Forderung Nachdruck verleihen, die Verbrechen an schwarzen Menschen anzuerkennen und ihren Widerstand würdigen.

Rund 150 Menschen beteiligten sich am diesjährigen Gedenkmarsch, der mit einer Kranzniederlegung vor der Gedenktafel der Aufteilung Afrikas 1884/85 an der Wilhelmstr. 92 und dem Singen der panafrikanischen Hymne begann. Auf der Demostrecke zum Humboldtforum gab es Zwischenkundgebungen an der M-Straße, an der Friedrichstraße und an der Humboldt-Universität sowie eine Abschlusskundgebung am Lustgarten mit Redebeiträgen und musikalischen Darbietungen.

Die Forderungen und Ziele des Gedenkmarsches:
• Anerkennung der Verbrechen gegen Schwarze/Menschen afrikanischer Abstammung. Die deutsche Regierung habe trotz der „Erklärung von Durban“ und der „UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft“ keine Anstrengungen unternommen, sich bei den afrikanischen Opfern und ihren Nachkommen für die an ihren Ahnen und Vorfahren begangenen Verbrechen zu entschuldigen
• Die Teilnehmer*innen fordern ein Denkmal, wie die Errichtung einer zentralen Gedenkstätte in der Bundesrepublik Deutschland zu Ehren der afrikanischen Opfer von Maafa (Kiswahili “die große Zerstörung“).
• Die Rückkehr der menschlichen Überreste geht vielen zu langsam voran, genauso wie die Umbenennung von Straßen, die in deutschen Städten noch immer die Namen von Kolonialverbrechern und Profiteuren der Versklavung tragen. Besonders umstrittenes Beispiel ist die „Mohrenstraße“ im Zentrum der deutschen Hauptstadt, deren Name auf den brandenburgischen Handel mit versklavten Afrikaner*innen/Schwarzen zurückgeht.

Zur Fotoseite beim Umbruch Bildarchiv

Weitere Ereignisse zu diesem Thema

Weitere Fotos im alten Bildarchiv (1980 - 2018)

Links

Solidarität mit der Demokratiebewegung in Togo

Foto: © Oliver Feldhaus, Umbruch Bildarchiv Berlin
Etwa 100 Menschen demonstrierten am 6. April vor der togoischen Botschaft und dem Auswärtigen Amt in Berlin ihre Solidarität mit der Demokratiebewegung in Togo. Sie forderten die Beendigung der politisch-militärischen Zusammenarbeit der Bundesrepublik mit dem togoischen Regime und den Stop aller Abschiebungen nach Togo.

Seit über 50 Jahren befindet sich das westafrikanische Land Togo fest im Griff einer einzigen Familie: Zunächst ist der Offizier Eyadéma Gnassingbé nach einem Putsch 1967 an die Macht gekommen (im Übrigen ein enger Vertrauter und Jagdfreund des CSU-Idols Franz-Josef Strauß), nach dessen Tod wurde sodann Eyadémas Sohn Faure Gnassingbé vom Militär an die Macht gehievt. Vor diesem Hintergrund ist es bereits seit Anfang der 1990er Jahren immer wieder zu Massenprotesten in Togo gekommen (Mehr Infos dazu bei Afrique-Europe-Interact) Aktuell läuft seit August 2017 eine große Protestwelle durchs ganze Land - und das, obwohl die Sicherheitskräfte von Anfang an äußerst brutal auf die Großdemonstrationen reagiert haben mit Schusswaffeneinsatz, willkürlichen Inhaftierungen, Niederbrennen von Büros der Opposition und Folter.

Aus diesem Grund sind auch in Deutschland in den letzten Monaten immer wieder Exil-TogoerInnen auf die Straße gegangen, so auch am 6. April 2018 in Berlin - bei einer von Urgence Togo und Afrique-Europe-Interact gemeinsam organisierten Veranstaltung. Der Protest begann mit einer Kundgebung vor der togoischen Botschaft im Norden von Berlin. Da die Botschaft am Ende einer kleinen Stichstraße liegt, hatte die Polizei (unter Verweis auf das sogenannte Wiener Abkommen) die Auflage erlassen, dass immer nur 10 Leute direkt vor der Botschaft demonstrieren durften, während sich die anderen an der Grabe-Allee aufhalten mussten. Das mutete anfangs zwar etwas komisch an, doch letztlich hat dies der Aktion keinen Abbruch getan, zumal sich die togoische Botschaft gezwungen gesehen hat, den Publikumsverkehr an diesem Tag einzustellen.

Im zweiten Teil fand anschließend eine Demo vom Außenministerium über das Brandenburger Tor (hier liegt u.a. die französische Botschaft sowie ein Büro der Europäischen Kommission) hin zum Bundeskanzleramt statt - all dies bei sonnigem Wetter unter den Augen von tausenden TouristInnen. In ihren Beiträgen griffen die RednerInnen nicht nur die togoische Regierung an, sondern auch deren Unterstützung durch die EU, insbesondere durch Frankreich und Deutschland. Sie forderten das Einfrieren von sog. Entwicklungshilfegeldern an den togoischen Staat, die Beendigung der politischen Rückendeckung für das togoische Regime und den Stop von Abschiebungen.

Trotz der nur etwa 80 TeilnehmerInnen war es eine powervolle Demo, die zeigte, dass selbst kleine Gruppen deutliche Spuren hinterlassen können - in diesem Fall auch als sehr wichtige Ermutigung der Menschen in Togo selbst, die bei jeder Demonstration buchstäblich ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel setzen. - Olaf, afrique-europe-interact.net -

Zur Fotoreportage beim Umbruch Bildarchiv

Weitere Informationen zur aktuellen EU-Migrationspolitik:

Valletta stoppen - Busdemo zu afrikanischen Botschaften in Berlin

Foto: heba / Umbruch Bildarchiv
Knapp 100 Leute haben auf Initiative von Afrique-Europe-Interact am 11. November in Berlin vor den Botschaften von Niger, Mali und Marokko sowie vor der GIZ demonstriert. Ihre Forderung: die afrikanischen Länder sollen jede Form der Beteiligung an der aktuellen Migrations- und Abschiebepolitik der EU einstellen. Denn Geflüchtete und MigrantInnen sollten unterstützt, nicht bekämpft werden! (mehr hierzu im Flugblatt zur Aktion). Viele der TeilnehmerInnen waren Geflüchtete, unter anderem von Women in Exile, Lampedusa in Hamburg und Voix des Migrants. Zudem war eine größere Gruppe malischer Geflüchteter aus Sachsen-Anhalt gekommen.

Begonnen hat die Aktion am Oranienplatz in Kreuzberg, wo zwei Busse bereitstanden, was nicht nur wegen der großen Distanzen zwischen den Botschaften nötig war. Vielmehr konnten sich die Teilnehmer_innen auf diese Weise immer wieder aufwärmen und auf den jeweils nächsten Stop vorbereiten.

Erste Station war die nigrische Botschaft, wo die Stimmung von Anfang an ziemlich aufgeladen war - auch deshalb, weil sich mehrere Botschaftsmitarbeiter_innen auf dem Balkon zeigten und die Kundgebung mit ihren Smartphones dokumentierten (was durchaus willkommen war, denn natürlich sollten die Botschaften auch ihre Regierungen von der Aktion unterrichten). In den Redebeiträgen, die unter anderem auf Hausa und Djerma gehalten wurden (zwei der großen Sprachen im Niger) ging es nicht nur um die Kollaboration der afrikanischen Regierungen mit der EU-Migrationspolitik, sondern auch um korrupte Regierungen in Afrika, um Rohstoffausplünderung und der gleichen mehr.

Zweite Station war die malische Botschaft. In jüngerer Zeit hatte es mehrere Abschiebungen aus Deutschland gegeben, die unter anderem mit Laisser-Passer (Passersatzpapieren) ermöglicht wurden, ausgestellt durch die malische Botschaft. Entsprechend wütend waren viele der malischen DemonstrantInnen. Sie kritisierten, dass "ihre" Botschaft, die doch ihre Interessen vertreten sollte, dafür gesorgt hatte, dass MalierInnen abgeschoben wurden - und das, obwohl Bewegungsfreiheit gerade in einem Land wie Mali bereits seit Jahrhunderten zu einem der zentralen Grundrechte gehört. Dennoch gab es auch einen direkten Kontakt, denn während der Kundgebung sprachen zwei Vertreter der malischen Gruppe (im Beisein zweier Polizisten) 15 Minuten mit mehreren Vertreter_innen der malischen Botschaft. Bemerkenswert war zudem, dass bereits am Vortag (am 10. November) die Assoziation der Abgeschobenen Malis (AME) und die malische Sektion von Afrique-Europe-Interact in Bamako am Flughafen demonstriert hatten. Anlass war die Ankunft einer EU-Kommission, deren Ziel es war, mit der malischen Regierung über ein Abschiebeabkommen zwischen der EU und Mali zu verhandeln.

Die dritte Station war die marokkanische Botschaft. Hier richtete sich der Protest zum Einen gegen das brutale Vorgehen gegen subsaharische MigrantIinnen. Ein Beispiel dafür waren die Ereignisse am 6. Februar 2014. Mehrere Dutzend MigrantInnen hatten versucht, die spanische Enklave Ceuta schwimmend zu erreichen. Sie kamen ums Leben, nachdem die spanische Guarda Civil sie im Wasser mit Tränengas und Gummigeschossen attackiert hatte. Zum anderen wurde betont, dass von der EU-Abschottungspolitik auch marokkanische Staatsbürger_innen betroffen sind. Unter anderem wurde die tragische Geschichte eines Jungen berichtet, der in einem Koffer erstickte, in dem sein Bruder ihn während der Überfahrt auf einer Autofähre versteckt hatte.

Abschließend ging es noch zur GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), einem der zentralen Akteure der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit. Hier wurde kritisiert, dass die EU in Sachen Migrationspolitik unter anderem mit Ländern wie dem Sudan oder Eritrea zusammenarbeitet, zudem prangerte eine Aktivistin aus dem Sudan an, dass diese Form der Kooperation keineswegs neu sei, sondern dass der sudanesische Präsident Al-Bashir seine verbrecherische Politik unter anderem in Darfur bereits seit Jahren unter den Augen der Weltöffentlichkeit durchziehen könne und dabei auch regelmäßig Unterstützung aus Europa erfahren würde. Atmosphärisch war diese letzte Station auch insofern bemerkenswert, als im Innern der GIZ (und gut sichtbar von außen) Akteure der Entwicklungszusammenarbeit zu einem ganz normalen Arbeitstreffen zusammengekommen waren. Sie ignorierten schlichtweg, das draußen Geflüchtete aus diversen afrikanischen Ländern protestierten, die nicht nur über den Zustand ihrer Länder bestens Auskunft geben konnten, sondern auch darüber, wie Gelder aus der Entwicklungszusammenarbeit immer wieder in den Taschen korrupter Regierungen verschwinden oder auf eine Weise verwendet werden (wie im Falle des Grenzmanagements), die auf keinen Fall im Interesse der afrikanischen Bevölkerungen liegt.

Nach der Aktion gab es noch Essen sowie ein Auswertungstreffen in Kreuzberg. Die Beteiligten äußersten sich durch die Bank positiv über die Aktion. Zudem wurden über Chancen und Grenzen diskutiert, afrikanische Regierungen unter Druck zu setzen. Dabei wurde deutlich, dass mehr oder weniger diktatorische Regime wie Togo, Sudan, Kamerun oder Eritrea insgesamt weniger beeinflussbar seien als die Regierungen von Ländern wie Mali, Burkina Faso oder Senegal. Und auch ging es um die Frage, wie mit zivilgesellschaftlichen oder bewegungspolitischen Akteuren in afrikanischen Ländern enger zusammengearbeitet werden könnte. Denn derzeit versucht die EU alles, unter anderem afrikanische NGOs mit Geld für ihre Politik zu gewinnen, was nicht zuletzt bedeutet, unter dem Label der "Fluchtursachenbekämpfung" Migration zu verhindern und Abschiebungen zu forcieren. - Olaf Afrique-Europe-Interact -

Zur Fotoserie beim Berliner Umbruch Bildarchiv

Weitere Informationen zur aktuellen EU-Migrationspolitik finden sich auf der Webseite von Afrique-Europe-Interact:

Auf französisch gibt es bereits einen ersten Film von der Aktion. (auf der Webseite von Afrique-Europe-Interact wird ab dem 19.11. ein zweiter Film sowie weitere Fotos abrufbar sein)

Unter Merkels Führung verteidigt die EU neuerdings ihre Außengrenzen tief in Afrika. Das soll die Migration nach Europa radikal stoppen. Beim afrikanisch-europäischen Regierungsgipfel in Maltas Hauptstadt Valletta im November 2015 wurde vereinbart,
dass Europa die Summe von 1,8 Milliarden Euro für 23 Länder in vier afrikanischen Gebieten zur Verfügung stellt, um Fluchtursachen in Afrika zu "bekämpfen".
Im Gegenzug sollten sich die afrikanischen Länder bereit erklären, so genannte irreguläre MigrantInnen und Geflüchtete auf ihrem Weg Richtung Europa bereits innerhalb Afrikas zur Umkehr zu zwingen. Seitdem vergeht kaum eine Woche, in der VertreterInnen der EU oder einzelner EU-Staaten nicht irgendwo in Afrika unterwegs sind, um über neue Migrations- oder Abschiebeabkommen zu verhandeln.

Weitere Informationen zur aktuellen EU-Migrationspolitik:

Was mir heute wichtig erscheint #349

Zufällig: Der Europarat hat Deutschland vor einigen Tagen Ignoranz in Sachen Rassismus vorgeworfen. "... Das Bundesverwaltungsgericht hat auch eine Meinung. Und zwar zu Nazi-Aufmärschen an Gedenktagen gegen den Faschismus. Es findet nämlich, dass nichts dagegen spricht, wenn beides auf den selben Tag fällt. Oder, anders herum, nur wenn „von der konkreten Art und Weise der Durchführung der Versammlung Provokationen ausgehen würden, die das sittliche Empfinden der Bürger erheblich beeinträchtigten.“ Im Falle der NPD, die am 27. Januar eine Veranstaltung geplant hatte, die -“ natürlich, ja, klar, logisch! -“ rein zufällig auf den Gedenktag des Holocaust fiel, fanden die Richter es nachvollziehbar, dass es der Partei nur um eines ging, um ihr Thema des Tages: „Von der Finanz- zur Eurokrise -“ zurück zur D-Mark heißt unsere Devise.“..." Deutschland, das Land des Rassismus ohne Rassisten (Spiegelfechter)

Vehinderungstaktik: "Als vor zwei Jahren ein rechtsradikales Terrortrio aufgedeckt wurde, das mindestens zehn Menschen ermordet haben soll, war die große Frage: Wie konnte das geschehen? Wie konnten die Sicherheitsbehörden derart versagen? Am 23. Februar 2012, exakt vor zwei Jahren, versprach die Bundeskanzlerin Aufklärung. Doch was wir seither durch den Exekutivstaat erleben, ist eine unfassbare Verhinderung der Aufklärung. (...)" Redebeitrag von Thomas Moser bei den Protesten gegen den Naziaufmarsch in Pforzheim 23. Februar 2014

Orientierungsfrage: "... wenn in Deutschland alle Hurra schreien und in dieselbe Richtung marschieren ist es Zeit, daß ein anständiger Mensch stehenbleibt und nachdenkt." Ein offener Brief von Hans Christoph Stoodt an seine FreundInnen zur Diskussion um die Frage der Einschätzung der Ereignisse in der Ukraine.

Einschätzungen: Es war ja eigentlich klar, dass es sich bei den Ereignissen in der Ukraine um ein geostrategisches Machtspiel handelt, für das Protestbewegungen ohne große Gegenwehr instrumentalisiert wurden, weil in ihnen von vornherein ethnische oder nationale Konfliktlinien eine Rolle gespielt haben. So kam es zu einem rechten Staatsstreich, der eigentlich eine feindliche Übernahme ist. Nun werden Telefongespräche geführt und ob der Macht des Faktischen Entspannung folgt ist derzeit noch unklar. Hier noch ein paar Personalien wie über den Verlierer Witali Klitschko, den verbrannten Strohmann Wiktor Janukowitsch sowie einer Frau mit Vergangenheit.

Teilweise: "Die Entwickler des Messengers Telegram werben damit, dass derjenige, der ihre Verschlüsselung knackt, 200.000 US-Dollar erhält. Doch in der Praxis relevante Angriffe werden von dem Contest überhaupt nicht erfasst. ..." Beitrag von Hanno Böck bei Golem

Freiheitsversprechen: 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid kämpft Südafrika noch immer mit seinem schweren Erbe, Korruption und gebrochenen Versprechen. Die Ungeduld der Armen wächst. Die Elite macht Nelson Mandela zum Heiligen und bringt selbst keine Opfer. Ein Gespräch mit Denis Goldberg

Registriert: "Das Polizeipräsidium der Hauptstadt betreibt seit 2004 eine "stadtweite Veranstaltungsdatenbank", in der persönliche Informationen über die Anmelder politischer Protestkundgebungen drei Jahre lang aufbewahrt werden. (...)" Mehr zu dem offenbar heimlich geführten Polizeiregister bei heise.de sowie bei netzpolitik.

Relaunch: "(...) Populäre Musik kann Träger revolutionärer Impulse sein. Bevor Blues, Rock-™n-™Roll und andere Pop- Genres zwangsdomestiziert und in Verwertungskreisläufe integriert wurden (ein Prozess, der sich unentwegt wiederholt), waren sie Waffen der Geknechteten im Klassenkampf. Diese Erkenntnis will M&R wieder aufrufen. Wir möchten kritische Künstler, Bands -“ alle, die Musik lieben, ihre vitalen Kräfte daraus schöpfen und sich nicht zu einem willenlosen Konsumenten zurechtstutzen lassen wollen -“ künftig mehr dabei unterstützen, diese Waffen wieder scharfzumachen und gegen die Drangsalierung des Menschen in der Warengesellschaft in Stellung zu bringen. Es gilt, für nichts weniger mit zu streiten als für die Erlangung kultureller Hegemonie, ohne die Emanzipation und eine humane Gesellschaft kaum durchzusetzen sein werden. (...)" Revolutionäre Impulse, Gedanken zum Neustart von Melodie & Rhytmus.

Zeitknappheit: "(...) Woran erkennt man schließlich doch, abgehängt und älter geworden zu sein? Wenn man mit der Technik nicht mehr mitkommt oder keine Lust mehr hat, allen neuen Entwicklungen zu folgen. Oder aber, so Antworten auf die Umfrage, wenn man nicht mehr weiß, worüber die Jungen sprechen. Man fühlt sich auch steif, braucht ein Nickerchen, stöhnt, wenn man sich bückt, kennt die neueren Bands nicht mehr, spricht gerne über Krankheiten oder geht nicht mehr gerne in laute Kneipen. Man findet plötzlich Polizisten, Lehrer oder Ärzte ziemlich jung, jammert mehr herum, sucht öfter mal seine Brille, einen Schlüssel oder ein Buch, pflegt exzessiv seinen Garten, geht lieber am Sonntag auf einen Spaziergang, als im Bett zu bleiben, oder schläft schon nach einem Glas Wein ein.(...)" Florian Rötzer auf telepolis über die Frage "Wann wird man alt?"

Bildungslücke: "Am Samstag, den 01.03.2014 rief eine gefährliche Allianz aus fundamental-christlichen, homophoben und offen rechten Organisationen (PI, AfD, Bürgerbewegungen Pax Europa u.a.) bereits zum zweiten Mal zur Kundgebung und Demonstration gegen den Bildungsplan der Landesregierung, welche die sexuelle Vielfalt beinhaltet, auf. Über 800 Homophobe, Rechtspopulisten und Rassisten folgten dem Aufruf und sammelten sich ab 14 Uhr auf dem Schlossplatz. Unter die „Homohasser“ mischten sich einige Neonazis. (...))" Kurzbericht und Fotos vom Antifaschistischen Aktionsbündnis Stuttgart und Region sowie Beiträge der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten