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»Wir sind Maurer, Maler, Elektriker, wir brauchen den Staat nicht, für nichts.« Lucio Urtubia

Auch 2024: An guten Traditionen festhalten!

Anarchistisches Poster aus den 50er Jahren

Beispielsweise den heutigen Guy Fawkes Day, in dem in Britannien des einzigen Mannes gedacht wird, der je mit ehrlichen Absichten ins Parlament gegangen ist.

"Remember, remember, the 5th of November

The Gunpowder Treason and plot ;

I know of no reason why Gunpowder Treason

Should ever be forgot."

9. September 1739: Beginn des Sklaven Aufstandes von Stono / Carolina U.S.

Das Foto zeigt eine Hinweistafel zur historischen Landmarke mit dem Text: "Die Stono-Rebellion Der Stono-Aufstand, der größte Sklavenaufstand in Britisch-Nordamerika, begann am 9. September 1739 in der Nähe vonbey. Etwa 20 Afrikaner überfielen einen Laden in der Nähe des Wallace Creek, einem Seitenarm des Stono River. Sie erbeuteten Gewehre und andere Waffen und töteten zwei Ladenbesitzer. Die Rebellen marschierten nach Süden in Richtung der versprochenen Freiheit im spanischen Florida, schwenkten Fahnen, schlugen Trommeln und riefen "Liberty!"
Stono Rebellion Road Marker, South Carolina, Juli 2009. Photo: Henry of Saussure Copeland (CC BY-NC 2.0)
Die Jahre 1450-1750 brachten enorme Veränderungen auf dem nordamerikanischen Kontinent. Die amerikanischen Ureinwohner oder Indianer, wie sie von den Europäern genannt wurden, trafen zum ersten Mal auf europäische Entdecker und sahen schon bald, wie ihre Welt durch europäische Siedler verändert und weitgehend zerstört wurde. Und die europäischen Entdecker wagten sich nicht nur an die Länder und den natürlichen Reichtum Amerikas heran, sondern reisten auch nach Afrika, wo sie einen transatlantischen Sklavenhandel begannen, der Millionen von Afrikanern auch nach Amerika brachte. Dieser Sklavenhandel führte im Laufe der Zeit zu einem neuen Gesellschafts- und Wirtschaftssystem, in dem die Hautfarbe darüber entscheiden konnte, ob man als freier Bürger lebte oder auf Lebenszeit versklavt wurde.

South Carolina, 9. September 1739: Eine Gruppe von Sklaven marschiert die Straße hinunter und trägt Transparente mit der Aufschrift "Liberty!". Sie schreien dasselbe Wort. Angeführt von einem Angolaner namens Jemmy marschieren die Männer und Frauen weiter nach Süden und rekrutieren unterwegs weitere Sklaven. Als sie eine Pause einlegen, um zu übernachten, sind es schon fast hundert Sklaven.

Was genau der Auslöser für den Stono-Aufstand war, ist nicht klar. Viele Sklaven wussten, dass sich kleine Gruppen von Ausreißern von South Carolina nach Florida durchgeschlagen hatten, wo sie Freiheit und Land erhalten hatten. In der Absicht, Unruhe in den englischen Kolonien zu stiften, hatten die Spanier eine Proklamation herausgegeben, die besagte, dass jeder Sklave, der nach St. Augustine desertierte, die gleiche Behandlung erfahren würde. Dies beeinflusste die potenziellen Rebellen und führte dazu, dass sie sich mit ihrer Situation abfanden. Eine Herbstepidemie hatte die Kolonialregierung im nahe gelegenen Charlestown (Charleston) erschüttert, und gerade war die Nachricht eingetroffen, dass sich England und Spanien im Krieg befanden, was die Hoffnung nährte, dass die Spanier in St. Augustine die von den Plantagen in Carolina fliehenden Sklaven positiv aufnehmen würden. Der eigentliche Auslöser für die Rebellion am 9. September könnte jedoch der bald in Kraft tretende Security Act gewesen sein.

Mitte August kündigte eine Zeitung in Charlestown das Sicherheitsgesetz an. Als Reaktion auf die Furcht der Weißen vor einem Aufstand schrieb das Gesetz vor, dass alle Weißen sonntags in der Kirche Schusswaffen tragen mussten - eine Zeit, in der Weiße normalerweise keine Waffen trugen und Sklaven für sich selbst arbeiten durften. Wer sich bis zum 29. September nicht an das neue Gesetz hielt, wurde mit einer Geldstrafe belegt.

Was auch immer der Auslöser für den Aufstand war, am frühen Morgen des 9. September, einem Sonntag, versammelten sich etwa zwanzig Sklaven in der Nähe des Stono River in St. Paul's Parish, weniger als zwanzig Meilen von Charlestown entfernt. Die Sklaven begaben sich zu einem Laden, der Schusswaffen und Munition verkaufte, bewaffneten sich und töteten die beiden Ladenbesitzer, die den Laden führten. Von dort aus marschierte die Gruppe zum Haus eines Mr. Godfrey, wo sie das Haus niederbrannten und Godfrey sowie seinen Sohn und seine Tochter töteten. Sie zogen weiter nach Süden. Es dämmerte noch nicht, als sie Wallace's Tavern erreichten. Da der Gastwirt in der Taverne freundlich zu seinen Sklaven war, blieb sein Leben verschont. Die weißen Bewohner der nächsten etwa sechs Häuser, die sie erreichten, hatten nicht so viel Glück - sie wurden alle getötet. Den Sklaven von Thomas Rose gelang es, ihren Herrn zu verstecken, aber sie wurden gezwungen, sich der Rebellion anzuschließen. (...) Andere Sklaven schlossen sich der Rebellion freiwillig an. Um elf Uhr morgens war die Gruppe etwa 50 Mann stark. Die wenigen Weißen, denen sie jetzt begegneten, wurden gejagt und getötet, doch einer, Lieutenant Governor Bull, entkam den Rebellen und ritt los, um den Alarm zu verbreiten.

Am späten Nachmittag machten die Sklaven auf einem großen Feld Halt, kurz bevor sie den Edisto River erreichten. Sie waren über zehn Meilen marschiert und hatten zwischen zwanzig und fünfundzwanzig Weiße getötet.

Gegen vier Uhr nachmittags hatten sich zwischen zwanzig und 100 Weiße auf die bewaffnete Verfolgung gemacht. Als sie sich den Rebellen näherten, gaben die Sklaven zwei Schüsse ab. Die Weißen erwiderten das Feuer und töteten vierzehn der Sklaven. Bei Einbruch der Dunkelheit waren etwa dreißig Sklaven tot und mindestens dreißig waren geflohen. Die meisten wurden im Laufe des nächsten Monats gefangen genommen und dann hingerichtet; die übrigen wurden in den folgenden sechs Monaten gefangen genommen - alle bis auf einen, der drei Jahre lang auf der Flucht blieb.

Da den weißen Kolonisten die wachsende Zahl der Schwarzen seit einiger Zeit unangenehm war, hatten sie an einem "Negro Act" gearbeitet, das die Privilegien der Sklaven einschränken sollte. Dieses Gesetz wurde nach dem Stono-Aufstand rasch fertiggestellt und verabschiedet. Sklaven durften nicht länger ihre eigenen Lebensmittel anbauen, sich in Gruppen versammeln, ihr eigenes Geld verdienen oder lesen lernen. Einige dieser Beschränkungen waren bereits vor dem "Negro Act" in Kraft, wurden aber nicht strikt durchgesetzt.

• Thomas Davis über die Auswirkungen des Stono-Aufstands auf die Sklavenhalter
• Thomas Davis über die Ermächtigung der Afrikaner und den Stono-Aufstand
• Thomas Davis über die langfristigen Auswirkungen des Stono-Aufstands
• Charles Joyner über die Auswirkungen des Stono-Aufstands auf die Sklaverei
• Margaret Washington über Jemmy, den Anführer des Stono-Aufstands
• Margaret Washington über die Idee der Freiheit für die Stono-Rebellen
• Margaret Washington über die Auswirkungen des Stono-Aufstands
• Margaret Washington über die wachsende Besorgnis der Afrikaner nach dem Stono-Aufstand

Quelle: pbs.org

Weiterführende Links:
• Digital Library on American Slavery
• Stono Revolution – Widerstandskampf von Schwarzen Menschen
• Ohne Stono keine Aufklärung
• https://www.bszonline.de/2022/02/17/stono-revolution-widerstandskampf-von-schwarzen-menschen/

• Two Views of the Stono Slave Rebellion South Carolina, 1739 (PDF)
• African American Registry: The Stono Rebellion Occurs / Übersetzung via google translate
• American History Central: The Stono Rebellion of 1739The Stono Rebellion took place on September 9, 1739, in South Carolina. It was the largest slave insurrection that took place in Colonial America. Übersetzung via google translate
• WikiPedia über den Stono-Aufstand
• In dieser Chronologie sind Eckdaten der Sklaverei in den Vereinigten Staaten bzw. in den Kolonien aufgeführt, aus denen dieses Land hervorgegangen ist.
• Black Past: Stono Rebellion 1739
• Stono Rebellion/Stono River led by Jemmy aka Cato Bloody September 9th 1739
• Im folgenden Jahr kam es zu einem weiteren Aufstand in Georgia, und noch ein Jahr später fand erneut ein Sklavenaufstand in South Carolina statt.

Texthinweis: he.he. Übersetzung / Redaktionelle Bearbeitung: Thomas Trueten


Vor 81 Jahren: Widerstandsorganisationen EAM und EDES sprengen die Brücke von Gorgopotamos

Die Gorgopotamos Brücke mit dem "provisorischen" Pfeiler im Vordergrund
Die Gorgopotamos Brücke mit dem "provisorischen" Pfeiler im Vordergrund
Foto: © George Terezakis - originally posted to Flickr as Gorgopotamos Bridge
Lizenz: CC BY-SA 2.0
In der Nacht vom 25. November 1942 sprengten die Widerstandsorganisationen EAM und EDES  die Brücke von Gorgopotamos in die Luft. Der Erfolg der Aktion behinderte unter anderem für mehrere Tage den Nachschub der deutschen Truppen in Nordafrika, hatte aber als Symbol für die Möglichkeit des Widerstands gegen die vermeintlich übermächtige Besatzung höhere Bedeutung.

Die Sprengung der Brücke war auch ein Fanal für den massiven griechischen Widerstand gegen die deutsche Besatzung. Die Hauptkraft der Partisanenarmee, die ELAS unter Aris Velouchiotis, hatte zeitweilig mehr als 120.000 Mann und fügte den Besatzern erhebliche Verluste zu.

"Velouchiotis steht auch heute noch ganz im Zeichen der politischen Landschaft Griechenlands. Von den Linksradikalen wurde er für seinen Widerstand gegen die Nazis ähnlich wie Che Guevara oder Ho Chi Minh in westeuropäischen Ländern zur Symbolfigur erhoben."

WikiPedia zu Velouchiotis

Eine deutsche Ingenieureinheit untersucht die Zerstörungen und beginnt mit der Reparatur Gorgopotamos-Brücke.
Eine deutsche Ingenieureinheit untersucht die Zerstörungen und beginnt mit der Reparatur der Gorgopotamos-Brücke.
Quelle: © http://gorgopotamosvillage.gr
"Oberhalb des Dorfes von Gorgopotamos befindet sich die historische gleichnamige Brücke, die die zwei Bergrücken von Iti verbindet und auf der die Bahnstrecke Athen - Thessaloniki fährt. Auf dieser Brücke wurde eine der herrlichen Seiten der modernen Geschichte geschrieben. In der Nacht vom 25. November 1942 sprengten die vereinigten Widerstandsorganisationen von EAM und EDES zusammen mit englischen Saboteuren nach Entschluss des Hauptquartiers Mittlerer Osten die Brücke in die Luft und so verursachten sie beim Durchmarsch der Deutschen, die die Alliierten in Afrika erpressten, eine erhebliche Verzögerung. Die Brücke wurde im Jahre 1948 rekonstruiert. Sie ist 211 m lang und 30 m hoch. Auf dem kleinen Hügel, der sich nur ein paar Meter entfernt befindet, wird jedes Jahr von Vertreter des Staates und Widerstandsorganisationen der Heldentat vom 25. November 1942 gedacht die unter anderem die Einheit des Kampfes der Besatzungjahre gegen die Gewaltkräfte ausdrückt."

Die historische Brücke von Gorgopotamos

"Nachdem die griechische Regierung 1982 endlich auch die Nationale Befreiungsfront EAM und ihre Unterorganisationen als Teil des Nationales Widerstands anerkannte, wurde der 25. November, der Tag der symbolträchtigen Sprengung des Gorgopotamos-Viadukts, als offizieller Gedenktag des Nationalen Widerstands eingeführt.
Stätte der jährlich stattfindenden Gedenkveranstaltungen ist ein ausgedehntes Areal oberhalb des Viadukts mit einer kleinen Kapelle und einem Gedenkstein zu Ehren der Kämpfer des Nationalen Widerstands...

Längerer Beitrag zum Ort Gorgopotamos bei Gedenkorte Europa

Die Schlacht um Athen (besser bekannt als Dekemvriana, griechisch Δεκεμβριανά) war eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen der linksgerichteten Widerstandsorganisation des Zweiten Weltkriegs, der Nationalen Befreiungsfront EAM (Ethniko Apeleftherotiko Metopo) und deren militärischem Arm Griechische Volksbefreiungsarmee ELAS (Ellinikos Laikos Apeleftherotikos Stratos) auf der einen und der griechischen Regierung unter Georgios Papandreou, Damaskinos Papandreou und Nikolaos Plastiras sowie britischen Truppen auf der anderen Seite. Die britische Luftwaffe bombardierte tagsüber pausenlos jene Viertel der Stadt, die als Hochburgen der ELAS galten. Zeitweilig wurde sie von der US-amerikanischen Luftwaffe unterstützt.

Auslöser der Kämpfe war die Demobilisierung der Partisanenverbände, die eine Zivilregierung ermöglichen sollte. Über die Modalitäten der Waffenniederlegung kam es zum Streit, der anlässlich einer von der EAM organisierten Massendemonstration am 3. Dezember 1944 zu einer blutigen Auseinandersetzung führte. Der bewaffnete Konflikt endete erst am 11. Januar 1945. Die Kämpfe fanden vorwiegend in Athen, Piräus und deren Vororten und Umgebung statt. Der massive Aufmarsch der britischen Schutzmacht bewog die kommunistische Führung schließlich zum Nachgeben. Es kam zu einem Waffenstillstand zwischen der EAM und der griechischen Regierung bzw. den britischen Truppen und am 12. Februar 1945 zum Abkommen von Varkiza.


(Wikipedia / eigene Angaben)

Griechenlands Tradition des Widerstands

Aris Velouchiotis, unbekanntes Datum
Aris Velouchiotis, unbekanntes Datum
Quelle: WikiPedia

Letztendlich zerbrach die griechische Befreiungsbewegung an der militärischen Übermacht der Alliierten. Während der Kämpfe wurden Tausende ELAS-Kämpfer getötet. Die Briten deportierten etwa 8000 Linke in Lager in Nordafrika, weitere 4000 sperrten sie in Griechenland ein. Die Organisationen der Arbeiterbewegung in Athen und Piräus waren zerschlagen. Bis 1949 zog sich der Bürgerkrieg hin. Er endete mit der vollständigen Niederlage der Kommunisten. Bis zuletzt hatten sie auf Hilfe aus der Sowjetunion gehofft, doch die kam nicht. Stalin wusste: Je härter die Alliierten in Griechenland vorgingen, desto besser konnte er die Ausschaltung missliebiger politischer Kräfte in „seiner“ Einflusszone rechtfertigen.

Die Freiheitsliebe

Velouchiotis´ Entscheidung, sich dem Abkommen von Varkiza entgegenzustellen, brachte ihn in Konflikt mit dem demokratischen Zentralismus der Kommunistischen Partei Griechenlands. Diese hatte sich im Hinblick auf eine demokratische Lösung des griechischen Problems dazu entschlossen, dem Abkommen zuzustimmen. Auf der 11. Sitzung des Zentralkomitees im April 1945 wurde Velouchiotis aus der Partei ausgeschlossen. In Anbetracht der darauffolgenden historischen Ereignisse, allen voran der griechische Bürgerkrieg von 1946-1949, kam die Partei zum Schluss, dass Velochiotis mit seiner Einschätzung der Lage durchaus Recht behalten hatte. Besonders ist das Fehlen seines organisatorischen und militärstrategischen Denken im Bürgerkrieg spürbar geworden. Obwohl er schon viel früher faktisch rehabilitiert wurde, kam es 2011 zu seiner offiziellen politischen und 2018 zu seiner vollständigen Rehabilitation als Parteimitglied der KKE, trotz seiner Ungehorsamkeit, die es nicht zu rechtfertigen gilt, aber durch die damals mangelnde Kollektivität der Arbeitsweise der Führungsorgane der Partei in den richtigen Rahmen gestellt werden muss. Mit diesem von der Partei selbst angestrengten Rehabilitationsprozess entstand die Möglichkeit, gemachte Fehler historisch einzuordnen und Velouchiotis´ ereignisreiches Leben in einem vollständigeren Spektrum nachzuzeichnen. Aus den Schemen der Vergangenheit entstand nun mit äußerster Klarheit das Schicksal und das Leben eines Mannes, das aufs Engste mit dem der Kommunistischen Partei verwoben war.

Thanasis Klaras, besser bekannt als Aris Velouchiotis  und seine Genossinnen und Genossen hatten nicht für den Wechsel und die Wiedereinsetzung der alten besitzenden Klassen gekämpft, sondern für ein freies, sozialistisches Griechenland. So lautet der Schwur der ersten Partisanengruppe, den er selbst verfasst hat:

„Ich bin ein Sohn des griechischen Volkes und schwöre in den Reihen der ELAS zu kämpfen, bis auch der letzte Tropfen meines Blutes die Erde benetzt, um den Feind von unserem Land zu vertreiben. Für die Freiheit unseres Volkes werde ich immerfort wachsam sein. Ich werde treu und unermüdlich unser Hab und Gut und die Bauern beschützen. Sollte ich eines Tages meiner Kampfespflicht gegenüber meiner Nation und meinem Volk nicht gerecht werden, so nehme ich mein Todesurteil im Vorhinein an. Ich schwöre, das Gewehr in meinen Händen zu ehren und es niemals abzugeben, bis meine Heimat von der Sklaverei befreit sein wird und den Händen des Volkes übergeben worden ist.“ 

Und diesem Eid blieb der Kämpfer Thanasis Klaras, besser bekannt als Aris Velouchiotis, bis zu seinem tragischen Tod treu. Sein Weg führte ihn wieder zurück in die bekannten Berge Zentralgriechenlands, um die bürgerliche Regierung und die britischen Invasoren zu bekämpfen. Doch in diesem seinen letzten Kampf blieb er erfolglos. Von einer Übermacht der feindlichen Armee in Mesounda umzingelt, nahm er sich am 16. Juni 1945 selbst das Leben und übergab sein Gewehr nicht.

Seiner Leiche und den Leichen seiner Genossen wurden die Köpfe abgetrennt und im Zentrum von Trikala zur Schau gestellt, um allen klarzumachen, dass die bürgerliche Gewalt nicht in Frage gestellt werden darf.

Zeitung der Arbeit, siehe auch Neues Deutschland, " Die Zeugnisse griechischen Freiheitsgeistes kennt kaum jemand. "

Der Athener Schriftsteller Dionysis Charitopoulos veröffentlichte 1996 eine Biographie von Aris Velouchiotis, für die er 20 Jahre recherchierte und die in Griechenland ein Bestseller wurde.

Dionysis Charitopoulos beweist in seinem Buch Aris, Lord of the mountains dass Aris Velouchiotis der Mann ist, der die größte Freiwilligenarmee in der griechischen Geschichte und ein freies Griechenland im versklavten Europa geschaffen hat.

"Als politischer Kommissar und Begründer der ELAS war er die wahrscheinlich wichtigste Figur des gesamten griechischen Widerstands und wird heute von der linksextremen Szene dafür gerühmt, dass er vom streng moskautreuen Kurs der KKE-Führung abwich und in den griechischen Bergen während der Besatzung ein basisdemokratisches und sozialistisches Gemeinwesen aufbaute."

MIt herzlichem Dank an H. für den Hinweis auf das Ereignis und die diversen Links zu Quellen.


Auch 2023: An guten Traditionen festhalten!

Anarchistisches Poster aus den 50er Jahren

Beispielsweise den heutigen Guy Fawkes Day, in dem in Britannien des einzigen Mannes gedacht wird, der je mit ehrlichen Absichten ins Parlament gegangen ist.

"Remember, remember, the 5th of November

The Gunpowder Treason and plot;

I know of no reason why Gunpowder Treason

Should ever be forgot."