trueten.de

»Sie haben es getan und sie werden es jederzeit wieder tun, wenn es ihnen gestattet wird.« Hans Frick

TV Tipp: "Die Unwertigen"

"Elfriede Schreyer, Richard Sucker, Waltraut Richard und Günter Discher haben keine unbeschwerte Jugend erlebt. Ihre Zeit im Kinderheim oder Jugend-KZ war von Demütigungen, Schlägen, Hunger und Angst um das schlichte Leben geprägt. Viele ihrer Leidensgenossen wurden von den Nazis in Heimen oder Vernichtungslagern ermordet. Während die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen in den NS-Jugendorganisationen "gleichgeschaltet" wurde, hatte man diejenigen, die sich nicht in das System fügten, zu "Unwertigen" erklärt. Auch nach dem Ende der Diktatur, in der jungen BRD, änderte sich zunächst wenig. Elfriede Schreyer blieb im "Kalmenhof", einem sogenannten Erziehungsheim. Als Kind mit Schreib- und Leseschwäche war sie von den Nazis dort eingewiesen worden, mit der Diagnose "mittlerer Schwachsinn". So stigmatisiert verbrachte Elfriede Schreyer über 30 Jahre im "Kalmenhof". Erst 1972 erreichte eine engagierte Psychologin ihre Entlassung. Bis heute ist sie nicht angemessen entschädigt worden. Auch die anderen warten vergebens auf Wiedergutmachung. Der Film "Die Unwertigen" von Renate Günther-Greene erzählt die Geschichte dieser vier Menschen, die überlebt haben, aber bis heute von den traumatischen Erlebnissen der verlorenen Jahre geprägt sind."

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Sonntag, 6. Juni 2010, 22.30 Uhr auf 3Sat

Via "junge Welt"

Demowochenende gegen Rassismus, Nationalismus und Faschismus

Ab morgen finden am Wochenende bundesweit wieder Protestaktionen gegen faschistische Aktivitäten statt:
  • Duisburg / Marxloh (Gegen Pro NRW / NPD Aufmarsch)
  • Lübeck (Gegen geschichtsrevisionistischen "Trauermarsch" von NPD und Freien Kameradschaften)
  • Neuruppin (Gegen Nazidemo)
  • Backnang (Zeichen gegen Rassismus, Nationalismus und Faschismus)
  • Schorndorf / Weiler (Mahnwache gegen rechtsradikale und fremdenfeindliche Umtriebe in ehemaliger Nazikneipe)
Wir dokumentieren den Hinweis auf die Demonstration in Backnang:
Nach der gut besuchten und störungsfreien Veranstaltungsreihe, die sich thematisch mit dem Neofaschismus auseinandersetzte, folgt als Abschluss eine antifaschistischsten Demonstration.

Am 27.03 um 14 Uhr in Backnang (Treffpunkt Bahnhof), um ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Nationalismus und Faschismus zu setzen.
Verschiedene Gruppen aus der Region beteiligen sich an der Demonstration sowie an mehren Redebeiträgen.

Backnang wurde als Demonstrationsort ausgewählt, da diese Stadt sich in der Nähe von Sulzbach und Murrhardt befindet. In dieser Region agieren konspirativ verschiedene Gruppierungen und Personen aus dem rechten Lager. Das Ziel ist es, über diese Aktivitäten aufzuklären sowie den Zusammenhang zwischen Faschismus und politischen Entwicklungen aufzuzeigen.

Die Demo wird von folgenden Gruppen unterstützt:

DKP Rems - Murr, Die Linke Rems-Murr, VVN -“ BdA Rems -“ Murr, Juze Backnang, IG Metall Waiblingen, VIAK Waiblingen, GEW Rems - Murr, Verein Weiler schaut hin, Ver.di Rems -“ Murr und die DGB Ortsverbände Fellbach & Schorndorf.

Antifaschismus in der ländlichen Region durchsetzen!
Nazis in die Defensive drängen!

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Siehe auch: Städtetour "Nazis keine Basis bieten" von Polizei schikaniert!, 23.05.2009
Via Antifaschistisches Aktionsbündnis Rems-Murr / AARM / redblog


Filmtipp: "Die Unwertigen". Heimkinder Schicksale im Nationalsozialismus

Neulich hatte ich bei redblog auf die Vorführung des Filmes "Die Unwertigen" in Berlin hingewiesen. Der Film über das Schicksal von Heimkindern im Faschismus und in der Nachkriegszeit wird in wenigen Tagen auch in Stuttgart gezeigt.

Die Nazis sortierten Jugendliche nach ihrem Wertesystem der Rassenhygiene und Eugenik. Die "wertigen" Kinder wurden gefördert, die "unwertigen" aussortiert und "ausgemerzt". Waltrauts Mutter kommt ins Konzentrationslager, Waltraut und ihre Geschwister in Heime. Günter muss ins Jugenkonzentrationslager, weil er die verbotene Swing-Musik hört. Elfriede erlebt im Kinderheim, wie Kinder Opfer der Euthanasie werden. Richard wird als uneheliches Kind seiner Mutter für immer entrissen und leistet mit vier Jahren Zwangsarbeit.

Der Film erzählt auch von der gesellschaftlichen Verdrängung nach 1945 und den Auswirkungen für die Betroffenen bis heute: Richard und Elfriede bekommen die Folgen des nationalsozialistischen Denkens noch lange nach dem Krieg zu spüren. Elfriede bleibt bis 1970 eingesperrt im Heim.

Im Anschluss an den Film Gespräch mit Richard Sucker. Richard Sucker kommt als uneheliches Kind 1935 ins Waisenhaus in Breslau. Prügel gibt es täglich und hart zu arbeiten. Nach dem Krieg findet er ein neues “Zuhause- in deutschen Heimen. Dort gibt es weiter Prügel bis das Blut fließt und wieder unbezahlte Zwangsarbeit.

Heute ist Richard Sucker Zeuge im Petitionsausschuss Heimkinder des Bundestages.

Am 07. Februar um 11 Uhr Kino Atelier am Bollwerk, Hohe Straße 26, Stuttgart - Mitte

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Veranstaltet von der Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg und den AnStiftern

Was mir heute wichtig erscheint #185

Bildungsstreik: Mehrere tausend Menschen waren gestern in Frankfurt/Main lautstark und geschlossen trotz massiven Polizeiaufgebots und ständiger Provokationen bei der bundesweiten Demo „Die Uni gehört allen! - Solidarisch für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben“ unterwegs. Die Demo wurde im Vorfeld von den Veranstalter_innen als Versuch bezeichnet, verschiedene soziale Kämpfe und Proteste, die sich gegen die Unterwerfung unter Verwertungslogik, Ausgrenzung und Repression richten, gemeinsam auf die Straße zu bringen. "Hoch aus den Kissen, Schavan! Der Bildungsstreik ist lang schon wach..." bei StattWeb

Dienstbeflissen: Dienst ist Dienst. Oder: Der deutsche Untertan ist bei der Eisenbahn

Auswertung: Das Bundesministerium des Innern informiert: Bericht zur Auswertung der Sicherheitsmaßahmen zum NATO-Gipfel im April 2009

Rollenspiele: "(...) Das Oberverwaltungsgericht hingegen sagt: Blockadetraining (im öffentlichen Raum) nein; aber Rollenspiele und öffentliches Probesitzen ja und gibt der Stadt damit zum größten Teil Unrecht. Beim Blockadetraining könne es zu Nötigung kommen behauptet das OVG; Blockaden generell sind jedoch nicht strafbar. (...)" Dresden1302 via Woschod. Am Tag der Machtübertragung an die Nazis vor 87 Jahren fand in Dresden ein öffentliches Blockadetraining statt. Vor der Synagoge trafen sich 150 Menschen und haben erfolgreich für eine Blockade gegen den Naziaufmarsch am 13. Februar geübt.

Ausgehebelt: Nicht nur in Bayern, Baden - Württemberg, Niedersachsen und Sachsen geht es um das Recht auf Versammlungsfreiheit, in Wien wurde in Zusammenhang mit dem rechten bis rechtsextremen Burschenschafterball in der Hofburg nach einer Pressemitteilung des NoWKR Bündnisses die Demonstrationsfreiheit mit brutaler Polizeigewalt ausgehebelt. Georg Prack zieht eine kleine Bilanz.

Eröffnung: "Gerda Taro ist noch für manche Überraschung gut" so zitiert die Stuttgarter Zeitung die Taro Biografin Imre Schaber anlässlich der Eröffnung der Ausstellung über deren Werk. Öffnungszeiten bis 16. Mai, Di und Do bis So 10 bis 18 Uhr, Mi und Fr 10 bis 21 Uhr, Stuttgarter Kunstmuseum

Rechtswidrig: Obwohl die Personenkontrollen von Moschee-Besuchern rechtswidrig sind, will der Innenminister Niedersachsens daran festhalten. "Dies sei wegen der islamischen Bedrohung notwendig."

Behindert: "der wiederaufbau in verzug, der zugang limitiert, das gebiet eine militärzone und arbeitslosigkeit weit verbreitet: mehr als zwei jahre nach ende der kämpfe präsentiert sich das palästinensische flüchtlingslager nahr al-bared im libanon nicht als jenes vorbild, zu welchem die libanesische regierung es zu machen versprach. (...)" [weiterlesen]

Einreiseverbot: Gabriel Kuhn hat mehrere Bücher über die Linke in den USA in Vergangenheit und Gegenwart im Unrast-Verlag und im US-amerikanischen pm-Verlag übersetzt und veröffentlicht. Doch eine für den März bis Mai 2010 terminierte Lesereise in den USA konnte Kuhn nicht antreten. Ein Hinweis bei telepolis

Zensurprozess: Gegen die Herausgeberin von "Scharf Links", Edith Bartelmus-Scholich,  existiert ein Strafbefehl über 12000 Euro. Sie hat dagegen Widerspruch eingelegt und ihr Prozess beginnt am 16. Februar 2010 vor dem Amtsgericht Krefeld.

Der Tod ist ein Meister aus Deutschland...

Zum heutigen 65. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee: Die Todesfuge von Paul Celan, gelesen von ihm selbst:

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via entdinglichung

Siehe auch:

• "Herausforderung "Auschwitz"" / jW 27.01.2010
• TV-Tipp: Birkenau und Rosenfeld Bayerisches Fernsehen, Mittwoch, 27. Januar 2010, 23.50 Uhr (Via Gonorrea)

Kinotipp: "Die Unwertigen"

Unter anderem in Stuttgart läuft der Film "Die Unwertigen" über das Schicksal von Heimkindern im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit. Die Nazis sortierten Jugendliche nach ihrem Wertesystem der Rassenhygiene und Eugenik. Die wertigen Kinder wurden gefördert, die unwertigen aussortiert und ausgemerzt.

Stuttgart: Kino Atelier am Bollwerk, Hohe Straße 26, Sonntag, 07.02.2010, 11.00 Uhr

Der Film erzählt auch von der gesellschaftlichen Verdrängung nach 1945 und den Auswirkungen für die Betroffenen bis heute. Im Anschluss an den Film Gespräch mit Richard Sucker. Richard Sucker kommt als uneheliches Kind 1935 ins Waisenhaus in Breslau. Prügel gibt es täglich und hart zu arbeiten. Nach dem Krieg findet er ein neues “Zuhause- in deutschen Heimen. Dort gibt es weiter Prügel bis das Blut fließt und wieder unbezahlte Zwangsarbeit.

Heute ist Richard Sucker Zeuge im Petitionsausschuss Heimkinder des Bundestages.

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Via Rosa Luxembug Forum

Hotel Silber: Offener Brief an Breuninger

Wir dokumentieren und unterstützen ausdrücklich den offenen Brief der "Initiative Gedenkort Hotel Silber" und verweisen auf die morgen, Samstag 19.12.2009 von 11:00 Uhr bis 16:00 hinter "Breuninger" in Stuttgart (Ecke Sporerstrasse/Karlsstrasse) stattfindende Aktion, in deren Mittelpunkt die Verbreitung dieses "Offenen Briefs an Breuninger" stehen wird. Die Aktion ist mit einigen Auflagen vom Amt für öffentliche Ordnung genehmigt.

E. Breuninger GmbH & Co Stuttgart, 19. Dezember 2009
Geschäftsführender Vorstand
Herr Willem G. van Agtmael
Marktstraße 1-3
70173 Stuttgart

„So wie es mit den nach Mord und Menschenverachtung stinkenden Eingeweiden des Hotel Silber geschehen soll, das in der Dorotheenstraße stört und noch steht, noch Schimpf und Schande schreit. Nicht mehr lange, weil diese Stadt sich selbst immer erinnerungsloser macht, die letzten Zeugen an die Wand stellt und unter den Einschlägen der Abrissbirne wegsacken lässt."
Anna Katharina Hahn, Stuttgarter Zeitung 28.11.2009
ihr Breunlnger-KundInnen schauen hln Ausverkauf:


Ausverkauf:Breuninger entsorgt ehemalige Gestapozentrale -šHotel Silber-™ !


Sehr geehrter Herr Agtmael,
nach zahlreichen vergeblichen Versuchen, direkt mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, wenden wir uns nun in der Öffentlichkeit an Sie als Verantwortlichen für die Firma Breuninger. Wir, das sind Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Initiative Gedenkort Hotel Silber zusammengeschlossen haben. Wir kommen aus vierzehn verschiedenen Initiativen und Organisationen, in denen wir uns seit Jahren gegen das Vergessen und Verdrängen der nationalsozialistischen Terrorherrschaft engagieren.

Die Firma Breuninger hat vor, im Rahmen des so genannten DaVinci-Projektes das Gebäude Dorotheenstraße 10 abreißen zu lassen, um Platz zu schaffen für ein Nobelhotel und ein weiteres Einkaufszentrum. Den städtebaulichen Sinn oder Unsinn dieses Vorhabens wollen wir dahingestellt sein lassen.
Eines steht jedoch fest: mit diesem Schritt würde die ehemalige Gestapozentrale, der zentrale Stuttgarter Tatort des NS-Terrors „zynisch entsorgt“, wie dies die Frankfurter Rundschau beschrieb. An diesem Ort wurden Menschen, denen die Nazis das Lebensrecht absprachen oder die sich ihnen widersetzt hatten, gedemütigt, verhört, gefoltert, ermordet. In diesem Gebäude wurde die Deportation der Stuttgarter und Württemberger Juden in die Vernichtungslager organisiert.

Der Abriss des -šHotel Silber-™ ist nicht akzeptabel. Mit ihm würde die Verleugnungs- und Verdrängungspolitik der Nachkriegsgeschichte vollendet. Tausende Bürgerinnen und Bürger Stuttgarts haben gegen dieses Vorhaben mit ihrer Unterschrift Einspruch erhoben.
Zahlreiche Künstler, Wissenschaftler und Politiker aus ganz Deutschland protestierten. Es wäre eine Schande und ein Skandal, sagte der Erfinder der Stolpersteine, Gunter Demnig, Anfang Oktober im Stuttgarter Schauspielhaus. Bundesweit äußert die Presse Unverständnis. „Stuttgart erblindet“ kommentierte die ZEIT. Viele Nachfahren von Opfern des NS-Terrors versichern uns, dass der Abriss für sie ein Schlag ins Gesicht wäre. Die Authentizität des Gebäudes besteht für sie in den schmerzhaften Erinnerungen, die sich mit diesem Ort verknüpfen.

Das Gebäude Dorotheenstraße 10 muss erhalten werden, als Gedenkort, als Lernort, als Forschungsort. Hier soll nach Kölner, Berliner, Nürnberger, Dresdner und Münchner Vorbild das längst überfällige Stuttgarter und Württemberger NS-Dokumentationszentrum entstehen. Die Aufarbeitung der Stuttgarter NS-Geschichte muss als öffentliche Aufgabe anerkannt werden, Stadt, Land und lokale Firmen müssen sich für diese Aufgabe engagieren.
Wenn die Verantwortlichen das wollen, würden sie hierfür auch architektonische und finanzielle Lösungen finden. Zahlreiche gebaute Beispiele beweisen, dass es durchaus möglich ist, ein historisches Gebäude in einen hochmodernen Komplex zu integrieren.

Die erste Verantwortung hierfür liegt bei der Politik, beim Gemeinderat und beim Landtag. Sie können sicher sein, dass wir nichts unversucht lassen werden, in diesem Sinne unseren Einfluss geltend zu machen und einen Bebauungsplan zu verhindern, der den Abriss des -šHotel Silber-™ vorsieht.

Doch auch die Firma Breuninger trägt eine Verantwortung für die Stadtkultur. Alfred Breuninger, der Firmenchef in der NS-Zeit, war ein Profiteur des Nazi-Regimes. Das ist nachzulesen im kürzlich erschienen Buch „Stuttgarter NS-Täter“. Für das Handeln der Firmenleitung in der NS-Zeit kann die heutige Firmenleitung nicht verantwortlich gemacht werden; doch sie trägt eine Verantwortung für den geschichtsbewussten Umgang mit diesem Erbe.
Dasselbe gilt für Ihre Projektpartner. Die Finanzverwaltung hatte die Ausplünderung der Stuttgarter Juden organisiert. Im Innenministerium wurde die Ermordung von zehntausend behinderter Menschen in Grafeneck geplant. Eine Firma lebt von ihrem Ruf. Kann es Ihnen gleichgültig sein, dass der Name und das Ansehen der Firma Breuninger durch diese geschichtsvergessene Planung beschädigt wird?

Für ein Gespräch stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Gerne würden wir Ihnen auch die Namen der Menschen nennen, die nach dem Stand unserer Recherchen im -šHotel Silber-™ gequält wurden, darunter prominente Persönlichkeiten wie Eugen Bolz und Kurt Schuhmacher. Wir können Ihnen auch Gespräche mit Nachfahren von Opfern vermitteln, die Ihnen erklären könnten, was ein Abriss für sie bedeuten würde.

Wir grüßen Sie im Namen der in der -šInitiative Gedenkort Hotel Silber-™ zusammengeschlossenen Initiativen und Organisationen.

Harald Stingele
Haraldstingele[@]aol.com

Elke Banabak
elke.banabak[@]gmx.de

Ebbe Kögel
ebbe.kogel[@]talk21.com


Arbeitskreis „Euthanasie“ der Stuttgarter Initiativen Stolpersteine; Die AnStifter Stuttgart; Initiative Deserteurdenkmal für Stuttgart; Weissenburg e.V. -“ schwul-lesbisches Zentrum Stuttgart; Mauthausen Komitee Stuttgart e.V.; Stadtjugendring Stuttgart e.V.; Stuttgarter Initiativen Stolpersteine; VVN-BdA -“ Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Kreisverband Stuttgart; Verband Deutscher Sinti und Roma -“ Landesverband Baden-Württemberg e.V.; Zeichen der Erinnerung e.V.; IG CSD Stuttgart e.V.; „Weiler schaut hin“ e.V. Bündnis gegen rechte Gewalt; Arbeitskreis Asyl Stuttgart; Geschichtswerkstatt Stuttgart Nord e.V.

Buchtipp: "ausgesteuert - ausgegrenzt ...angeblich asozial"

Externes Bild nicht verfügbar. Originalquelle öffnenWir hatten uns bereits hier und da mit der historischen Stigmatisierung "Asozialer" während des Faschismus befasst. Nun haben Anne Allex und Dietrich Kalkan bei AG Spak das Buch "ausgesteuert - ausgegrenzt ...angeblich asozial" herausgegeben.

„Der Berliner Arbeitskreis „Marginalisierte - gestern und heute!“ befasst sich mit der Geschichte von Unangepassten und Missliebigen, insbesondere der Aufklärung über die Verfolgung und Vernichtung so genannter Asozialer im Nationalsozialismus. Im Buch werden Kontinuitäten und Brüche dieser Entwicklung bis hin zu aktuellen Erscheinungen unter den Fragestellungen „Wer ist nützlich?“ und „Wer ist minderwertig?“ diskutiert. Kulminationspunkt der Beiträge ist die Auseinandesetzung mit dem Wesen des Stigmas „Asozial“, das im Prinzip auf diskriminierenden Zuschreibungen fußt...“

Der Beitrag Arbeitshaus Rummelsburg von Katrin Framke kann als exklusive Leseprobe bei LabourNet gelesen werden.


Anne Allex und Dietrich Kalkan
Ausgesteuert-ausgegrenzt...angeblich asozial
344 Seiten
ISBN-10: 3930830566
ISBN-13: 978-3930830565

Geschichte, Rassismus und das Boot oder: wessen kampf gegen welche verhältnisse

Nicht nur unter "historischen" Gesichtspunkten sind die in dem "Geschichte, Rassismus und das Boot oder: wessen kampf gegen welche verhältnisse" auch heute noch interessant. Rückt im Kampf gegen den allgegenwärtigen Rassismus der um eine befreite Gesellschaft nicht all zu leicht in den Hintergrund:

"Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus waren für die Linke seit über 20 Jahren kein eigenes Problem. Die neue "Qualität" rassistischer Angriffe, die auch über eine vorübergehende mediale Würdigung ins linke Bewußtsein vorstieß, scheint die These vom wiedererwachten Großdeutschland, von der "ungebrochenen Kontinuität des deutschen Faschismus" auf das blutigste zu bestätigen.

Doch die einfachen Analogien versperren -“ geradezu mutwillig -“ die Sicht auf die Zusammenhänge zwischen Rassismen im Modell Deutschland und dem antisemitischen Konsens im deutschen Faschismus.

Der Blick auf Hoyerswerda ist der selbstbestätigende Blick auf einen Rassismus der politisch und historisch leicht identifizierbar und physiognomisch leicht auszumachen ist. "Solange autonome antifaschistische Praxis vor allem darin besteht, den braunen Rassismus von der Straße zu verdrängen, solange wir gegen den institutionellen, (multi-)kulturellen Rassismus keine Praxis entwickeln, solange machen wir mit multikulturellen Konzepten -“ ungewollt -“ eine Sache: Wir kämpfen gemeinsam um die Wiederherstellung der Normalität." Das Verhältnis der militanten Linken zum Staat Israel zeigt, daß eine internationalistische deusche Linke, die ihre eigene nationale Bedingtheit leugnet fast zwangsläufig antisemitische Muster reproduziert.
"Geschichte, Rassismus und der Boot" treibt die seit den Ereignissen des Jahres 1991 in der autonomen Linken entfachten Diskussionen (Golfkrieg/Israel, Rassismus, autonomer Antifaschismus, Herrschaftsbegriff) weiter."


"Geschichte, Rassismus und das Boot oder: wessen kampf gegen welche verhältnisse" (pdf, 171 Seiten)

Hotel Silber: Ende der Mahnwache und Übergabe der gesammelten Unterschriften

Am kommenden Samstag beendet die Initiative Gedenkort Hotel Silber ihre einwöchige Mahnwache "5 vor 12" für den Erhalt der ehemaligen Gestapozentrale "Hotel Silber" in der Dorotheenstraße. Bei dieser Aktion haben wir durch Gespräche mit der Bevölkerung und mit einer Unterschriftensammlung auf unser Anliegen nach der Einrichtung einer NS-Dokumentationsstätte und eines Lern- und Gedenkortes in diesem historischen Gebäude aufmerksam gemacht.

Bereits jetzt kann gesagt werden, dass unsere Aktion eine sehr gute Resonanz bei Passantinnen und Passanten fand und wir sehr viele interessante Gespräche hatten. Viele ältere StuttgarterInnen erzählten uns von ihren Erfahrungen mit der NS-Zeit und dem "Hotel Silber", viele Jüngere betonten die Notwendigkeit des Erhalts als Erinnerungsstätte und Mahnmal für nachfolgende Generationen.
Insbesondere die Gespräche mit den Älteren haben uns noch mal die Notwendigkeit vor Augen geführt, so schnell wie möglich ein Gesamtprojekt zur Erforschung der NS-Zeit in Stuttgart und Württemberg in Angriff zu nehmen, bevor die Erfahrungen der ZeitzeugInnen von Ihnen mit ins Grab genommen werden. Dies ist eine Pflichtaufgabe für die Stadt Stuttgart und das Land Baden-Württemberg!

Die große Unterstützung für unser Anliegen kam auch in den zahlreichen Unterschriften für den Erhalt des Gebäudes zum Ausdruck. Zu den bereits in den letzten Monaten gesammelten 1.000 Unterschriften kamen von Montag bis Donnerstag noch weitere 400 dazu. Wir sind zuversichtlich, dass wir bis zum Ende der Mahnwache insgesamt über 1.500 Unterschriften gesammelt haben werden.
Neben vielen "NormalbürgerInnen" haben als lokale Prominenz z.B. Hasko Weber, Michael Gaedt, Wolfgang Dauner und Gudrun und Werner Schretzmeier unterschrieben. Auf nationaler Ebene Günter Grass, Hertha Däubler-Gmelin, Erhard Eppler, Klaus Theweleit, Jan + Aleida Assmann und Prof. Andreas Nachama.

Am Samstag, 25. Juli um 5 vor 12 Uhr werden wir unsere Namenslisten mit den Unterschriften an die Stadt Stuttgart (in Vertretung von OB Schuster Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle) und an das Land Baden-Württemberg (angefragt Ministerialdirektorin Gisela Meister-Scheufelen vom Finanzministerium) übergeben.

Ort: Infostand an der Ecke Dorotheenstraße/Holzstraße.

Unsere nächste Veranstaltung, eine Infoveranstaltung im Rahmen der Aktivitäten zum Christopher Street Day (CSD), findet unter dem Titel "Zukunft braucht Erinnerung" am Dienstag, 28. Juli 2009 um 20.00 Uhr in der Weissenburg, Weissenburgstr. 28a in Stuttgart statt.
An diesem Abend wollen wir auf Notwendigkeit hinweisen, dass unsere Region ein NS-Dokumentationszentrum braucht, in dem die Verfolgung aller NS-Opfergruppen dargestellt wird. Auf die Verfolgung der Homosexuellen zum Beispiel wird bisher in keiner einzigen Gedenkstätte in BaWü eingegangen.

Außerdem haben wir die Firma Drees und Sommer um einen Gesprächstermin angefragt, um deren Verantwortlichen unsere Ideen zum Erhalt des "Hotel Silber" vorzustellen. Drees und Sommer betreut im Auftrag von Land und Fa. Breuninger den Architektenwettbewerb für das Da-Vinci-Projekt. Auch OB Schuster wurde wg. eines Gesprächstermins angefragt.

Quelle: Pressemitteilung der "Initiative Gedenkort Hotel Silber"