trueten.de

»Hier mußt du allen Zweifelmut ertöten, hier ziemt sich keine Zagheit fürderhin.« Dante

Demowochenende gegen Rassismus, Nationalismus und Faschismus

Ab morgen finden am Wochenende bundesweit wieder Protestaktionen gegen faschistische Aktivitäten statt:
  • Duisburg / Marxloh (Gegen Pro NRW / NPD Aufmarsch)
  • Lübeck (Gegen geschichtsrevisionistischen "Trauermarsch" von NPD und Freien Kameradschaften)
  • Neuruppin (Gegen Nazidemo)
  • Backnang (Zeichen gegen Rassismus, Nationalismus und Faschismus)
  • Schorndorf / Weiler (Mahnwache gegen rechtsradikale und fremdenfeindliche Umtriebe in ehemaliger Nazikneipe)
Wir dokumentieren den Hinweis auf die Demonstration in Backnang:
Nach der gut besuchten und störungsfreien Veranstaltungsreihe, die sich thematisch mit dem Neofaschismus auseinandersetzte, folgt als Abschluss eine antifaschistischsten Demonstration.

Am 27.03 um 14 Uhr in Backnang (Treffpunkt Bahnhof), um ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Nationalismus und Faschismus zu setzen.
Verschiedene Gruppen aus der Region beteiligen sich an der Demonstration sowie an mehren Redebeiträgen.

Backnang wurde als Demonstrationsort ausgewählt, da diese Stadt sich in der Nähe von Sulzbach und Murrhardt befindet. In dieser Region agieren konspirativ verschiedene Gruppierungen und Personen aus dem rechten Lager. Das Ziel ist es, über diese Aktivitäten aufzuklären sowie den Zusammenhang zwischen Faschismus und politischen Entwicklungen aufzuzeigen.

Die Demo wird von folgenden Gruppen unterstützt:

DKP Rems - Murr, Die Linke Rems-Murr, VVN -“ BdA Rems -“ Murr, Juze Backnang, IG Metall Waiblingen, VIAK Waiblingen, GEW Rems - Murr, Verein Weiler schaut hin, Ver.di Rems -“ Murr und die DGB Ortsverbände Fellbach & Schorndorf.

Antifaschismus in der ländlichen Region durchsetzen!
Nazis in die Defensive drängen!

Externes Bild nicht verfügbar. Originalquelle öffnen

Siehe auch: Städtetour "Nazis keine Basis bieten" von Polizei schikaniert!, 23.05.2009
Via Antifaschistisches Aktionsbündnis Rems-Murr / AARM / redblog


Aktionstag 20. März: Nicht auf unserem Rücken! Arbeitsplätze und soziale Gerechtigkeit!

Die Wirtschaftskrise ist noch lange nicht vorbei: Arbeitsplätze sind massiv gefährdet und mit der schwarz-gelben Bundesregierung sollen die Lasten der Krise wieder uns aufgebürdet werden. Es ist an der Zeit, sich gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf den Rücken der Beschäftigten, Erwerbs-losen, RentnerInnen, SchülerInnen und StudentenInnen zu wehren.

Warum? Die Bundesregierung plant eine Gesundheitsreform, bei der ausschließlich die Beschäftigten und Versicherten zur Kasse gebeten werden. Die Arbeitgeber werden verschont. Mit der Einführung der Kopfpauschale würde der Manager den gleichen Krankenkassenbeitrag wie die Putzfrau bezahlen. Das käme einer Zerschlagung des solidarischen Gesundheitssystems gleich.

Zahlreiche Beschäftigte bangen um ihre Arbeitsplätze. Produktionsstandorte werden verlagert oder geschlossen. Der Strukturwandel ist im vollen Gange und muss gestaltet werden. Die Zahl der im Niedriglohnbereich Beschäftigten nimmt dramatisch zu, ebenfalls prekäre Arbeitsverhältnisse. Eine wachsende Zahl von Beschäftigten kann von ihrem Lohn nicht eigenständig leben. Viele Jugendliche werden nach der Ausbildung nicht oder nur befristet und/oder in Teilzeit übernommen.

Die Kommunen reagieren auf die Steuereinbrüche und ihre strukturelle Finanzmisere häufig mit Personalabbau, Gebührenerhöhung und Abbau der öffentlichen Daseinsvorsorge, zu Lasten der BürgerInnen und der Beschäftigten.

Wir fordern:
• Kein Sparen auf Kosten der Allgemeinheit - die Verursacher der Krise müssen zahlen!
• Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums
• Ausbildungsplätze für alle und unbefristete Übernahmen
• Lohndumping beenden - Gute Arbeit für alle
• Beschäftigung sichern und Standorte erhalten
• Strukturwandel sozial-ökologisch vorantreiben
• Einen gesetzlicher Mindestlohn, von dem man leben kann
• Bessere Finanzausstattung der Kommunen - mehr Geld für Bildung, Soziales, Ökologie
• Oben Bleiben - für den Erhalt des Stuttgarter Kopfbahnhofs!
• Hartz IV abschaffen - Schluss mit der Hetze!
• Weg mit der Rente mit 67!
• Gegen Militarisierung der Gesellschaft - Bundeswehr raus aus den Schulen - keine Kooperationsvereinbarungen zwischen Militär und Bildungsministerium
• Kostenlose gute Bildung für alle
• Keine Kopfpauschale, sondern ein solidarisches Gesundheitssystem
• Finanzmärkte entmachten - her mit der Finanztransaktionssteuer!
• Keine Diskriminierung von Erwerbslosen und MigrantInnen - Null Toleranz gegen Rassismus und Rechtsradikale!

Quelle: DGB Aufruf via IG Metall Waiblingen

Ton, Steine Scherben zu Dresden

Angesichts der empörenden repressiven Vorgänge um Verbote von Blockaden, von durchgeführten Razzien, von Festnahmen von Bundestagsabgeordneten und von Minderjährigen wegen Kleister, Klebeband und Postern und Pinseln, von beabsichtigten Sperrungen von Websites wie die des Blockadebündnisses in Dresden fehlt noch ein musikalischer Hinweis. Der fällt mir nicht schwer, schon immer bewiesen Ton, Steine, Scherben Weitsicht:

Externer Inhalt von YouTube Der ursprüngliche Flash-Player wird nicht mehr unterstützt. Erst beim Öffnen des Links wird eine Verbindung zum Anbieter hergestellt. Video oder Archivseite öffnen


Songtext - via RioLyrics
Es ist verboten,
was wir da machen ist verboten.
Dafür gibt's was auf die Pfoten,
weil was wir machen ist verboten.
Von Flensburg bis zum Bodensee, hey
in DDR und BRD, hey
bei den Schwarzen und den Roten,
was wir da machen ist verboten.

Es ist tabu, huh
Was wir da machen ist tabu, huh
Verdammich hart, aber true, huh
Was wir da machen ist tabu, huh
Bei Kerzenlicht und Sonnenschein
In Frankfurt/Oder, Frankfurt/Main
Bei SPD und CDU, huh
Was wir da machen ist tabu, huh

Aber's ist wunderbar ...
Anmerkungen
"Schwarzen und den Roten" = damit sind die Farben der Partein CDU und SPD gemeint, es sind aber auch andere Assoziationen möglich

Wem das noch nicht reicht, dem empfehle ich den Text von Sven Scholz: "Nazis und die Meinungsfreiheit"

LKA erläßt Verfügung zur Sperrung von www.dresden-nazifrei.de

Aus aktuellem Anlass dokumentieren wir eine Information des zweiten Dresdner antifaschistischen Bündnisses über eine Verfügung zur Sperrung von dresden-nazifrei.de, siehe auch "Sächsischer Landtag verabschiedet verschärftes Versammlungsgesetz, Antifaschisten werden kriminalisiert":

Dem Provider der Internetseite Dresden-Nazifrei.de wurde heute vom LKA Sachsen eine Verfügung zugestellt. In dieser wird die Abschaltung der besagten Seite gefordert. Kommt der Provider der Aufforderung nicht nach, ist mit einer einstweiligen Verfügung zu rechnen. Übereinstimmend mit der Argumentation die seitens der Staatsanwaltschaft Dresdens bereits zu Wochenanfang im Rahmen der Razzien vertreten wurde hieß es, mittels der Homepage würde zu Straftaten aufgerufen. In allen Fällen geht es der Staatsanwaltschaft darum, den Aufruf zu Massenblockaden wahlweise als kriminelle oder extremistische Handlung zu diffamieren. Die Regierung- fraktionen des sächsischen Landtages lassen zwar jegliche juristische Präzission missen beim stricken des neuen Versammlunggesetzes mit heißer Nadel, das stört den ermittelnden Staatsanwalt Avenarius aber offenbar wenig. Er bleibt starr auf der Dresdner Totalitarismus Schiene: Extremist ist Extremist.

Wir verurteilen die Kriminalisierung der antifaschistischen Bündnisarbeit.| Herausgabe der beschlagnahmten Gegenstände, sofort!| Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg | Entschlossen entgegentreten | Gemeinsam blockieren

No pasaran! Sie werden nicht durchkommen - Jetzt erst recht!


Die AntiNazi Koordination Frankfurt ruft zu einer Protestfaxaktion an den für die anti-antifaschistischen Polizeirazzien in Dresden und Berlin verantwortlichen Oberstaatsanwalt auf. Vordruck mit allen erforderlichen Daten: Fax Dresden

Update:
• Das Bündnis ist mit seiner Seite inzwischen auf einen Server im Ausland ausgewichen und unter http://www.dresden-nazifrei.com/ zu erreichen.
• Netzpolitik hat die Verfügung veröffentlicht.

Was mir heute wichtig erscheint #182

Der Stein des Anstoßes
Strafbar: Da auch ich mich durch die Unterzeichnung des Aufrufs zur Gegendemo gegen den Naziaufmarsch in Dresden am 13. Februar vielleicht schon strafbar gemacht habe, frage ich mich, ob ich jetzt noch auf ein Video verweisen darf, in dem erklärt wird, in welcher Form die Aktion stattfinden soll. Wie gestern berichtet, wurden "in Berlin und Dresden Razzien gegen Antifaschisten durchgeführt. Die Aktion richtete sich gegen die Mobilisierung nach Dresden zu Protesten gegen einen Neonaziaufmarsch am 13.Februar. Gegen 14 Uhr durchsuchten mehrere Beamte den Infoladen "red stuff" in Berlin-Kreuzberg, in Dresden betraf es zeitgleich die Landesgeschäftsstelle der Partei Die Linke und das Autonome Zentrum Conni. Beschlagnahmt wurden mehrere tausend Plakate, Flugblätter sowie Computer. Hintergrund der von Dresdens Staatsanwaltschaft angeordneten Razzia sind Aufrufe zur Blockade des Aufmarschs. (...)" (jW 20.01.2010). Die Durchsuchungsaktionen wurden unter anderem mit §111 des StGB, der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten begründet. Dieser wird in der letzten Zeit häufig im Zusammenhang mit §21 des Versammlungsgesetzes angewendet. Wer versucht, eine Versammlung zu verhindern oder grobe Störungen verursacht, kann dem Gesetz nach mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden. Aus diesem Grund versucht die Dresdner Staatsanwaltschaft den Urheber des Aufrufs und der Plakate zu ermitteln. Die Polizei kündigte während der Durchsuchungen weitere Maßnahmen an. Das geplante neue sächsische Versammlungsgesetz wird heute im sächsischen Landtag verhandelt. Dagegen findet heute eine Kundgebung statt. Bereits das bayerische Versammlungsgesetz wurde angeblich um damit Naziaufmärsche wie in Gräfenberg zu erschweren, verschärft. Die Naziaufmärsche fanden natürlich trotzdem, mit der Begründung der höherstehenden Meinungsfreiheit statt. Meinungsfreiheit für Verbrecher?

Falschmeldungen: Das internationale Verteidigungskomitee für Mumia Abu-Jamal will sich "insbesondere mit den Falschmeldungen der bürgerlichen Medien befassen, die am 19. Januar verbreitet haben, Mumia bekäme angeblich einen "neuen Prozeß". Leider stimmt das nicht, weil der Supreme Court vom 3. Bundesberufungsgericht nur eine bessere juristische Vorlage geliefert bekommen will, um Mumia schlußendlich doch hinrichten zu können. Unterzeichnet vor allem weiter die Petition an Barack Obama! Und laßt nicht locker zu fordern: FREIHEIT FÜR MUMIA! ABSCHAFFUNG DER TODESSTRAFE WELTWEIT!" Siehe auch die Meldung der Mumia Hörbuchgruppe bei redblog und Gonorrea sowie die Pressemitteilung des Berliner Mumia Bündnisses, veröffentlicht auf der Seite der Stuttgarter Initiative "Solidarität mit Mumia Abu-Jamal"

Filmtipp: Aamir wollte bei der Polizei Anzeige erstatten, weil seine Jacke gestohlen wurde. Im Revier läuft aber alles anders, als er sich vorgestellt hat. Seine Reise hat schon begonnen. "Reise ohne Rückkehr - Endstation Frankfurter Flughafen"

Glanzstück: "Dass Abmahnungen für die Verbreitung urheberrechtlich geschützter Werke einen gewissen finanziellen Reiz für die Rechteinhaber haben, steht für viele Abgemahnte außer Frage. Doch Geld zieht auch Trittbrettfahrer an.  Sobald diese ins Spiel kommen, wird es für den juristischen Laien noch schwieriger. Ihm fehlt oftmals die Kenntnis, eine "echte" Abmahnung von einer gefälschten Abmahnung zu unterscheiden. Bislang war die Menge an versandten Fake-Abmahnungen auch mehr als überschaubar klein. Offensichtlich ändert sich das aber langsam. Wie die Kanzlei von Olnhausen aktuell in ihrem Blog berichtet, liegt ihr aktuell ein Schriftstück vor, welches als Abmahnung deklariert ist. (...)" Weiter bei Gulli bzw. dem Blog der KanzleiVon Olnhausen

Trassenbau: Das geplante Plattmachen des Kopfbahnhofes in Stuttgart, auch bekannt als Megaprojekt "Stuttgart 21" sieht auch den Neubau einer ICE Trasse von Stuttgart nach Ulm vor. Gut, damit spart man sich immerhin 25 Minuten Zugfahrt, was ein entscheidender Vorteil ist und für die ich alle meine Vorbehalte gegen das Projekt über Bord werfe. Zum Abschnitt zwischen Wendlingen und Kirchheim gibt es eine Erörterungsverhandlung am 26. und 27. Januar jeweils ab 10 Uhr in der Stadthalle in Kirchheim. Kommenden Montag gibt es wieder Proteste gegen Stuttgart 21, ab 18 Uhr Ausgang Nordbahnhof. Fotos von den Aktionen am letzten Montag hat Roland Hägele gemacht. Über 3000 Menschen protestierten. Worauf sich die S21 Gegner besonders freuen, ist der Besuch von Bahnchef Grube am 29.1.

Solidarität: Seit über einem Monat kämpfen 12.000 Beschäftigte des staatlichen Tabak-Monopols Tekel in der Türkei gegen ihre Entlassung oder Versetzung in einen Kurzarbeitsstatus mit drastischen Lohneinbussen. Yek Kom: Solidarität mit den Tekel-Beschäftigten in der Türkei

Strategiewechsel: Die Untergrundorganisation Euskadi Ta Askatasuna (ETA, Baskenland und Freiheit) unterstützt die neue politische Strategie der linken Unabhängigkeitsbewegung. Das geht aus dem ETA-Kommuniqué vom 31. Dezember 2009 hervor, das die baskische Tageszeitung Gara am Sonntag veröffentlichte. Die spanischen Parteien reagierten ablehnend auf die ETA-Erklärung. Zum Beitrag von Ingo Niebel

Hessenkrimi: "In der -ºSteuerfahnderaffaire-¹ in Frankfurt ist der Vorwurf der Steuerhinterziehung eine Bagatelle, ein kleiner Fisch. Dahinter verbirgt sich ein System, das Milliarden im Ausland außerbilanziell tarnt -“ nicht an der Regierung und den Gesetzen vorbei, sondern im Wissen und im Schutz der Regierung. (...)" Beitrag von Wolf Wetzel auf "Eyes wide shut"

Antimilitaristisch: Auch die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) ruft zur Demonstration auf, die am kommenden Samstag unter dem Motto „Bundeswehr raus aus den Klassenzimmern“ in Freiburg stattfindet. (Samstag, 23.1., 15 Uhr, Platz der Alten Synagoge)

13. Februar: Naziaufmarsch in Dresden verhindern!

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „antifa“ enthält zum Thema Neonazi-Aufmarsch am 13. Februar in Dresden ein „spezial“, in dem der Bombenangriff auf Dresden sowohl historisch korrekt eingeordnet als auch die Funktion des Themas für den aktuellen Geschichtsrevisionismus herausgearbeitet wird.
Das Spezial ist unter www.antifa.vvn-bda.de oder hier als pdf-Datei zum Download zu finden.

Externer Inhalt von YouTube Der ursprüngliche Flash-Player wird nicht mehr unterstützt. Erst beim Öffnen des Links wird eine Verbindung zum Anbieter hergestellt. Video oder Archivseite öffnen

Eine Übersicht über die Busfahrten

Aufrufe zur Teilnahme an der Demonstration im Rahmen der Liebknecht-Luxemburg-Ehrung

Kommenden Sonntag, den 10. Januar 2010 findet in Berlin die größte europäische Manifestation für den Sozialimus in Gedenken an die vor 91 Jahren ermordeten Revolutionäre Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg statt. Ab 10.00 Uhr wird vom U-Bhf. Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde demonstriert.

Zu den Feierlichkeiten und der Demonstration gibt es verschiedene Aufrufe:

Zur Bilderserie Lenin Liebknecht Luxemburg Demonstration 2009: Fronttransparent

Über den vor 95 Jahren vom deutschen Imperialismus entfesselten I. Weltkrieg, den zu kreditieren Karl Liebknecht sich am 02. Dezember 1914 als einziger Reichstagsabgeordneter verweigerte, schrieb Rosa Luxemburg 1916 in der "Juniusbroschüre": "Der Krieg ist ein methodisches, organisiertes, riesenhaftes Morden. Zum systematischen Morden muss aber bei normal veranlagten Menschen erst der entsprechende Rausch erzeugt werden. Dies ist seit jeher die wohlbegründete Methode der Kriegsführenden. Der Bestialität der Praxis muss die Bestialität der Gedanken und der Gesinnung entsprechen, diese muss jene vorbereiten und begleiten". Luxemburg sprach von Hetzblättern, "die Berg und Tal zusammenbringen, Krieg mit ´Humanität´, Morden mit Bruderliebe, Bewilligung von Mitteln zum Kriege mit sozialistischer Völkerverbrüderung vermählen wollen."

Für die Konsequenz ihres Handelns und die unbestechliche Klarheit ihres Denkens wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht vor 91 Jahren von der Reaktion ermordet. So wie sie wehren wir uns heute gegen jene, die uns weismachen wollen, Krieg und Menschenrechte, Morden und Brüderlichkeit, Kriegsetats und "internationale Staatengemeinschaft" gehörten zusammen. Luxemburg und Liebknecht ehrend demonstrieren wir gegen imperialistische Kriege. Wir fordern den sofortigen Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Wir demonstrieren gegen jegliche direkte und indirekte Kriegsbeteiligung Deutschlands, gegen alle aggressiven Bestrebungen der EU und der NATO, gegen horrende Rüstungsausgaben und mörderische Rüstungsexporte. Unsere Sympathie gilt allen Bestrebungen, den US-amerikanischen Hegemonieanspruch einzudämmen. Voller Hoffnung blicken wir auf die revolutionären Bewegungen Lateinamerikas und wir verabscheuen die honduranischen Putschisten. Der MAS-Regierung Evo Morales gilt unsere Solidarität ebenso wie den Fortschrittskräften Venezuelas und dem sozialistischen Kuba. Unsere ausdrückliche Solidarität gehört dem palästinensischen Volk und der israelischen Friedensbewegung. Wir wenden uns gegen alle neokolonialistischen Machenschaften, gegen die hemmungslose Ausbeutung insbesondere des afrikanischen Kontinents.

Gerade in Anbetracht der seit 1945 größten Weltwirtschafts- und Finanzkrise demonstrieren wir gegen rapide wachsende Arbeitslosigkeit, den grassierenden Sozialabbau und die damit einhergehende Entwürdigung von Millionen Menschen. Wir stellen uns gegen die unverschämten Beschränkungen bürgerlicher Freiheitsrechte unter der Flagge der Terrorbekämpfung. Wir wehren uns gegen die stetig aggressiver agierenden Nazis und demonstrieren gegen Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Nationalismus. Dem Antifaschismus, der internationalen Solidarität und dem Humanismus fühlen wir uns unbedingt verpflichtet.

Wir - Linke unterschiedlicher Strömungen - werden am 10. Januar 2010 friedlich unsere Standpunkte und Forderungen bekunden. Wir rufen zu einem breiten Bündnis auf.
(LL-Demo.de)

Zur Bilderserie Lenin Liebknecht Luxemburg Demonstration 2009: Antifaschistischer Block

DIE MAUERN DES KAPITALISMUS EINREISSEN!


Bereits am 9. November 2009 wurde -“ medial groß aufbereitet und ohne an Pathos zu sparen -“ das 20-jährige Jubiläum des Mauerfalls gefeiert. Um Bilder leerer Straßen zu vermeiden, waren größtenteils TouristInnen und zum Teil auch herangekarrte PolizeischülerInnen bei den Berliner Festlichkeiten präsent. Doch auch an der Bevölkerung sind all die Fernseh-Sendungen und Zeitungsartikel wohl kaum spurlos vorbeigegangen. Die „großen Emotionen“, der „Aufbruchgedanke“ und die damit verbundenen Hoffnungen vom Herbst 1989 sollten noch einmal reaktiviert werden. In den nächsten Monaten werden die staatlich verordneten Festlichkeiten weitergehen. Stehen doch nun die Jubiläen der ersten „freien Wahlen“ in der DDR im März, der Währungsunion im Juli und nicht zuletzt das der Wiedervereinigung im Oktober ins Haus, die vor allem in Berlin zelebriert werden sollen.


Wie sieht-™s aus im Osten?
Fahren wir mit der Regionalbahn mal aus Berlin heraus, sehen wir nicht nur „blühende Landschaften“, die 1989/90 anlässlich des Anschlusses der DDR an die BRD versprochen wurden. Dass es anders kam, war zwar voraussehbar, aber ebenso schmerzhaft für viele Menschen. Ein erheblicher Teil der ehemaligen Betriebe in der DDR waren unter kapitalistischer Konkurrenz entweder zum Arbeitsplatzabbau gezwungen oder mussten schlichtweg schließen. Eine Arbeitslosigkeit von bis zu 25 Prozent in einigen Regionen war und ist die Folge. Abgesehen von einigen ökonomisch erfolgreichen Städten und touristisch erschlossenen Regionen lässt der wirtschaftliche Durchbruch in den „neuen“ Bundesländern weiterhin auf sich warten. Doch eine kritische Reflexion über die Glücksversprechen des Kapitalismus bleibt in der öffentlichen Meinung Randthema. Stattdessen überfluten uns Geschichten über Stasi, Mauerschützen und heroische MontagsdemonstrantInnen. Der Kalte Krieg wird vom politischen Establishment propagandistisch fortgesetzt, da auch 20 Jahre nach dem Zusammenbruch des Realsozialismus die Idee gesellschaftlicher Gegenentwürfe zum kapitalistischen Alltagsbetrieb ausgemerzt werden soll.

An der Kampagne gegen die DDR werden wir uns nicht beteiligen. Im Gegenteil: Den allgemeinen nationalen Siegesfeiern setzen wir eine unmissverständliche antikapitalistische Perspektive entgegen, die eine grundlegende Kritik an Nation und Staat mit einschließt. Die DDR ist für uns ein, wenn auch gescheiterter, Versuch einer Alternative zu den kapitalistischen Produktionsmechanismen. Die Diskussion innerhalb linker Zusammenhänge über eine Bewertung der DDR und die Suche nach den Gründen ihres Scheiterns ist zu begrüßen. Doch unabhängig von den Gründen des Scheiterns der DDR ist bei allen Überlegungen mit einzubeziehen, dass die DDR allein durch ihre bloße Existenz einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die sozialen Verhältnisse der BRD hatte.


Durch den Monsun
Augenscheinlich ist die Wirtschaftskrise nun wirklich in Deutschland angekommen. Zwar wird in den Medien häufig verkündet, die Talsohle sei durchschritten und nun erhole sich die Wirtschaft wieder. Doch Gleichzeitig schaffen es Schlagzeilen über Arbeitsplatzverluste, gerade bei Opel und nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Insolvenz des traditionsreichen Quelle-Konzerns, weiterhin auf die Titelseiten der großen Zeitungen. In diesem scheinbaren Widerspruch steckt viel eher ein kausaler Zusammenhang: Gerade wegen Lohnsenkungen und Betriebsschließungen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es nach einer relativ kurzen Unterbrechung mit dem Wirtschaftsstandort zunächst wieder aufwärts geht.

VertreterInnen der reformistischen Linken und der Gewerkschaften machen häufig die schwache Binnennachfrage als Ursache der Krise aus. Den einzelnen Unternehmen wird vorgeworfen, nicht das gesamtwirtschaftliche Interesse im Auge zu haben und von Profitgier getrieben zu sein. Stattdessen sollten sie lieber höhere Löhne zahlen, um Krisen zu vermeiden. Die Ursache der Krise liegt jedoch in der Tatsache, dass im Kapitalismus die Produktion schneller zunimmt als die Ausdehnung der Märkte. Das kommt daher, dass jedes Unternehmen unabhängig vom Rest für einen anonymen Markt produziert. Erst im Nachhinein stellt sich heraus, ob bzw. in welchem Umfang die Produktion mit der Nachfrage im Einklang stand. Jedes Unternehmen steht in Konkurrenz zum anderen und muss möglichst viel Profit machen, denn das ist das alleinige Ziel kapitalistischer Produktion. Dabei wird versucht, immer produktiver zu werden, also immer mehr Waren mit weniger Kosten zu produzieren.

Die Lohnabhängigen sind in der kapitalistischen Produktion nichts weiter als ein Teil der Kosten, die so gering wie möglich ausfallen sollen. Dadurch ist der Konsum breiter Bevölkerungsteile begrenzt. Ökonomische Krisen sind innerhalb des Kapitalismus ein zwangsläufiges Resultat seiner inneren Entwicklung, um Überkapazitäten, also die Überproduktion von Waren und Kapital zu beseitigen. Eine Steigerung der Kaufkraft kann diesen Widerspruch nicht lösen, sondern höchstens den Ausbruch der Krise verzögern. Solange die bestehenden Eigentumsverhältnisse und die Produktion im Sinne einer Profitmaximierung nicht beseitigt sind und durch eine Produktion, die auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet ist, ersetzt werden, sind Armut und Krisen nicht zu überwinden.


Deutschland feiert sich
Als Folge der Krise sind viele Branchen von der sowohl national als auch global nachlassenden Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen betroffen. Gleichzeitig haben erhebliche Teile der Bevölkerung Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes bzw. anhaltendem Nicht-Erwerb und einem damit verbundenen sozialen Abstieg. Diese Ängste versuchen zahlreiche PolitikerInnen in standortnationalistische Bahnen zu lenken. Jede Person solle zurückstecken und sich anstrengen, um „unser Land“, also den Wirtschaftsstandort, wieder auf Vordermann zu bringen. Die Menschen sollen „zusammenrücken“ und mehr „Eigenverantwortung“ für sich und für Deutschland übernehmen.

Durch solche Parolen werden einerseits die im Inneren vorhandenen Klassenwidersprüche zwischen ArbeitgeberInnen und Lohnabhängigen durch ein ideelles „Wir“ verwischt. Dieses „Wir“ wird auch durch teilweise rassistisch aufgeladene Feindbilder gefestigt. Parallel dazu werden staatliche Präventions- und Repressionsmaßnahmen ausgebaut. Da „innere und äußere Sicherheit nicht mehr zu trennen (sind)“ (so der ehemalige Innen- und heutige Finanzminister Schäuble) werden ökonomisch und geopolitisch motivierte Kriege mit „Terrorbekämpfung“ legitimiert. Die Regierung betont immer wieder, dass die Bevölkerung ihr, sehr euphemistisch formuliert, „freundliches Desinteresse“ (Bundespräsident Köhler) gegenüber den deutschen Auslandseinsatzeinsätzen der Bundeswehr zu Gunsten einer stärkeren Identifikation mit der Nation aufgeben solle. Die Ablenkung der Angst vor sozialem Abstieg und ihre Projektion auf islamistische TerroristInnen sind auch eine politisch erwünschte Folge dieser Propaganda. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines terroristischen Anschlags werden zu können, wird dabei in geradezu absurdem Maße übertrieben.

Außerdem wird bei diesem Prozess im Innern Konkurrenz nach außen, also zu den anderen Nationalstaaten, forciert. So sehr dieser Wettstreit zwischen den Standorten real stattfindet, ist ein Sieg des Standortes nicht automatisch ein Gewinn für die abhängig Beschäftigten. Es passiert nun umso häufiger, dass Lohnabhängige durch Überstunden, Kurzarbeit und/oder Lohnverzicht einem Konzern dabei helfen, das wirtschaftliche Überleben zu sichern. Dass die Arbeitenden häufig daraufhin trotzdem den Arbeitsplatz verlieren, ist nur ein zwangsläufiges Resultat des Wettbewerbs.

Nicht zuletzt um dem nicht wirklich identitätsstiftenden Zwangskollektiv Nationalökonomie einen vor allem emotional ansprechenderen Anstrich zu geben, sind die Jahre 2009/10 mit einigen nationalen Festlichkeiten geschmückt. Nach den Feierlichkeiten am 23. Mai 2009 um das Jubiläum des Grundgesetzes im Speziellen und die bürgerliche Demokratie im Allgemeinen, kam man im Herbst 2009 sowohl in der Politik als auch in der Kultur um diverse Festlichkeiten um den zwanzigjährigen Mauerfall nur schwer herum. Neben all der Lobhudelei um das vermeintlich weltoffene Deutschland, das aus seiner Geschichte gelernt habe, erklingen nur die höchsten Töne über die Errungenschaften der parlamentarischen Demokratie und die soziale Marktwirtschaft. Letztere wird als großartiger Kompromiss zwischen dem „brutalen anglo-amerikanischen Turbokapitalismus“ und dem „unproduktiven diktatorischen Kommunismus“ gefeiert. Die soziale Marktwirtschaft habe sich empirisch als beste Wirtschaftsform erwiesen und sei somit verdienter Sieger der Geschichte, wird behauptet.


Alle gegen alle?
Es ist ein historischer Fortschritt, dass wir nicht mehr als Leibeigene auf Feldern arbeiten müssen. Als rechtlich freie Individuen jedoch sind wir in den meisten Fällen auch frei von Produktionsmitteln und somit immer den Zwängen der ökonomischen Freiheit unterworfen. Wir sind darauf angewiesen, unsere Arbeitskraft als Ware zu verkaufen. Ein großer Teil der Lohnabhängigen ist im Kapitalismus überflüssig und muss sich mit Hartz IV über Wasser halten. Gleichzeitig besteht der Zwang, jeden noch so miesen Job anzunehmen. Reicht es uns nicht, mit 359 Euro im Monat am physischen Existenzminimum zu leben und gleichzeitig jeden noch so unwürdigen Ein-Euro-Job anzunehmen, müssen wir unser Leben auf die Marktmechanismen einstellen, um noch „Käufer“ für unsere Arbeitskraft zu finden. An diesem entscheidenden Punkt sind unserer Freiheit also Grenzen gesetzt. Bei vielen Menschen führt das in das Call-Center, die Zeitarbeit oder sonstige prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Ein auch nur halbwegs selbstbestimmtes Leben ist abgesehen von den bescheidenen Gehältern und Löhnen bei solch unsicheren Zukunftsaussichten und Planungsmöglichkeiten unmöglich. Der Unterordnung unter das ökonomische Prinzip, die inzwischen eher einer Zurichtung gleicht, müssen im Notfall alle persönlichen Interessen und sozialen Beziehungen zum Opfer fallen. Flexibilität und die Inkaufnahme von niedrigen Löhnen sind zu den Grundausstattungen im Kampf um Arbeitsplätze geworden.

Allein die vielfach verbreitete Botschaft „Kampf um Arbeitsplätze“ zeigt, dass wir in der Konkurrenz als freie Individuen existieren, sei es im Kampf um Studien- oder Arbeitsplätze. Diese Konkurrenz bedarf gar keiner groß angelegten propagandistischen Untermalung, sie ist von großen Teilen der Bevölkerung schon verinnerlicht worden. Der Leistungsdruck kommt nicht nur von dem oder der ChefIn, ProfessorIn oder LehrerIn, sondern wird auch häufig von den Erwerbslosen, ArbeiterInnen, Angestellten, Selbstständigen, StudentInnen und SchülerInnen selbst reproduziert. Aus schlicht materiellen Gründen durchzieht das Leistungsprinzip einen Großteil der Gesellschaft. Jede/r hat dabei Angst, irgendetwas zu verlieren, weshalb immer das Bestreben zu erkennen ist, sich gegenüber anderen zu behaupten.


Geschichte wird gemacht!
Doch es gibt auch punktuell Momente, in denen die Lohnabhängigen ihre Vereinzelung überwinden und sich gemeinsam gegen die Angriffe der Unternehmen auf ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zur Wehr setzen. Zwar wissen wir, dass Lohnkämpfe nur dem Zweck dienen, den Wert der verkauften Arbeitskraft neu zu bestimmen und sich deshalb bei Arbeitskämpfen zumeist innerhalb der kapitalistischen Produktionsverhältnisse bewegt wird. Doch es zählt nicht so sehr das jeweilige unmittelbare Ergebnis, das im Kapitalismus sowieso nur vorübergehend sein kann. Sondern es zählt vielmehr die durch einen Kampf oftmals stärker werdende Organisierung der Lohnabhängigen und die Entwicklung von politischem Bewusstsein, das auch in zielgerichtete Aktionen münden kann. Hier müssen linke Kräfte ansetzen, die Lohnabhängigen unterstützen und antikapitalistische Positionen in die Kämpfe hineintragen. Denn will die radikale Linke an gesellschaftlichem Einfluss gewinnen, ist sie weniger auf die materielle Verelendung breiter Bevölkerungsschichten denn auf ein politisches Bewusstsein angewiesen. Dieses muss die Infragestellung des kapitalistischen Systems einschließen.

Die Wirtschaftskrise, ihre Folgen und die politischen Reaktionen darauf haben viele Menschen in ihrem ohnehin strapazierten Gerechtigkeitsempfinden empfindlich gestört. Der Stimmengewinn der Partei DIE LINKE und die Erosion der parteiförmigen Sozialdemokratie bei der letzten Bundestagswahl sind dafür ein Ausdruck. Doch die niedrige Wahlbeteiligung, der schwarz-gelbe Wahlsieg und das Ausbleiben sozialer Unruhen zeigen auch, dass eine diffuse Unzufriedenheit mit den Auswüchsen des Kapitalismus zu Resignation, konservativer Meinungsbildung und einem gestiegenen Verlangen nach einem paternalistischen Staat führen kann -“ aber nur bedingt antikapitalistisches oder gar emanzipatorisches Denken und Handeln nach sich zieht. Nicht zuletzt deshalb verfallen wir nicht in eine allzu große Euphorie, dass das Ende des Kapitalismus in den nächsten Jahren anstehen wird. Schließlich bedarf es dafür auch einer breiten Bereitschaft, den Laden aus den Angeln zu heben.

Daraus abzuleiten, diese Gesellschaft mit Reformen ins Positive zu verändern, ist jedoch auch keine Alternative. Unter bürgerlichen Politik- und kapitalistischen Wirtschaftsverhältnissen werden linke Überlegungen und Vorstellungen heute produktiver als je zuvor ins System integriert und verlieren so immer mehr ihren antagonistischen und oft auch emanzipatorischen Gehalt. Oft genug fungieren sie als „Teil des gesamten Falschen“. Auch von der Staatsfixierung einiger Linker ist wenig zu halten. Denn in der kapitalistischen Ökonomie sind Staat und Kapital keine Gegenspieler, sondern einzig Spieler und Schiedsrichter. Unter diesen Umständen halten wir es auch nach über 90 Jahren noch mit Rosa Luxemburg: „Die Revolution ist großartig, alles andere ist Quark!“

Die linke, revolutionäre Bewegung ist momentan schwach und zersplittert. Um wieder ein gesellschaftlich relevanter Faktor zu werden, bedarf es einer stärkeren Organisierung und der Entwicklung kontinuierlicher Praxis in sozialen Kämpfen. Statt einer reinen Selbstbeschäftigung wollen wir uns gesellschaftlichen Auseinandersetzungen zuwenden und unsere Kritik formulieren. Der Kommunismus ist für uns Ausgangspunkt für eine mit der kapitalistischen Produktion und Reproduktion nicht vereinbaren Kritik. Wir beziehen uns dabei insbesondere auf Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg als VerfechterInnen der kommunistischen Idee. Ihnen wird am 10. Januar 2009 bei der traditionellen LL-Demonstration gedacht. Im Sinne dieser Idee wollen wir weiterhin unsere radikale Kritik in die Widersprüche der Gesellschaft hineintragen. Das alljährliche Gedenken soll für uns der Auftakt für das Jahr 2010 sein, in dem hoffentlich viele erfolgreiche Aktionen und Interventionen der radikalen Linke folgen werden. Es gab kein Ende der Geschichte, denn Geschichte wird gemacht!

Vorwärts immer! Rückwärts nimmer!
Für die klassenlose Gesellschaft!


(ARAB und ALB)

Weitere Termine im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten:

XIV. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz „Um uns selber müssen wir uns selber kümmern!“
Samstag, 09. Januar 2009 // ab 10 Uhr // Urania (U-Bhf. Wittenbergplatz)
Mehr Infos zu Vorträgen und Podiumsdiskussion: www.rosa-luxemburg-konferenz.de



LL Party am Vorabend
presented by ARAB und ALB
Samstag, 09. Januar 2009 // ab 21 Uhr // Kulturkaufhaus KATO (U-Bhf. Schlesisches Tor)

Stuttgart: Über 3000 Teilnehmer bei Montagsdemo gegen Stuttgart 21

Am gestrigen Montag haben sich in Stuttgart über 3.000 Menschen versammelt, um gegen das umstrittene Bahnprojekt "Stuttgart 21" zu protestieren. Unter den Protestierenden vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof war auch der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne).

Palmer kristisierte in seinem Redebeitrag seinen Stuttgarter Amtskollegen Dr. Wolfgang Schuster (CDU) und warf ihm vor, dass es "nur um Macht ginge". Palmer hält die Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm sowie den Umbau des Kopfbahnhofs in einen Tiefbahnhof für "unbezahlbar" und "von gestern".

Das Aktionsbündnis gegen "Stuttgart 21" ruft alle Bürger auf, zur nächsten Montagsdemo am 11.01.2010 zahlreich zu kommen und phantasievoll und entschlossen gegen das immer absurdere Prestigeprojekt zu protestieren. Da es um dieses Uhrzeit dunkel ist, machen sich Laternen, Kerzen, Fackeln sehr gut - bitte mitbringen. Ebenfalls bitte mitbringen - kreative Plaktate, Objekte, Kostüme, Verkleidungen, Musikinstrumente, Meisenflöten, etc., etc...

Wo: Stuttgarter Hauptbahnhof, Nordausgang von 18:00 bis 18:30

Externes Bild nicht verfügbar. Originalquelle öffnen

Zur Bilderserie : "Montagsdemo" gegen S21 am 21.12.2009 Foto: Roland Hägele