trueten.de

»Wenn jemand auf meinem Begräbnis weint, spreche ich nie wieder ein Wort mit ihm.« Stan Laurel

Holt Maja zurück!

Das Foto zeigt die Demo mit dem Fronttransparent mit dem Text "Ungarn foltert! - Stoppt Isolationshaft und Erniedrigung" sowie jeweils einem Barcode auf die "Eltern gegen Auslieferung" ww.kanu.de und zur Petition. Daneben läuft eine Person mit einem Plakat auf der neben einem Foto von Maja nähere Informationen zur Petition, unter anderem 100.000 Unterzeichner:Innen vermerkt sind.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Der Vater der Antifaschist*in Maja ist von Jena nach Berlin gewandert, um Bundesaußenminister Wadephul zu treffen. Im Gepäck hat er eine Petition, unterschrieben von über 100.000 Menschen, die sich für die Rücküberführung und Freilassung Majas einsetzen. Unterstützt von einer kleinen Demonstration am 6. Juli und einer Kundgebung am nächsten Tag, übergab der Vater die Petition im Auswärtigen Amt. Persönlich nahm Wadephul die Petition nicht in Empfang, er war am Montag in Prag.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Die 24jährige queere Maja sitzt seit einem Jahr unter menschenverachtenden Bedingungen in Ungarn in Untersuchungshaft. Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hatte Maja am 28. Juni 2024 mitten in der Nacht an Ungarn ausgeliefert, wenige Stunden bevor das Bundesverfassungsgericht die Auslieferung verboten hatte. Seit dem 5. Juni ist Maja im Hungerstreik und fordert, nach Deutschland zurückzukehren und von zuhause aus an dem Verfahren in Ungarn teilzunehmen.

Maja ist eine*r der Angeklagten im sog. Budapest-Verfahren. Rund einem Dutzend Antifaschist*innen werden europaweit in diesem Zusammenhang Angriffe auf Neonazis im Februar 2023 beim sogenannten „Tag der Ehre“ vorgeworfen. Der „Tag der Ehre“ ist ein jährliches Neonazigroßevent in Budapest, bei dem Faschos aus ganz Europa der Wehrmacht huldigen.

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Tower to the people: Neues Wandbild in der Köpi

Das Foto von heba zeigt das Wandbild vom Boden aus gesehen, zwei Personen hängen davor und malen es gerade. Zu lesen ist "Feministische Freiräume erkämpfen" und "Ding Dong Umverteilen!"
Foto: © heba / Umbruch Bildarchiv
Anfang Mai veranstaltete eine Unterstützerinnengruppe im autonomen Wohn- und Kulturprojekt Köpi ein großes Haus- und Hoffest. Dazu luden sie Künstlerinnen ein, eine der letzten noch ungestalteten großen Wandflächen im Innenhof zu bemalen. Vor fast genau vier Jahren entstand auf der Seitenwand des Hauses das Wandbild „Hands off our Homes“, um auf die damals drohende Räumung des Köpi-Wagenplatz aufmerksam zu machen. Diesmal war der Anlass, die Aufmerksamkeit auf die Räume im Haus zu lenken, die nach wie vor für nichtkommerzielle Veranstaltungen genutzt werden können und von vielen verschiedenen Kollektiven bespielt werden.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

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Berlin: Solidarität mit der Tipsy Bear Bar

Das Foto von © Sabine Scheffer zeigte einen Blick aus der  Tipsy Bear Bar auf die Masse an solidarischen Menschen, die auf der Straße davor feiern.
Foto: © Sabine Scheffer via Umbruch Bildarchiv
In Prenzlauer Berg hatten in der Samstagnacht nach dem 1. Mai unbekannte Personen die Regenbogenflagge der Tipsy Bear Bar abgerissen und unter homophoben und queerfeindlichen Sprechchören in Brand gesteckt.

Mehrere hundert Menschen aus der Nachbarschaft zeigten am 6. Mai spontan ihre Unterstützung und Solidarität. Sie füllten gemeinsam mit Gästen und dem Team der Bar bis in die Nacht hinein die Straße mit Menschen, die queerfeindliche, FLINTAfeindliche, und ausgrenzende Gewalt nicht akzeptieren.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.


1. Mai 2025 im Grunewald: Musk, Milei und Merz zum Mars!

Das Foto von © heba zeigt das startende Mars Shuttle vor dem Publikum das dazu vor dem Emblem der "Grunewald Space Agency"  tanzt.
Foto: © heba / Umbruch Bildarchiv
„Musk, Milei, Merz zum Mars!“ forderten einige Tausend Menschen bei der Demonstration zum Ersten Mai im #Grunewald, der in Cape Gruneval umbenannt wurde. Vom Raumbahnhof wurden die ersten #Millionäre mit dem Antinationalen Space Shuttle „myASS“ auf den Mars geschossen. Das zurückgebliebene Vermögen sollte umverteilt werden. Rund um die zentrale Kundgebung am Johannaplatz fanden zahlreiche weitere Satelliten-Kundgebungen statt. Zum Abschluss fuhren viele Teilnehmende mit dem Fahrrad über die #A100 zurück nach #Berlin.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

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„Take back the night“: Walpurgisnacht in Berlin

Das Foto von © Björn Obmann zeigt die Demo mit dem Fronttranspi "In Solidarity we fight - take back the Night" und den dahinter laufenden schwarzen Block, gefolgt von vielen anderen Menschen.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Über 3.500 FLINTA* zogen unter dem Motto „Take back the night“ am Vorabend des 1. Mai 2025 von Berlin-Kreuzberg nach Friedrichshain, um gegen Patriarchat, Staat und Kapital zu protestieren. Mit einem schwarzen Block an der Spitze nahmen sich die Teilnehmenden lautstark und begleitet von Pyrotechnik die Nacht zurück. Polizei trat martialisch auf. Teilweise versuchten Streamer und Außenstehende zu provozieren. Die Demonstration löste sich am Boxhagener Platz selbstbestimmt auf und zerstreute sich im Kiez.

„Weltweit kämpfen Frauen, Lesben, Inter, Nichtbinäre, Trans* & Agender (FLINTA*) Menschen für ihre Freiheit. Von Sudan, Iran, Palästina über Kongo bis nach Kurdistan und darüber hinaus. Kämpfe müssen in ihrer Verbundenheit gesehen und intersektional gedacht werden. Denn die Verwobenheit von Kapitalismus, Kolonialismus & Patriarchat schafft die Bedingungen, um FLINTAS* weltweit zu unterdrücken, zu domestizieren und zu ermorden. Wir stehen in Solidarität mit allen Unterdrückten überall“. (aus dem Aufruf)
Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.


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k9 » größenwahn » politischer fiimabend: „Zeiten des Zorns“ - Zur Geschichte und Politik der "Revolutionären Zellen" und "Die Rote Zora"

Der Flyer zum Filmabend zeigt neben den Angaben zum Film in Kurzfassung die Symbole der Revolutionären Zellen- die Buchstaben RZ in einem fünfzackigen Stern und der Roten Zora: den fünfzackigen Stern in einem Zeichen für weiblich..Ausschnitte aus dem Film und Veranstaltung am 22. März 2001 im SO386, Berlin mit Klaus Viehmann -Bewegung 2. Juni- von 1978 bis 1993 im Knast + Stefan Wisniewski -RAF- von 1978 - 1999 im Knast.

Der Film vermittelt die langjährige Geschichte der Theorie und Praxis der Revolutionären Zellen / Rote Zora. Wieso entstanden die RZ zum Anfang der 70er Jahre? Mit welcher Konzeption traten sie an? Welche Sozialrevolutionären und antiimperialistischen Ansätze versuchten sie zu verwirklichen? Wie kam es zur Aktion gegen die OPEC- Konferenz 1975. Was waren die Aktionen der Roten Zora, was geschah wirklich bei der Entführung des Verkehrsflugzeugs nach Entebbe 1976?Wie veränderten sich die RZ in den 80er Jahren? Warum wurde die „Flüchtlingskampagne“ gestartet? wieso haben die RZ ihre Aktionen eingestellt? Bewußtes nachdenken über legal und illegalität u.a. mehr.

Die RZ und die Rote Zora waren für mehrere Hundert Sprengstoff- und Brandanschläge und sonstige Aktionen verantwortlich. Dabei erfreuten sie sich in großen Teilen der linksradikalen Szene und darüber hinaus großer Beliebtheit, da es zumeist gelang, ihre Aktionen so zu vermitteln, dass sie nachvollziehbar u. verstanden werden konnten.

In ihren Aktionen knüpften die RZ/Rote Zora meist an bestehende Bewegungen an und versuchten, sich stets (militant) zu sozialen Bewegungen in Beziehungen zu setzen.

Film am 18. Mai 2025 19 Uhr - Stefan Wisniewski ist anwesend.

combatiente zeigt geschichtsbewußt: revolucion muß sein! filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen

kinzigstraße 9 + 10247 berlin + U5 samariterstraße + S frankfurter allee


k9 » größenwahn » politischer fiimabend: „Stockholm 75“

Dokumentarfilm von David Aronowitsch, Schweden 2004, 58 Min., dt.-engl. m.U.

Grafische Darstellung von Holger Meins nach einem bekannten Foto mit dem Text: Holger Meins, 33 Jahre alt. Politischer Gefangener. Tot nach 57 Tagen Hungerstreik gegen Isolationshaft und Sonderbehandlung.
Holger Meins
1. April 1975: Die westdeutsche Botschaft wurde besetzt vom Kommando Holger Meins. genannt wurde die aktion nach dem im Hungerstreik am 9. november 1974 ermordetem Holger Meins.

Das Kommando nahm 12 Botschaftsangehörige als Geiseln und forderte die Freilassung von 26 Gefangenen aus RAF u.a. bewaffneten Gruppen in der BRD.

Erklärung vom 24. April 1975:

„An die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland u. des Königreichs Schweden Am 24.4.1975 um 1.50 Uhr haben wir die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Stockholm besetzt u. 12 Botschaftsangehörige, darunter Botschafter Dieter Stoecker, Militärattache Andreas von Mirbach, Wirtschaftsreferent Heinz Hillegaart u. Kulturreferent Anno Eifgen, gefangengenommen, um 26 politische Gefangene in der Bundesrepublik Deutschland zu befreien. Es sind: Gudrun Ensslin, Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Jan Raspe, Carmen Roll, Werner Hoppe, Helmut Pohl, Wolfgang Beer, Eberhard Becker, Manfred Grashof, Klaus Jünschke, Wolfgang Quante, Ronald Augustin, Ali Jansen, Brigitte Mohnhaupt, Bernhard Braun, Ingrid Schubert, Annerose Reiche, Ilse Stachowiak, Irmgard Möller, Sigurd Debus, Christa Eckes, Wolfgang Stahl, Margit Schiller, Monika Berberich, Johannes Weinrich. Kommando Holger Meins“
Die Besetzung dauert zwölf Stunden und endete mit der Niederlage der Besetzer.

Zwei der Botschaftsangehörigen werden erschossen. Bei der durch schwedische Bullen erfolgten Botschaftserstürmung kommt es zur Explosion. RAF Mitglied Ulrich Wessel stirbt, der schwer verletzte Siegfried Hausner wird an die BRD ausgeliefert und stirbt im Knast.

Im Mittelpunkt des Films steht Karl-Heinz Dellwo als Aktiver des Kommandos. David Aronowitsch fragt in dem Film nach den Motiven für die Aktion der RAF in Stockholm 1975 und nach den persönlichen und politischen Konsequenzen für das damalige Kommando-Mitglied Karl- Heinz Dellwo. Der Film versucht auch einen kleinen Einblick in seine 20-jährige Knastzeit und seine Lebenssituation danach zu geben.

Sonntag, 27. April 2025 - 19 Uhr

combatiente zeigt geschichtsbewußt: revolucion muß sein! filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen

kinzigstraße 9 + 10247 berlin + U5 samariterstraße + S frankfurter allee


Berlin: SEZ für Alle

Das Foto zeigt einen Teil der Protestierenden vor dem SEZ mit darüber hängendem Transparent mit dem Text "SEZ 22.03.25 retten"
Foto: © Sabine Scheffer via Umbruch Bildarchiv
Anlässlich des 44. Jahrestages des Sport- und Erholungszentrums Berlin (SEZ) hat die Bürgerinitiative „SEZ für alle!“ am 22. März 2025 zu einem Fest eingeladen. Ihre Forderung: „Macht das SEZ wieder auf!“

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Die Bürgerinitiative fordert ein 5-jähriges Abriss-Moratorium, um in dieser Zeit einen vernünftigen Planungsprozess mit Machbarkeitsstudien, Ideenwettbewerb und echter Bürgerbeteiligung zur städtebaulichen Zukunft des Areals nachzuholen. Während der Zeit der Entscheidungsfindung zur  Zukunft des SEZ sollen Zwischennutzungen wieder ermöglicht werden, um das ikonische Gebäude vor Verfall zu schützen.

Kurzfristig fordert die Bürgerinitiative, öffentliche Begehungen des Gebäudes zu ermöglichen. Weitere Redebeiträge gab es von Theresa Keilhacker (Präsidentin der Architektenkammer Berlin), Gerrit Naber (Klimaneustart, Volksinitiative Bauwende), Damiano Valgolio (Die Linke), Vasili Franco (B90/Die Grünen), Uwe Werner Schierhorn (Gebäudetechniker) und vielen weiteren Unterstützer*innen für den Erhalt des SEZ.

Der legendäre SEZ-Moderator Karl-Heinz Wendorff hat erneut eine Runde „Medizin nach Noten“ moderiert und dabei alle zum Mitmachen bewegt. Für ein weiteres musikalisches Highlight sorgte die Friedrichshainer Band Boxi Barré mit ihrem Live-Auftritt. Sie führte ihren neuen Song „Ohne uns“ auf, der dem SEZ gewidmet ist. Weiterhin sorgte das DJane-Duo MissVergnügen & KeroSine für tanzbare Rhythmen. DJ Siko sang gemeinsam mit dem Publikum ein Mantra. Und Schaltgetriebe präsentierte seinen KI-unterstützten Song „SEZ – es gibt noch eine Chance“.

Passionierte Saunagänger*innen nutzten intensiv die mobile Sauna von Swedding. Die jüngsten SEZ-Unterstützer*innen wurden mit Kinderschminken und Sportangeboten unterhalten.

Der Informationstisch mit Fotos aus der Zeit der Zwischennutzung im Herbst 2024 war den ganzen Nachmittag gut besucht. Mehr als 270 Menschen nutzten die Gelegenheit, Petitionen zum Erhalt und für Denkmalschutz fürs SEZ zu unterschreiben. Insgesamt besuchten mehrere Hundert Menschen die Veranstaltung. – Sabine Scheffer –

Mehr Infos: Initiative „SEZ für alle!“

Proteste gegen Neonaziaufmarsch "Der dritte Weg" in Hellersdorf

Das Foto von © Björn Obmann zeigt die Demo des III. Wegs in Hellersdorf, der von ein paar Polizist:*Innen angeführt wird.Die Faschisten tragen Tafeln mit durchgestrichenem Hammer und Sichel ete. etc. etc.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Mehrere Hundert Menschen protestierten am 29.3.2025 in Berlin-Hellersdorf gegen einen Aufmarsch der Nazi-Kleinstpartei „Der dritte Weg“ samt Jugendorganisation „Nationalrevolutionäre Jugend“ (NRJ) mit ca. 200 Neonazis aus ganz Deutschland. Öffentlich mobilisiert hatte „Der Dritte Weg“ nicht, wohl um Gegenproteste zu vermeiden.

Ein großes Polizeiaufgebot verhinderte ein Zusammentreffen der Gruppen. Trotzdem gelang es Antifaschist*innen immer wieder am Rande der Nazisdemo lautstark zu protestieren. Am Schluss kam es zu Übergriffen der Nazis auf Polizisten und es gab mehrere Festnahmen.

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Naziaufmarsch durch Friedrichshain blockiert

Das Foto zeigt demonstrierende Menschen hinter Hamburger Gittern, am About Blank, auf dem ein Transparent mit dem Text "Antifa. Weiter. Machen" hängt. Davor steht der "Adenauer SRP+" mit Laufschrift auf dem Dach: "Nazi go Home / Fuck Nazipack!" usw.
Foto: © Kinkalitzken via Umbruch Bildarchiv
Wieder einmal wollten Neonazis durch Friedrichshain marschieren. Rund 400-500 Rechtsextreme, nach Angaben der Polizei 850, sammelten sich am 22. März 2025 gegen 13 Uhr am Ostkreuz, obwohl viele Antifaschist*innen bereits im Bahnhof Ostkreuz lautstark protestierten.

Der dritte Aufmarsch um Ex-AfDler Ferhat Sentürk in der Stadt kam kaum 100 Meter weit. Mehrere Tausend Gegendemonstrant*innen und einige Sitzblockaden verhinderten, dass die Nazis marschieren konnten.

Auf der Gegenkundgebung am About Blank griff die Polizei Antifaschist*innen an, um an den „Adenauer SRP+“ heran zu kommen.Ohne Vorwarnung und unprovoziert drängte die Polizei mit Schlägen und Pfefferspray die Menschen zurück.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

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